Etwa 50 Prozent aller Fälle Jungfernflüge neuer Trägerraketen missglücken. Nicht so bei der Zhuque 3 des privaten chinesischen Unternehmens Landspace, die bereits bei ihrer ersten Mission (fast) am 3. Dezember alle Testparameter erfolgreich abhaken konnte. Der Flug vom nordchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan verlief beeindruckend präzise. Lediglich die Landung der auf Wiederverwendbarkeit ausgelegten ersten Stufe des Trägers – sie wäre ein Bonuspunkt bei dieser Testmission gewesen - misslang, allerdings nur ziemlich knapp. Die Zhuque 3 ist ein Träger der mittleren Mittelklasse, wird über beide Stufen mit Methan und flüssigem Sauerstoff betrieben und ist etwa 15 Prozent weniger leistungsfähig als die Falcon 9 von SpaceX, der sie nachempfunden ist.