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Indien brachte am 26. November den Meeres-Beobachtungssatelliten EOS-6, besser bekannt unter der Bezeichnung Oceansat-3, in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Als Träger wurde eine Rakete des Typs PSLV in der Variante XL, also der schwersten Version, eingesetzt. Startort war das Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der ostindischen Insel Shriharikota. Mit an Bord befanden sich noch acht Mikrosatelliten mit einem Gewicht zwischen 1,5 und 18 Kilogramm. Es war der 56. Einsatz einer PSLV-Rakete.

Weiterlesen: PSLV XL für Indien im Einsatz

SpaceX brachte am 23. November mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 den europäischen Kommunikationssatelliten Eutelsat-10B in eine supersynchrone geostationäre Transferbahn. Dabei schien das Wetter an diesem Tag keine Chance auf einen Start zuzulassen. Entsprechend den Wetterregeln in Cape Canaveral lag die Wahrscheinlichkeit für bis kurz vor dem Liftoff bei nur etwa zehn Prozent. Doch dann tat sich rechtzeitig eine Wolkenlücke auf und die Falcon 9 konnte abheben. Es war ihre letzte Reise, denn zum dritten Mal innerhalb eines Monats startete bei dieser Mission eine Falcon 9 im „Verbrauchsmodus“ um das maximale an Leistung der Rakete einsetzen zu können. Es war der 195. Orbitalstart für SpaceX seit Bestehen des Unternehmens und der insgesamt fünfte Missionsauftrag von Eutelsat für SpaceX.

Weiterlesen: Falcon 9 bring Eutelsat-10B ins All

Fast 50 Jahre nach dem letzten Flug einer Saturn V-Trägerrakete startete am 16. November wieder eine Trägerrakete ähnlicher Größenordnung und Aufgabenstellung vom Kennedy Space Center aus zum Mond. Nach Jahren der Vorbereitung und zahlreichen Verzögerungen aus den unterschiedlichsten Gründen (zuletzt durch Probleme mit dem Betankungs-Equipment und dem Hurricane Nicole) absolvierte an diesem Tag das SLS (für: Space Launch System) endlich seinen lang erwarteten Jungfernflug. Der offenbar perfekt verlief, sieht man von deutlichen Schäden an der Startanlage 39B einmal ab, der durch die Flammenstrahlen der beiden mächtigen Feststoffbooster und der vier RS-25 Haupttriebwerke der Zentralstufe verursacht wurden.

Weiterlesen: SLS schickt Orion zum Mond

Am 16. November war China erneut mit einem Orbitalstart aktiv, und erneut erfolgte die Mission von Jiuquan aus. Als Träger wurde dieses Mal eine privat entwickelte vierstufige Kleinträgerrakete des Typs Ceres-1 eingesetzt. Dieser Träger wird gebaut und betrieben von einem Unternehmen mit der Bezeichnung Galactic Energy. In Anlehnung an die Gebräuche bei Rocket Lab bekam die Mission einen Slogan, der „Young For You“ lautete. Die Nutzlast bestand aus fünf Erdbeobachtungssatelliten der Jilin-1 Gaofen-03D-Reihe, die in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn gebracht werden.

Weiterlesen: Ceres-1 bringt fünf Jilin-Satelliten in den Orbit

Die hohe chinesische Startfrequenz hält weiter an. Am 15. November brachte das Land der Mitte einen militärischen Aufklärungssatelliten mit der Bezeichnung Yaogan 34-03 in eine Erdumlaufbahn mittlerer Inklination. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 4C verwendet. Startort war das nordwestchinesische Raumfahrtzentrum Jiuquan. Es war der 450. Start einer Rakete der Langer Marsch-Reihe und die 52. Mission Chinas in diesem Jahr.

Weiterlesen: China startet Yaogan 34-03

Ein fast schon historischer Booster in der Trägerflotte von SpaceX – er trägt die Baunummer 1051 - unternahm am 12. November seinen letzten Flug. Bei der Startmission für die beiden Kommunikationssatelliten Galaxy 31 und 32, seinem 14. Einsatz, wurde er „verbraucht“. Er ging somit den gleichen Weg wie alle anderen Orbitalraketen weltweit mit Ausnahme – normalerweise – von SpaceX. Es war der 52. Orbitalstart von SpaceX im laufenden Jahr und es war die zweite von insgesamt drei geplanten „Expendable-Missionen“ im Monat November. Der Transport von Galaxy 31 und 32 ist der dritte Startauftrag, den SpaceX von Intelsat erhält. Es war auch der 185. Start einer Falcon 9 seit Einführung des Typs im Jahre 2010.

Weiterlesen: Galaxy 31 und 32: Seltener „Verbrauchsflug“ für Falcon 9

Beim zweiten Start innerhalb von nur gut drei Stunden brachte China am 12. November das unbemannte Versorgungsraumfahrzeug Tianzhou 5 auf den Weg zur nationalen Raumstation. Startort war das Raumfahrtzentrum Wenchang am Gelben Meer. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 7 eingesetzt. Die Tianzhou-Raumschiffe sind direkte Abkömmlinge der experimentellen Tiangong-Raumstationsmodule, mit denen China bei drei bemannten Missionen den Betrieb einer Raumstation übte.

Weiterlesen: Tianzhou 5 versorgt die chinesische Raumstation

Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 6A brachte am 11. November den Umwelt-Beobachtungssatelliten Yunhai-3 in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Es war erst der zweite Einsatz für eine Trägerrakete dieses Typs. Startort war das nordchinesische Raumfahrtzentrum Taiyuan. Es war der 50. Orbitaleinsatz Chinas in diesem Jahr.

Weiterlesen: Langer Marsch 6A bringt Yunhai-3 in den Orbit

Dass sich die Dienstzeit der Atlas 5 langsam ihrem Ende zuneigt ist daran erkennbar, dass es zunehmend zu „letzten Einsätzen“ dieser Rakete kommt. Am 10. November erfolgte in diesem Sinne der letzte Einsatz einer Rakete dieses Typs von der Space Force Basis Vandenberg aus. Bei diesem Einsatz brachte die Version 401 dieses Trägers – es ist die leichteste Variante der Atlas 5 – den Wettersatelliten JPSS-2 der nationalen Umweltbehörde der Vereinigten Staaten für die Überwachung der Meere und der Ozeane (NOAA) auf eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Mit an Bord war auch eine Technologie-Nutzlast mit der Bezeichnung LOFTID.

Weiterlesen: Letzter Westküstenstart für Atlas 5

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