Viva la StriX
Bei der neunten von insgesamt 16 Missionen, die Rocket Lab für das japanische Unternehmen Synspective durchführte wurde mit Hilfe einer Electron-Trägerrakete der Satellit StriX-7 in einen niedrigen Erdorbit transportiert. Startort war der kleine private Raumflughafen von Rocket Lab auf der neuseeländischen Halbinsel Mahia. Wie bei Rocket Lab üblich vergab das Unternehmen auch bei dieser Mission einen Slogan, der „Viva la StriX“ lautete.
Am 21. Mai brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 die 29 Satelliten der Starlink-Gruppe 10-31 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war der Komplex 40 der Cape Canaveral Space Force Station. Es war der erste Starlink-Start von Cape Canaveral aus seit drei Wochen.
SpaceX brachte am 20. Mai mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die 24 Satelliten der Starlink Gruppe 17-42 in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war die Space Force Basis Vandenberg in Kalifornien. Die Starlink-Starts haben in den letzten Wochen tendenziell etwas abgenommen, da die Konstellation jetzt weitgehend aufgebaut ist und sich SpaceX langsam dem „replenishment-modus“ nähert, also der Phase, wo nur noch ausgeschiedene und rückgeführte Satelliten nachbestückt werden. Derzeit werden auch alte Satellitentypen durch neuere ersetzt. Der große Austausch wird aber erst mit der Einführung der v2-Starlink-Reihe geschehen. Die können jedoch nur mit dem Starship abgesetzt werden.
Am 19. Mai brachte eine feststoffbetriebene Trägerrakete des Typs Vega C den gemeinsam von der ESA und der CAS (Chinese Academy of Sciences) entwickelten Forschungssatelliten SMILE (für: Solar wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer) auf einen Transferorbit für eine hochelliptische Erdumlaufbahn. Startort war das Guyana Space Center in Kourou. Es war der 29. Start einer Vega-Rakete insgesamt und die siebte Mission in der C-Version.

Eine feststoffbetriebene Trägerrakete des Typs Kinetica 1 der halbstaatlichen CAS Space brachte am 15. Mai bei einer Rideshare-Mission fünf Kleinsatelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Startort war einmal mehr das Raumfahrtzentrum Jiuquan in Nordwestchina. Bei den Raumfahrzeugen an Bord des Trägers handelt es sich um Jilin-1 Gaofen 03D55, Taijing-3-05A und 05B, Tianyan-27 (auch: Youxi genannt) und Tianyi-50 (auch als Dianjian-1 bezeichnet).
Der private chinesische Startdienstleister Landspace brachte am 14. Mai eine Trägerrakete des Typs Zhuque-2E erfolgreich in eine Erdumlaufbahn. Die vorausgegangene Mission dieser leistungsstärkeren Variante der Zhuque-2 war am 15. August letzten Jahres noch fehlgeschlagen. Damals gingen vier Satelliten verloren. Dieses Mal trug die Rakete lediglich einen Massensimulator. Startort war das Raumfahrtzentrum Jiuquan in Nordwestchina.
Am 12. Mai brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 6A 18 neue Einheiten der G60 Qianfan-Konstellation, populärer unter dem Begriff „Tausend Segel“ in eine niedrige, annähernd polare Erdumlaufbahn. Startort war das nordchinesische Raumfahrtzentrum Taiyuan. Es war die neunte Satellitengruppe für diese zweite Breitband-Megakonstellation Chinas. Bislang wurden damit 144 Satelliten für dieses Netzwerk gestartet.