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14 Monate nach dem erfolgreichen Testflug der SpaceX Falcon Heavy-Rakete begann am 12. April die „Einsatzlaufbahn“ dieses Trägers. Bei dieser zweiten Mission der neuen Schwerlastrakete befand sich erstmals ein zahlender Kunde an Bord, nämlich Arabsat-6A für den arabischen Satellitenbetreiber Arabsat. Beim Jungfernflug im vergangenen Jahr wollte noch kein kommerzieller oder institutioneller Kunde einen Satelliten der unerprobten Rakete anvertrauen, weshalb SpaceX-Firmeninhaber Elon Musk kurzerhand seinen alten Tesla Roadster zur Nutzlast erklärte und ihn in einer spektakulären Mission auf eine interplanetare Trajektorie schickte, die bis zur Bahn des Planeten Mars reicht. Insgesamt war es der vierte Start für SpaceX in diesem Jahr.

Weiterlesen: Falcon Heavy - Erfolg beim ersten Einsatzflug

Beim fünften und letzten Start für den Aufbau der O3b-Konstellation brachte am 4. April eine russische Trägerrakete des Typs Sojus ST-B vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou aus das letzte Viererpaket von O3b-Satelliten in den Orbit. Die Mission begann nur sechs Stunden nach dem Start einer weiteren Sojus-Trägerrakete, die von Baikonur aus Progress MS-11 in den Weltraum transportiert hatte.

Weiterlesen: Sojus ST-B macht 03b-Konstellation komplett

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1a brachte am 4. April einen neuen Progress-Nachschubtransporter für die Crew der Internationalen Raumstation in den Orbit. Es ist dies die erste reine Versorgungsmission zur ISS des Jahres 2019 (beim SpX-DM 1-Testflug vor einem Monat wurden allerdings ebenfalls schon 450 Kilogramm Nutzlast zur ISS gebracht). Erstmals wurde dabei ein Raumschiff auf eine "superschnelle" Transferbahn zur Station geschickt. Drei Stunden und 23 Minuten, und nach dem Absolvieren von nur gut zwei Erdumkreisungen, legte die Progress auch schon am Pirs-Modul der ISS an. Das Standardverfahren für einen Transfer zur ISS dauerte bislang zwei Tage.

Weiterlesen: Progress MS-11 bringt Nachschub zur ISS

Am 1. April schickte Indien seinen EMISAT-Spionagesatelliten auf eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war die Rampe 2 des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Als Träger wurde eine Rakete des Typs PSLV-QL eingesetzt. Die Version QL ist eine neue Variante dieses indischen Standardträgers, der bei diesem Einsatz seinen 47. Flug erlebte, und den es nunmehr in vier Versionen gibt. Als XL mit sechs Feststoff-Zusatzboostern, als QL mit vier Boostern, als DL mit zwei Boostern und als CA ohne Zusatzraketen für die Startunterstützung. In diesem Fall steht das "CA" als "Core Alone". Es gab bislang auch noch die PSLV-G, ebenfalls mit sechs Boostern wie die XL ausgerüstet, diese aber in einer schwächeren Variante.

Weiterlesen: Indien startet EMISAT und 28 Cubesats

Am 31. März trat die erste Einheit einer neuen Generation chinesischer Datenrelay-Satelliten ihre Reise in den Orbit an. Startort war die Anlage 2 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B in der Version G2 eingesetzt. Der Start dieses Satelliten war bereits für das vergangene Jahr vorgesehen gewesen, verzögerte sich aber dann aus unbekannten Gründen.

Weiterlesen: Neuer chinesischer Datenrelay-Satellit im Orbit

Eine Kleinträgerrakete des Typs Rocket Lab Electron brachte in den frühen Morgenstunden des 29. März mitteleuropäischer Zeit einen Satelliten im Auftrag der US-Defense Advanced Research Projects Agency (kurz: DARPA) in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Startkomplex der neuseeländischen "Stammbasis" des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia an der Ostseite der neuseeländischen Nordinsel. Die einzige Nutzlast an Bord war ein Technologie-Demonstrator des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit der Bezeichnung R3D2 (für: Radio frequency Risk Reduction Deployment Demonstration). Es war der insgesamt fünfte Einsatz einer Rocket Lab Electron.

Weiterlesen: Rocket Lab Electron startet Nutzlast für DARPA

Am 27. März scheiterte der private chinesische Trägerraketenentwickler One Space mit dem Jungfernflug seines OS-M1 Mikro-Launchers. Das bedeutete, dass ZeroGLab, ebenfalls ein chinesisches Startup, ihren Lingque-1B Satelliten verlor, der sich an Bord der Rakete befand. Mit diesem Fehlschlag scheiterte nach dem Fehlstart von Landspace im Oktober 2018, auch das zweite chinesische Startup innerhalb eines halben Jahres beim Jungfernflug ihrer jeweiligen Trägerraketen.

Weiterlesen: One Space scheitert mit OS-M1 beim Jungfernflug

Am 22. März fand eine nahezu rein italienische Orbitalmission statt. Dabei brachte eine  Trägerrakete des Typs Vega, die weitgehend unter italienischer Leitung entwickelt und gebaut wird, den italienischen Satelliten PRISMA auf eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. PRISMA ist ein Erdbeobachtungssatellit der italienischen Raumfahrtagentur ASI (Agenzia Spaziale Italiana) der von OHB Italia, dem italienischen Ableger der deutschen OHB System AG in Tortona (zwischen Genua und Mailand) konstruiert und gebaut wurde. Die Mission fand unter der Leitung der Arianespace statt, für die PRISMA das insgesamt 600. Raumfahrzeug war.

Weiterlesen: Vega transportiert PRISMA in den Orbit

Eine Trägerrakete des Typs Delta 4 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 17. März den insgesamt 10. Wideband Global SATCOM (kurz: WGS 10) der US-Luftwaffe auf eine geostationäre Transferbahn. Für diese Satelliten-Typenreihe (Bezeichnung: WGS Block II-Follow-on) war es ursprünglich der letzte Start. Doch nun sieht es so aus, als würde die US-Luftwaffe, der Kunde des Raumfahrzeugs, noch zwei weitere Einheiten kaufen. Für die eingesetzte Trägerrakete, die Delta 4-Medium, war es der vorletzte Einsatz. Die WGS-Raumfahrzeuge sind Gefechtsfeld-Satelliten. Sie dienen der Funk- und Videoverbindung mit den Kampfeinheiten und sie übertragen Daten an und von Marschflugkörper und Drohnen direkt in die Kommandozentralen.

Weiterlesen: Delta 4 startete Kommunikationssatelliten für die US-Luftwaffe

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