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Eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA brachte am Abend des 20. Juni die beiden Kommunikationssatelliten AT&T T-16 und Eutelsat 7C in den Orbit. Die Mission mit der Arianespace-Bezeichnung VA 248 begann am Anfang des 47-Minuten langen Startfensters um 23:43 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18:43 Uhr Ortszeit in Guayana). Startort war der  Startkomplex 3 des Europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana. Es war der insgesamt 104. Einsatz einer Ariane 5, und der 71. Flug mit der ECA-Version dieses Trägers. VA 248 war die zweite Mission einer Ariane 5 in diesem Jahr.

Weiterlesen: Ariane 5 bringt AT&T T-16 und Eutelsat 7C in den Orbit

SpaceX hat die für die nächsten sechs bis neun Monate voraussichtlich letzte Mission von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus unternommen. Booster 1051 startete im berüchtigten Westküstennebel bei seinem zweiten Einsatz mit der wahrscheinlich teuersten Nutzlast, die je eine Falcon 9-Rakete in den Orbit gebracht hatte. Der komplette mehr als einstündige Start und die Landung der ersten Stufe in der nur 400 Meter von der Startposition entfernten Landing Zone 4 verliefen perfekt. Booster 1051 war im März für den Start des ersten – noch unbemannten – Crew Dragon eingesetzt worden. Die Mission war der 72. Flug einer Falcon 9. 71 dieser Flüge verliefen erfolgreich.

Weiterlesen: SpaceX startet drei Radarsats von Vandenberg

Eine Erstleistung für die chinesische Raumfahrt war am 5. Juni der Start einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 11 von einer Meeresplattform. Die Langer Marsch 11 basiert auf der mobilen Interkontinentalrakete DF-31 und startet im so genannten „Kaltstartverfahren“. Das bedeutet, dass sie mit einer Kartusche aus einem zylindrischen Transportbehälter ausgeworfen wird, und erst in der Luft zündet. Dieses militärische Startverfahren sieht in hohem Maße spektakulär aus, denn die quasi „hochgeworfene“ Rakete scheint zunächst in 30 Meter Höhe für einen Moment stillzustehen, bevor der Feststofftreibsatz der ersten Stufe zündet. Die Prozedur ist in diesem Film gut zu erkennen.

Weiterlesen: Langer Marsch 11 startet von Plattform im Gelben Meer

Starts der Proton sind in den letzten Jahren relativ selten geworden. Früher wurde dieser Trägertyp bis zu einem dutzend Mal pro Jahr eingesetzt. Die fragwürdige Zuverlässigkeit der Rakete hat in den letzten Jahren fast alle internationalen Kunden verschreckt. Nationale russische Kunden sind aber verpflichtet, diesen Träger weiter zu verwenden. Und so kam er beim Start des russischen Kommunikationssatelliten Yamal 601 wieder einmal zu einem Einsatz. Es war der erste Start einer Proton M seit Dezember 2018 und der insgesamt 419. Start einer Proton überhaupt, seit ihrem Debut im Jahre 1965.

Weiterlesen: Proton M liefert Yamal 601 in den Orbit

Spektakulärer geht es nicht. Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b Fregat startete am 27. Mai von der Startanlage 43/4 des nordrussischen Kosmodroms Plesetzk mit einem russischen Glonass-Navigationssatelliten an Bord. Der Komplex ist momentan die einzige einsatzbereite von insgesamt drei Sojus-Startanlagen auf dem Kosmodrom. Die beiden anderen Rampen, 43/3 und 16/2 werden derzeit renoviert.

Weiterlesen: Glonass M trotzt Blitz und Donner

Wieder einmal verzeichnete SpaceX eine Reihe von Erstleistungen. Beim Start am 24. Mai brachte das Unternehmen die ersten 60 Satelliten der firmeneigenen Starlink-Konstellation in den Orbit. Der Start der Satellitengruppe und die Landung der ersten Stufe verliefen perfekt. Alle 60 Satelliten haben sich inzwischen beim Bodenkontrollzentrum gemeldet und sind in guter Verfassung. Der Transport stellte die schwerste Gesamtnutzlast dar, die SpaceX bis heute gestartet hat.

Weiterlesen: SpaceX bringt erste Starlink-Gruppe in den Orbit

Der Start des militärischen chinesischen Aufklärungssatelliten Yaogan 33 ist gescheitert. Die offizielle Bestätigung kam allerdings erst einen halben Tag nach dem Ereignis. Da es sich um eine militärische Mission handelt wäre aber selbst bei ordnungsgemäßem Ablauf die Nachrichtenlage dünn geblieben. Die Meldung des Fehlschlages verbreitete sich aber bald nach dem Beginn der Mission durch chinesische Blogger. Es gibt Rumor, dass der Fehler bei der zweiten Zündung der dritten Stufe auftrat, bei der die Bahn des Satelliten zirkularisiert werden sollte. Bestätigt ist das noch nicht.

Weiterlesen: Fehlschlag für China - Yaogan 33 scheitert

Die indische Raumfahrtagentur ISRO brachte am 22. Mai einen militärischen Radar-Aufklärungssatelliten mit der Bezeichnung RISAT-2B in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war die Anlage 1 des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Als Träger wurde eine Rakete des Typs PSLC-CA eingesetzt. Mit diesem Start beginnt das Land eine grundlegende Modernisierung und Erweiterung seiner weltraumgestützten Beobachtungskapazitäten. RISAT-2B dient als Ersatz und Erweiterung der Kapazitäten, die bislang der vor 10 Jahren gestartete (und von Israel Aerospace Industries gebaute) RISAT-2 bot.

Weiterlesen: RISAT-2B späht für Indiens Streitkräfte

Am 17. Mai brachte China erneut einen Beidou-Navigationssatelliten in den Orbit. Der Start von Beidou 2G8 erfolgte von der Startanlage 2 des zentralchinesischen Raumfahrtzentrum Xichang aus. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3C/G2 eingesetzt. Es war die achte chinesische Orbitalmission des Jahres, und die siebte, die erfolgreich verlief. Der Satellit gehört zur Phase 2 des Beidou-Systems, das sowohl aus geostationären Satelliten wie auch Einheiten auf halbsynchronen Bahnen in gut 20.000 Kilometern Höhe, besteht. China hat auch bereits eine ganze Reihe von Einheiten für die Phase 3 des Beidou-Systems gestartet, mit welcher der unbeschränkte weltweite Einsatz der Konstellation sichergestellt werden soll.

Weiterlesen: China verstärkt Beidou-Konstellation

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