Beim vorletzten Einsatz einer Trägerrakete des Typs Sojus FG brachte dieser Träger am 20. Juli das bemannte Raumfahrzeug Sojus MS-13 in eine Erdumlaufbahn. An Bord befanden sich Sojus-Kommandant Alexander Skortsow, Luca Parmitano von der europäische Weltraumagentur ESA und der US-Astronaut Andrew Morgan. Der Start erfolgte um 18:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der historischen Startanlage 1/5 des Kosmodroms in Baikonur. Von dieser Anlage aus war bereits Juri Gagarin vor 58 Jahren als erster Mensch in den Orbit gestartet.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Blok DM-03 brachte am 12. Juli das deutsch-russische Röntgenteleskop Spektr-RG auf den Weg zum Librationspunkt L2 des Erde-Sonne-Systems. Der Start erfolgte um 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 81/24 des russischen Weltraumbahnhofs Baikonur. Die Nutzlast wurde gut zwei Stunden nach dem Start von der Blok DM-03 Oberstufe ausgesetzt.

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Russland führte am 10. Juli einen überraschenden Orbitalstart durch, bei dem vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk aus vier klassifizierte Satelliten auf eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurden. Für die Mission wurde die relativ selten eingesetzte Sojus 2.1v Volga verwendet, ein Träger der unteren Mittelklasse. Der Start kam insofern überraschend, weil es auch in Russland in den letzten Jahren üblich war, militärische Starts lange im Vorfeld anzukündigen.

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Der Fehlstart einer VEGA-Trägerrakete der Arianespace führte am 11. Juli zu einem der schwersten Versicherungsschäden in der Geschichte der Raumfahrt. Etwa zwei Minuten nach dem Liftoff vom VEGA Launch Complex in Kourou erlosch aus noch ungeklärter Ursache der Feststofftreibsatz der zweiten Stufe und die Rakete stürzte in den Atlantik. Mit ihr der Falcon Eye 1-Aufklärungssatellit, den Airbus SAS für die Vereinigten Arabischen Emirate gebaut hatte. Es war der erste Fehlstart einer VEGA. Vierzehn vorausgegangene Missionen waren erfolgreich verlaufen.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ brachte am 5. Juli insgesamt 33 Satelliten in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war der sibirische Weltraumbahnhof Wostotschny. Hauptnutzlast an Bord des Trägers war der Wettersatellit Meteor M 2-2. Das Raumfahrzeug ist die Ersatzeinheit für ein baugleiches Fluggerät, das bei einem Fehlstart im Jahre 2017 verloren ging. Es war der vierte Start von Wostotschny aus, seit dieses Raumfahrtzentrum im Jahr 2016 seinen Dienst aufnahm. Bislang ist dort allerdings nur eine einzige Rampe in Betrieb, eben die für die Sojus-Raketen.

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