Nur drei Tage nach dem vorausgegangenen Rocket Lab-Start war das neuseeländisch-amerikanische Unternehmen schon wieder aktiv. Diesmal begann die Mission – sie trug den Slogan „The Wisdom God Guides“ – am neuseeländischen Heimatstartplatz auf der Halbinsel Mahia. Kunde der Mission war einmal mehr das japanische Unternehmen iQPS, das derzeit eine Erdbeobachtungskonstellation mit Radarsatelliten aufbaut. Es war der 21. und letzte Start für Rocket Lab in diesem Jahr. Ein neuer Rekord für das Unternehmen.
China setzte am 20. Dezember seine (derzeit noch) schwerste Trägerrakete ein, um den 23. Satelliten der TJS-Klasse in eine leicht supersynchrone Transferbahn zu transportieren. TJS (für: Tōngxìn Jìshù Shìyàn) was übersetzt in etwa für Kommunikationstechnologie-Test steht, ist eine Cover-Bezeichnung für drei Kategorien militärischer Aufklärungs- und Technologieerprobungssatelliten. Der Einsatz einer Langer Marsch 5 (kurz LM-5) weist darauf hin, dass es sich um eine massive Flugeinheit handeln muss.
„Don’t be such a square“ (Sei kein Spießer), so lautete das Motto der Rocket Lab-Mission vom 18. Dezember. Bei diesem – offiziell als STPS-30 bezeichneten Einsatz - wurden vier so genannte DISKSats für die US-Space Force gestartet. Startort war der Komplex 2 der MARS-Anlage (für: Mid Atlantic Regional Spaceport) auf Wallops Island in Virginia. Es ist der erste Orbitaleinsatz dieses Jahres, den Rocket Lab von hier aus absolviert. Allerdings startete das Unternehmen heuer schon drei suborbitale Missionen von hier aus.

