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Mit einem Start für die US-Luftwaffe schloss SpaceX das Raumfahrtjahr 2018 ab. Bei der Mission am 23. Dezember brachte eine Falcon 9 Block 5 des Unternehmens den ersten Navigationssatelliten einer neuen Generation in den Orbit. Es handelt sich dabei um die erste Einheit der von Lockheed Martin gebauten GPS-3 Satelliten. Die Luftwaffe ließ sich den Start einiges kosten, bezahlte einen deutlich höheren Preis für die Rakete an SpaceX als üblich und kaufte eine neue Rakete die in der "expendable"-Version geflogen wurde. Sie war also nicht mit einer Landeausrüstung wie den Grid Fins ausgerüstet und verfügte auch nicht über Landebeine.

Weiterlesen: Falcon 9 bringt Vespucci in den Orbit

Eine Rakete des Typs Langer Marsch 11 brachte am 22. Dezember den ersten Satelliten der Hongyun-Konstellation in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Ihr Einsatzzweck ist die weltweite Übertragung von Internet-Breitbanddiensten aus dem niedrigen Erdorbit. Insgesamt sollen bis 2022 156 Satelliten im Einsatz sein, die in Höhen zwischen 160 und 2.000 Kilometern stationiert werden. Jeder der Satelliten soll in der Lage sein, 500 Megabyte an Daten pro Sekunde zu übertragen.

Weiterlesen: Testsatellit der Hongyun-Konstellation gestartet

Bei einem der recht selten gewordenen Starts einer russischen Trägerrakete des Typs Proton M Briz M brachten die russischen Streitkräfte am 21. Dezember den militärischen Kommunikationssatelliten Blagovest 13 L direkt in den geostationären Orbit. Nach dem erfolgreichen Start erhielt das Raumfahrzeug die Bezeichnung Kosmos 2533. Es ist der erste Start einer Proton M seit mehr als acht Monaten und erst der zweite in diesem Jahr insgesamt. Die Proton M galt früher als einer der russischen Standardträger mit häufig mehr als zehn Starts pro Jahr.

Weiterlesen: Proton M startet Blagovest 13L

Mit einer sicheren Landung ging die ziemlich ungewöhnliche Reise von Sojus MS-09 zu Ende. Die Drei-Nationen-Crew, bestehend aus dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst, dem Sojus-Kommandanten Sergei Prokopjew und der NASA-Medizinerin Serena Auñón-Chancellor, setzte im Landemodul des Raumfahrzeugs am 20. Dezember um 6:03 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der schneebedeckten Steppe auf. Die drei hatten 196 Tage an Bord der ISS verbracht, und von dort dreieinhalb Stunden vor der Landung abgelegt. Für  Prokopjew und Auñón-Chancellor war es der jeweils erste Raumflug gewesen. Für Gerst war es bereits die zweite Mission. Er hat damit eine Gesamtaufenthaltsdauer im Weltraum von 362 Tagen zu Buche stehen.

Weiterlesen: Alexander Gerst und Crew sicher zurück auf der Erde

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus ST-A "Fregat" brachte am 19. Dezember vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou im französischen Übersee-Département Französisch-Guayana aus im Auftrag der Arianespace einen Militärsatelliten in eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung CSO-1 und wurde im Auftrag des französischen Verteidigungsministeriums transportiert. Es war der insgesamt 20. Start einer Sojus-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou aus.

Weiterlesen: CSO-1 späht für Frankreichs Militär

Indiens Raumfahrt schloss am 19. Dezember ein sehr erfolgreiches Jahr mit dem perfekten Start einer verbesserten Version der GSLV Mark II-Rakete ab. Es war der insgesamt siebte indische Orbitalstart in diesem Jahr. GSLV steht dabei für "Geosynchronous Satellite Launch Vehicle". In der Mark II-Variante ist der Träger die zweitstärkste indische Orbitalrakete nach der GSLV Mark III. Dieses Mal brachte sie den Kommunikationssatelliten GSAT 7A für die indische Luftwaffe auf einen supersynchronen Transferorbit. Es ist der schwerste Satellit, der jemals mit einer eigenen indischen Trägerrakete in den Orbit gebracht wurde.

Weiterlesen: GSLV Mark II beschließt indisches Raumfahrtjahr

Die zweite Einsatzmission der Rocketlab Elektron innerhalb eines Montas stand ganz im Zeichen der NASA. Die hatte die Mission komplett gekauft und ließ vom Privatanbieter RocketLab insgesamt 13 Cubesats starten. Die Mission begann am privaten Spaceport des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia in Neuseeland, die etwa 380 Kilometer südwestlich von Auckland liegt. Dort befindet sich auch das Hauptkontrollzentrum des Unternehmens. Die Mission bekam die inoffizielle Bezeichnung "This One's for Pickering", nach Sir William Pickering, der in Neuseeland geboren wurde und später das NASA-Team leitete, das Explorer 1 entwickelte und baute, den ersten US-Satelliten. Später wurde Pickering Direktor des Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Weiterlesen: Elektron fliegt für Sir William Pickering

Nur gut einen halben Tag nach dem Start einer Langer Marsch 2D vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan startete am 7. Dezember vom zentralchinesischen Startplatz Xichang aus die Landesonde Chang’e 4 zum Mond. Das Raumfahrzeug soll kurz nach dem Jahreswechsel im 186 Kilometer durchmessenden Von Kármán-Krater in der südlichen Hemisphäre der Mondrückseite niedergehen und dort einen Rover mit der Bezeichnung Yutu 2 aussetzen, der die nähere Umgebung des Landeplatzes erkunden wird. Der Rover könnte dabei über einen Zeitraum von einem Jahr oder mehr eine Strecke von bis zu zehn Kilometer erforschen.

Weiterlesen: Chang’e 4 unterwegs zum Mond

Am 7. Dezember brachte China vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan eine Reihe kleinerer Nutzlasten in einen polaren, sonnensynchronen Orbit. Bei den beiden primären Nutzlasten handelt es sich um SaudiSAT 5A und 5B. Zusätzlich waren noch zehn chinesische Mikro- und Nanosatelliten an Bord. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt. Es war der 35. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres.

Weiterlesen: China bringt SaudiSAT 5A und 5B in den Orbit

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