Wieder einmal verzeichnete SpaceX eine Reihe von Erstleistungen. Beim Start am 24. Mai brachte das Unternehmen die ersten 60 Satelliten der firmeneigenen Starlink-Konstellation in den Orbit. Der Start der Satellitengruppe und die Landung der ersten Stufe verliefen perfekt. Alle 60 Satelliten haben sich inzwischen beim Bodenkontrollzentrum gemeldet und sind in guter Verfassung. Der Transport stellte die schwerste Gesamtnutzlast dar, die SpaceX bis heute gestartet hat.

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Der Start des militärischen chinesischen Aufklärungssatelliten Yaogan 33 ist gescheitert. Die offizielle Bestätigung kam allerdings erst einen halben Tag nach dem Ereignis. Da es sich um eine militärische Mission handelt wäre aber selbst bei ordnungsgemäßem Ablauf die Nachrichtenlage dünn geblieben. Die Meldung des Fehlschlages verbreitete sich aber bald nach dem Beginn der Mission durch chinesische Blogger. Es gibt Rumor, dass der Fehler bei der zweiten Zündung der dritten Stufe auftrat, bei der die Bahn des Satelliten zirkularisiert werden sollte. Bestätigt ist das noch nicht.

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Am 17. Mai brachte China erneut einen Beidou-Navigationssatelliten in den Orbit. Der Start von Beidou 2G8 erfolgte von der Startanlage 2 des zentralchinesischen Raumfahrtzentrum Xichang aus. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3C/G2 eingesetzt. Es war die achte chinesische Orbitalmission des Jahres, und die siebte, die erfolgreich verlief. Der Satellit gehört zur Phase 2 des Beidou-Systems, das sowohl aus geostationären Satelliten wie auch Einheiten auf halbsynchronen Bahnen in gut 20.000 Kilometern Höhe, besteht. China hat auch bereits eine ganze Reihe von Einheiten für die Phase 3 des Beidou-Systems gestartet, mit welcher der unbeschränkte weltweite Einsatz der Konstellation sichergestellt werden soll.

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Die indische Raumfahrtagentur ISRO brachte am 22. Mai einen militärischen Radar-Aufklärungssatelliten mit der Bezeichnung RISAT-2B in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war die Anlage 1 des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Als Träger wurde eine Rakete des Typs PSLC-CA eingesetzt. Mit diesem Start beginnt das Land eine grundlegende Modernisierung und Erweiterung seiner weltraumgestützten Beobachtungskapazitäten. RISAT-2B dient als Ersatz und Erweiterung der Kapazitäten, die bislang der vor 10 Jahren gestartete (und von Israel Aerospace Industries gebaute) RISAT-2 bot.

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So kurz kann der Weg vom Newcomer zum bewährten Startdienstleister sein. Auch die fünfte Einsatzmission (die sechste insgesamt) der  Rocketlab Electron verlief perfekt. Und auch dieses Mal handelte es sich an diesem 5. Mai, wie schon beim letzten Flug vor gut vier Wochen um eine Mission des US-Verteidigungsministeriums. Letztes Mal lief die Mission unter der Order der DARPA, der Defense Advanced Resarch Agency, dieses Mal war das "Space Test Programm" (kurz: STP), das auf der Kirtland Luftwaffenbasis in New Mexico stationiert ist, die auftraggebende Organisation. Bei diesem Flug wurden drei Satelliten mit den Bezeichnungen SPARC-1, Falcon ODE und Harbinger in die Umlaufbahn transportiert. Wie schon bei den vorausgegangenen Rocketlab-Flügen erhielt auch dieser Einsatz einen speziellen Namen. Dieses Mal war das "That's a funny loocking cactus", eine Anspielung auf New Mexico, wo das STP ansässig ist.

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