Weniger als einen Tag nach dem Start von Progress MS-10 von Baikonur ging ein weiterer Nachschubfrachter für die Internationale Raumstation auf die Reise. Dieses Mal vom US-Weltraumbahnhof Wallops Island aus. Die Durchführung der Mission lag bei Northrop Grumman, das erst kürzlich mit dem bisherigen Startdienstleister Orbital Sciences fusioniert hatte. Dabei wurde das Raumschiff Cygnus NG-10, von Northrop Grumman auf den Namen "S.S. John Young" getauft, mit einer Antares 230-Rakete gestartet. Der Name des Frachters bezieht sich auf den Astronauten (und zweimaligen Mondflieger) John Young, der am 5. Januar im Alter von 87 Jahren gestorben war.

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Russland startete am 16. November den Raumfrachter Progress MS-10 mit annähernd drei Tonnen Fracht zur Internationalen Raumstation. Die Mission begann an der Startrampe 1 des russischen (aber in Kasachstan gelegenen) Weltraumbahnhofs Baikonur. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Sojus FG eingesetzt, exakt die baugleiche Variante der Sojus, mit der es am 11. Oktober zu einem Fehlschlag bei einem bemannten Start gekommen war. Mit dem erfolgreichen Start wird erwartet, dass die russische Raumfahrtagentur Roskosmos jetzt grünes Licht für einen bemannten Start am 3. Dezember gibt.

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Auch der zweite orbitale Einsatz der neuen indischen Schwerlast-Trägerrakete GSLV Mark III verlief erfolgreich. Bei dem Einsatz brachte das Vehikel den Kommunikationssatelliten GSAT 29 auf eine geostationäre Transferbahn. Damit ist der Weg frei für den Einsatz des Trägers als Transportmedium für Indiens erste Mondlandesonde.

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Am 15. November brachte SpaceX den Kommunikationssatelliten Es'Hail-2 für das Emirat Katar in den Orbit. Der Start erfolgte an der historischen Startanlage 39A des Kennedy Space Centers. Als Träger wurde eine Falcon 9 Block 5 - Rakete eingesetzt. Dabei wurde ein "flight-proven" Booster verwendet, also eine Erststufe, die bereits einen früheren Einsatz absolviert hat. Dieser Start erfolgte seinerzeit von der Startanlage 40 aus. Es war der 18. Einsatz für SpaceX in diesem Jahr, und der 63. Flug einer Falcon 9-Rakete.

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Das neuseeländische Unternehmen Rocketlab brachte am 11. November, beim ersten kommerziellen Einsatz ihrer Elektron-Rakete, sieben Kleinnutzlasten erfolgreich in den Orbit. Der Start erfolgte vom Startkomplex 1 auf der neuseeländischen Halbinsel Mahia, wo sich der privat betriebene Raumflughafen des Unternehmens befindet. Der Einsatz war der dritte Flug einer Elektron. Die beiden ersten Einsätze im Mai 2017 und im Januar 2018 galten als Testflüge.

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