Header

Am 9. Juli 2018 führte der russische Raumfrachter Progress MS-09 das schnellste Rendezvous  in der Geschichte der Internationalen Raumstation durch. Zwischen dem Start in Baikonur und dem Anlegen am Pirs-Modul vergingen weniger als vier Stunden und es wurden nur zweieinhalb Erdumkreisungen benötigt. Es war bereits der dritte Anlauf für die Durchführung eines superschnellen Rendezvous und diesmal klappte es. Eigentlich sollten auch Progress MS-07 und MS-08 einen derart schnellen Transfer durchführen. Bei beiden Missionen musste der Start aber jeweils wenige Sekunden vor dem Liftoff abgebrochen werden. Beim jeweils zweiten Startversuch waren dann die perfekten Ausgangsbedingungen nicht mehr gegeben, und die Transporter mussten dann das zweitägige Standard-Rendezvousverfahren mit 36 Erdorbits anwenden. Bedingungen für ein superschnelles Rendezvous ergeben sich nicht zufällig, sondern müssen viele Wochen im Voraus sorgfältig geplant werden.

Weiterlesen: Superschnelles Vier-Stunden-Rendezvous

Bei der zweiten Mission innerhalb von weniger als 24 Stunden brachte China am 9. Juli einen Beidou-Navigationssatelliten auf eine geostationäre Transferbahn. Als Trägerrakete wurde die dreistufige Langer Marsch 3A eingesetzt. Startort war der zentralchinesische Weltraumbahnhof Xichang. Es war dies der 32. Beidou-Satellit seit dem Jahre 2000, die bereits siebte Beidou-Einheit in diesem Jahr und es war bereits die 20. Mission in diesem Jahr.

Weiterlesen: …und ein Navigationssatellit für China

China brachte am 9. Juli vom Weltraumzentrum Jiuquan aus zwei Erdbeobachtungssatelliten für Pakistan in den Orbit. Der eine war der "Pakistan Remote Sensing Satellite 1" (oder kurz: PRSS-1), bei dem anderen Raumfahrzeug handelt es sich um PakTES-1A (für: Pakistan Technology Evaluation Satellite 1A). Die beiden Raumfahrzeuge wurden auf einer polaren, sonnensynchronen Erdumlaufbahn abgesetzt. Es war dies der erste von zwei chinesischen Orbitalstarts an diesem Tag.

Weiterlesen: Zwei Erdbeobachtungssatelliten für Pakistan…

Wieder wurde bei SpaceX ein Abschnitt der Produktions- und Entwicklungsgeschichte abgeschlossen, und der nächste Technologie-Schritt begonnen. Am 29. Juni startete vom Launch Pad 40 der Luftwaffenbasis  Cape Canaveral die letzte Falcon 9 mit einer Basisstufe der Block 4-Baureihe. Die Oberstufe entsprach dabei bereits dem von nun an gültigen Block 5-Standard. Die Nutzlast bestand in einer Dragon-Kapsel für die Versorgung der Internationalen Raumstation. Dieses Raumfahrzeug trug die Bezeichnung CRS-15 (für: Commercial Resupply Service).

Weiterlesen: CRS-15 startet mit letzter Block 4 Falcon 9

China brachte am 27. Juni vom zentralchinesischen Weltraumbahnhof Xichang zwei Technologiesatelliten mit den Bezeichnungen XJSW-A und XJSW-B in den Orbit. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C verwendet. Die Nachricht kommt ein wenig überraschend, denn eigentlich war für diesen Termin und diesen Ort der Start eines Trios von Aufklärungssatelliten der Yaogan 30-Reihe vorgesehen. Die Mission war der 18. Orbital- oder Sondenstart Chinas in diesem Jahr.

Weiterlesen: Überraschungsnutzlasten ersetzen Militär-Aufklärer

Russland brachte am 17. Juni kurz vor Mitternacht mitteleuropäischer Zeit einen neuen Navigationssatelliten der Glonass-M Reihe in eine halbsynchrone Erdumlaufbahn. Startort war der  nordrussische Weltraumbahnhof Plesetzk. Als Trägerrakete wurde eine Sojus 2.1b mit einer „Fregat“-Oberstufe eingesetzt. Glonass ist das russische Analogon zum amerikanischen GPS-System. Seine Anfänge gehen auch fast genauso weit zurück wie die des US-Gegenstücks. Erste Satelliten starteten bereits 1982.

Weiterlesen: Russland verstärkt Glonass-Konstellation

Am 6. Juni startete der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst von Baikonur aus zu seinem zweiten Orbitalflug. Mit ihm an Bord des Raumschiffes Sojus MS-09 sind die NASA-Astronautin Serena Auñón-Chancellor und der russische Sojus-Kommandant Sergei Prokopjew. Für die beiden letzteren ist es die erste Mission ins All. Sie stoßen jetzt zur Crew der Expedition 56, bestehend aus Commander Drew Feustel und Rick Arnold von der NASA, sowie dem russischen Flugingenieur Oleg Artemjew. Diese drei befinden sich bereits seit dem 21. März im Orbit.

Weiterlesen: Alexander Gerst beginnt seine zweite Mission

China startete am 5. Juni 2016 den Wettersatelliten Fengyun-2H in eine geostationäre Transferbahn. Die Mission begann an der Startanlage 3 des Weltraumbahnhofs Xichang in Zentralchina. Von dort aus wurden auch die sieben Vorgänger von Fengyun-2H gestartet. Als Träger wurde, wie bei allen Einheiten zuvor mit Ausnahme von Fengyun 2A und 2B eine Rakete des Typs Langer Marsch 3A eingesetzt. Der Start erfolgte um 13:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Es war der 50. Orbital- oder Raumsondenstart des Jahres 2018.

Weiterlesen: Der letzte Spinner dient der Wettervorhersage

Unterkategorien