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Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B brachte am 30. April zwei Erderkundungssatelliten der Tianhui-Reihe in eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. Startort war der nordchinesische Weltraumbahnhof Taiyuan. Aufgaben der beiden neuen Satelliten sind, so die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, Landvermessung, Kartierung und wissenschaftliche Weltraumexperimente. Ein wenig befremdlich war die Tatsache, dass der Start im Vorfeld nicht angekündigt war, und dass es nicht einmal die ansonsten weltweit üblichen NOTAMs (Notice to Airmen) gab, mit denen Sperrungen von Lufträumen international angekündigt und Gefahrenzonen ausgewiesen werden.

Weiterlesen: China startet zwei Tianhui 2-Erderkundungssatelliten

Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 brachte am 20. April den Kommunikationssatelliten Beidou 3-I1Q in einen geostationären Transferorbit. Es war dies die ingesamt 100. Mission einer Trägerrakete der Langer Marsch 3-Reihe. Der Start des Raumfahrzeugs, von manchen Quellen auch als Beidou 3 IGSO-1 oder Beidou-44 bezeichnet, erfolgte um 16:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Startanlage 2 des zentralchinesischen Raumfahrtzentrums Xichang.

Weiterlesen: China erweitert erneut Beidou-Navigationssatellitennetz

Ein Raumfahrzeug des Typs Northrop Grumman Cyngus wurde am 18. April mit einer Trägerrakete des Typs Antares 230 auf eine Transferbahn zur Internationalen Raumstation gebracht. Die Antares war dabei für den ersten Abschnitt des insgesamt eineinhalb Tage dauernden Reise zuständig. Die Cygnus trug den Namen “S.S. Roger Chaffee” zu Ehren des Apollo-Astronauten, der zusammen mit Gus Grissom und Ed White beim Feuer in der Apollo 1 im Januar 1967 ums Leben gekommen war. In der Terminologie des ISS-Betriebes trägt die Mission die Bezeichnung NG-11.

Weiterlesen: Antares bringt Cygnus auf den Weg zur ISS

14 Monate nach dem erfolgreichen Testflug der SpaceX Falcon Heavy-Rakete begann am 12. April die „Einsatzlaufbahn“ dieses Trägers. Bei dieser zweiten Mission der neuen Schwerlastrakete befand sich erstmals ein zahlender Kunde an Bord, nämlich Arabsat-6A für den arabischen Satellitenbetreiber Arabsat. Beim Jungfernflug im vergangenen Jahr wollte noch kein kommerzieller oder institutioneller Kunde einen Satelliten der unerprobten Rakete anvertrauen, weshalb SpaceX-Firmeninhaber Elon Musk kurzerhand seinen alten Tesla Roadster zur Nutzlast erklärte und ihn in einer spektakulären Mission auf eine interplanetare Trajektorie schickte, die bis zur Bahn des Planeten Mars reicht. Insgesamt war es der vierte Start für SpaceX in diesem Jahr.

Weiterlesen: Falcon Heavy - Erfolg beim ersten Einsatzflug

Beim fünften und letzten Start für den Aufbau der O3b-Konstellation brachte am 4. April eine russische Trägerrakete des Typs Sojus ST-B vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou aus das letzte Viererpaket von O3b-Satelliten in den Orbit. Die Mission begann nur sechs Stunden nach dem Start einer weiteren Sojus-Trägerrakete, die von Baikonur aus Progress MS-11 in den Weltraum transportiert hatte.

Weiterlesen: Sojus ST-B macht 03b-Konstellation komplett

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1a brachte am 4. April einen neuen Progress-Nachschubtransporter für die Crew der Internationalen Raumstation in den Orbit. Es ist dies die erste reine Versorgungsmission zur ISS des Jahres 2019 (beim SpX-DM 1-Testflug vor einem Monat wurden allerdings ebenfalls schon 450 Kilogramm Nutzlast zur ISS gebracht). Erstmals wurde dabei ein Raumschiff auf eine "superschnelle" Transferbahn zur Station geschickt. Drei Stunden und 23 Minuten, und nach dem Absolvieren von nur gut zwei Erdumkreisungen, legte die Progress auch schon am Pirs-Modul der ISS an. Das Standardverfahren für einen Transfer zur ISS dauerte bislang zwei Tage.

Weiterlesen: Progress MS-11 bringt Nachschub zur ISS

Am 1. April schickte Indien seinen EMISAT-Spionagesatelliten auf eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war die Rampe 2 des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Als Träger wurde eine Rakete des Typs PSLV-QL eingesetzt. Die Version QL ist eine neue Variante dieses indischen Standardträgers, der bei diesem Einsatz seinen 47. Flug erlebte, und den es nunmehr in vier Versionen gibt. Als XL mit sechs Feststoff-Zusatzboostern, als QL mit vier Boostern, als DL mit zwei Boostern und als CA ohne Zusatzraketen für die Startunterstützung. In diesem Fall steht das "CA" als "Core Alone". Es gab bislang auch noch die PSLV-G, ebenfalls mit sechs Boostern wie die XL ausgerüstet, diese aber in einer schwächeren Variante.

Weiterlesen: Indien startet EMISAT und 28 Cubesats

Am 31. März trat die erste Einheit einer neuen Generation chinesischer Datenrelay-Satelliten ihre Reise in den Orbit an. Startort war die Anlage 2 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B in der Version G2 eingesetzt. Der Start dieses Satelliten war bereits für das vergangene Jahr vorgesehen gewesen, verzögerte sich aber dann aus unbekannten Gründen.

Weiterlesen: Neuer chinesischer Datenrelay-Satellit im Orbit

Eine Kleinträgerrakete des Typs Rocket Lab Electron brachte in den frühen Morgenstunden des 29. März mitteleuropäischer Zeit einen Satelliten im Auftrag der US-Defense Advanced Research Projects Agency (kurz: DARPA) in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Startkomplex der neuseeländischen "Stammbasis" des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia an der Ostseite der neuseeländischen Nordinsel. Die einzige Nutzlast an Bord war ein Technologie-Demonstrator des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit der Bezeichnung R3D2 (für: Radio frequency Risk Reduction Deployment Demonstration). Es war der insgesamt fünfte Einsatz einer Rocket Lab Electron.

Weiterlesen: Rocket Lab Electron startet Nutzlast für DARPA

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