Header

Die lebhafte chinesische Startaktivität hält weiter an. Nur einen Tag nach dem Start eines Erdbeobachtungssatelliten und dreier kleiner Technologiesatelliten brachte China am 4. November erneut einen Navigationssatelliten der Beidou-Reihe in den Orbit. Dieses Mal handelt es sich um Beidou-3I3, die dritte Einheit der Beidou-Phase 3, die auf eine inklinierte geostationäre Bahn gebracht wird. Als Trägerrakete wurde eine Langer Marsch 3B/G3 eingesetzt.

Weiterlesen: China startet Beidou-3I3

China brachte am 3. November mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B den Erdbeobachtungssatelliten Gaofen 7 in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan aus, der in der Provinz Chanxi liegt. Mit an Bord der Rakete befanden sich auch drei Kleinsatelliten. Zum zweiten Mal bei einem chinesischen Start wurden an der Trägerrakete Grid Fins verwendet, geriffelte, bewegliche aerodynamische Steuerflächen, mit denen die nach dem Brennschluss herabfallende Erststufe gesteuert werden kann.

Weiterlesen: Grid Fins jetzt auch für chinesische Trägerraketen

Am 2. November brachte eine Antares 230+ Trägerrakete von Northrop Grumman den Raumfrachter Cygnus NG-12 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Von dort aus brachte sich das Raumfahrzeug mit seinen Bordtriebwerken auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Einer Tradition von Northrop Grumman folgend trägt das Versorgungsraumschiff den Namen einer bedeutenden verstorbenen Person der Raumfahrt-Szene. Dieses Mal wurde sie auf den Namen S.S. Alan Bean getauft, nach dem Apollo 12- und Skylab 3-Astronauten Alan Bean, der am 26. Mai 2018 im Alter von 86 Jahren gestorben war.

Weiterlesen: Antares schickt Cygnus NG-12 mit Nachschub zur ISS

China brachte am 17. Oktober den vierten Satelliten der "Tongxin Jishu Shiyang Weixing"-Serie in den Orbit. Der Start erfolgte vom Startkomplex 3 des in Zentralchina gelegenen Weltraumbahnhofs Xichang. Als Trägerrakete wurde eine Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt. Wie bei den drei vorausgegangenen Einheiten bleibt auch der Einsatzzweck von TJSW-4 unklar.

Weiterlesen: China bringt geheime Nutzlast in den Orbit

Am 17. Oktober brachte eine Electron-Trägerrakete der Firma Rocketlab erfolgreich einen einzelnen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn. Es war die insgesamt neunte Mission des neuseeländischen Startups und die fünfte in diesem Jahr. Alle Einsatzflüge verliefen bislang erfolgreich. Wie bei Rocketlab üblich bekam die Mission einen Spitznamen, der dieses Mal "As the Crow Flies" lautete. Das war eine Referenz zur Nutzlast, der Corvus-Plattform von Astro Digital, die hier als "Palisade Technology Demonstrator" bezeichnet wurde.

Weiterlesen: Rocketlab auch mit Flug Nummer 9 erfolgreich

Northrop Grumman brachte am 11. Oktober an Bord einer Pegasus XL den NASA-Forschungssatelliten ICON in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte über der Eastern Test Range vor der Küste Floridas. Das Trägerflugzeug, das die Rakete absetzte, eine modifizierte Lockheed L1011, war eine knappe Stunde vor dem Abwurf der Pegasus vom "Skid Strip" der Luftwaffenbasis Cape Canaveral aus gestartet. Die so genannte "Absetz-Box", die das Flugzeug mit der Rakete unter dem Bauch ansteuerte, lag 160 Kilometer ost-nordöstlich von Cape Canaveral. Es war der 44. und möglicherweise letzte Flug einer Northrop Grumman Pegasus XL.

Weiterlesen: ICON - Erfolg nach eineinhalb Jahren Wartezeit

Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Briz M brachte vom Kosmodrom in Baikonur aus zwei recht unterschiedliche und dennoch sehr ähnliche Raumfahrzeuge auf einen supersynchronen Transferorbit. Bei dem einen handelt es sich um das so genannte Mission Extension Vehicle 1 (kurz: MEV 1) und bei dem anderen um dem Kommunikationssatelliten Eutelsat  West B, der in Zusammenarbeit zwischen Airbus Defence and Space und Northrop Grumman entstanden ist.

Weiterlesen: Proton M startet MEV-1 und Eutelsat 5 West B

Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4C brachte am 3. Oktober den chinesischen Erdbeobachtungssatelliten Gaofen 10R in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Der Satellit ist die Ersatzeinheit für den bei einem Fehlstart am 31. August 2016 verlorenen Gaofen 10. Das Raumfahrzeug ist Bestandteil des chinesischen CHEOS-Programms (für: China High-Definiton Earth Orbit System). Das CHEOS-Programm kann in etwa mit dem Copernicus-Programm der EU verglichen werden.

Weiterlesen: Gaofen 10R beobachtet für China die Erde

Nach einer kurzen Periode mit insgesamt neun Besatzungsmitgliedern auf der ISS, wurde nach dem Abkoppeln und der Rückkehr von Sojus MS-12 am 3. Oktober wieder die "normale" Besatzungsstärke hergestellt. Zusammen mit dem Sojus-Commander (und scheidendem Kommandanter der Expedition 60) Alexei Owtschinin kehrten auch der US-Astronaut Nick Hague und der erste Astronaut der Arabischen Emirate Hassa al-Mansuri zur Erde zurück.

Weiterlesen: Sojus MS-12 kehrt zur Erde zurück

Unterkategorien