Der Ausbau der Starlink-Konstellation von SpaceX geht weiter zügig voran. Nur zwei Tage nach der vorausgegangenen Transportmission brachte das Unternehmen am 12. August weitere 46 Satelliten in den Orbit. Dieses Mal in die so genannte „Schale 3“, in der sich die Satelliten auf einer nahezu polaren Umlaufbahn befinden. Wegen des höheren Energieaufwandes, diesen Orbit zu erreichen, nahm die Falcon 9-Trägerrakete dieses Mal sechs Einheiten weniger mit, als beim Start am 10. August.

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Man gewinnt in diesem Jahr den Eindruck, dass fast ausschließlich die Vereinigten Staaten und China Raumfahrt betreiben, nur selten unterbrochen von gelegentlichen russischen Starts. Alle anderen Raumfahrtnationen beteiligen sich nur ganz sporadisch mit vereinzelten Missionen am Geschehen. Ein wenig erinnert die gegenwärtige Situation an die Zeit des kalten Krieges in den 60er und 70er-Jahren, als Weltraumstarts fast ausschließlich Sache der Sowjetunion und der USA waren.

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Die russischen Streitkräfte brachten am 9. August einen militärischen Erdbeobachtungssatelliten in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Neben diesem Satelliten mit der Bezeichnung Khayyam wurden noch 16 CubeSats für verschiedene russische Institute und Universitäten in die Umlaufbahn transportiert. Der Start erfolgte von dem in Kasachstan gelegenen russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus. Als Träger wurde eine dreistufige Rakete des Typs Sojus 2.1b Fregat eingesetzt. Der Einsatz war der 100. Orbitalstart des laufenden Jahres.

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SpaceX brachte am 10. August die 52 Satelliten umfassende Starlink Gruppe 4-26 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die Mission begann an der historischen Startanlage 39A des Kennedy Space Centers. Damit geht die Bestückung der „Schale 4“ des Systems weiter voran. Starlink ist inzwischen in 36 Ländern auf der Erde nutzbar. Es war die 35. Mission von SpaceX in diesem Jahr. Als Rekorde für SpaceX gab es dieses Mal die 100. Wiederverwendung einer Nutzlastverkleidung und das Überschreiten der Zahl von 3.000 Einheiten bisher gestarteter Starlinks.

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China ist nicht nur in der staatlichen Raumfahrt, sondern auch auf dem privaten Trägersektor gut unterwegs. In diesem Zusammenhang startete das Unternehmen Galactic Energy am 9. August ihre selbstentwickelte, feststoffbetriebene Ceres 1-Trägerrakete. Es war der dritte Einsatz eines Trägers dieses Typs. An Bord befanden sich drei Umweltbeobachtungssatelliten. Die Ceres 1-Mission war der 30. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres.

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