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Die United Launch Alliance (ULA) brachte am 13. November mit einer Trägerrakete des Typs Atlas 5 einen Aufklärungssatelliten des National Reconnaissance Office (NRO) auf eine Umlaufbahn hoher Inklination. Der Einsatz war gleichzeitig ein wichtiger Meilenstein für die Flugerprobung der zukünftigen Vulcan-Rakete der ULA, denn als Booster wurden erstmals Treibsätze des Typs GEM-63XL verwendet. Das ist derselbe Typ von Feststoff-Zusatzraketen welche auch die neue Vulcan-Rakete einsetzen wird.

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Für eine aufstrebende Raumfahrtnation mit normalerweise mehr als einem halben Dutzend Starts jährlich ist der gegenwärtige Zustand ungewöhnlich. Indien brauchte bis zum November für die Durchführung des ersten Orbitalstarts des Jahres. Zurückzuführen ist dies auf die Auswirkungen der Covid 19-Krise, der zu einer monatelangen Schließung aller indischen Raumfahrteinrichtungen führte. Entsprechend lang ist nun die Warteliste an Satelliten. Die aktuelle Mission war ursprünglich schon für den Dezember 2019 geplant gewesen.

Weiterlesen: ISRO nach Covid-Pause wieder aktiv

Am 7. November brachte China erneut einen kommerziellen Kleinträger mit Feststoffantrieb auf den Markt: Die Ceres-1. Die Mission der von Galactic Energy entwickelten und gebauten Rakete verlief erfolgreich. Bei dem Einsatz wurde der Tianqi-11 Satellit (auch als Scorpio-1 bezeichnet) abgesetzt. Galactic Energy ist ein nur drei Jahre altes Startup mit einer Zahl von gerade einmal 100 Mitarbeitern.

Weiterlesen: Erstflug der Ceres 1 erfolgreich

China brachte am 6. November mit einer Rakete des Typs Langer Marsch 6 insgesamt 13 Kleinsatelliten in den Orbit. Startort war der nordchinesische Weltraumbahnhof Taiyuan. Bei den Raumfahrzeugen handelt es sich um zehn Satelliten der argentinischen Aleph 1-Konstellation. Sowie drei chinesische Einheiten mit den Bezeichnungen Bei Hangkong Shi 1, Tianyan 05 und BY 70-3.

Weiterlesen: Langer Marsch 6 mit 13 Kleinsatelliten unterwegs

Eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 brachte um 0:24 Uhr mitteleuropäischer Zeit den US-Navigationssatelliten GPS III-04 in den Transferorbit für eine halbsynchrone Erdumlaufbahn hoher Inklination. Die Mission hätte schon am 2. Oktober stattfinden sollen. Damals wurde aber nur zwei Sekunden vor dem Abheben der Startvorgang abgebrochen, weil ein Sensor irreguläre Werte beim Hochfahren der Gasgeneratoren erkannte. Die nachfolgende Untersuchung führte zu einem Austausch von zwei Triebwerken an der Rakete. Wie immer bei den GPS-Satelliten der dritten Generation erhielt auch diese Einheit einen Eigennamen. Dieses Mal war es „Sacagawea“, der Name einer Schoschoni, die als Kundschafterin für die Lewis- und Clarke Expedition im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts tätig war. Der Flug war die 20. SpaceX-Mission in diesem Jahr. Alle Missionen verliefen erfolgreich.

Weiterlesen: Falcon 9 sendet Sacagawea ins All

Rocketlab unternahm am 28. Oktober die fünfte Mission des Jahres, und die vierte, die erfolgreich verlief. An Bord des Electron-Mikrolaunchers befanden sich zehn Kleinsatelliten im Gesamtgewicht von 80 Kilogramm. Die Mission bekam wie jedes Mal bei Rocketlab einen eigenen Namen. Dieses Mal war das „In Focus“, was Bezug nahm auf die Erde, denn alle Kleinraumfahrzeuge an Bord waren Erdbeobachtungssatelliten. Die Bahn führte auf einen sonnensynchronen, polaren Erdorbit.

Weiterlesen: Elektron wieder „In Focus“

Drei militärische Funkaufklärer mit der Bezeichnung Yaogan 30-07-01 bis 30-07-03 und ein Kleinsatellit der Tianqi-Konstellation mit der Bezeichnung Tianqi-6 wurden am 26. Oktober vom zentralchinesischen Weltraumbahnhof Xichang aus in eine niedrige Erdumlaufbahn transportiert. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C verwendet. Der Start war ein kleines Jubiläum für die chinesische Raumfahrt, denn es war der 350. Start einer Trägerrakete der Langer Marsch-Reihe. Für die Langer Marsch 2C war es der 57. Einsatz.

Weiterlesen: China bringt Aufklärungssatelliten in den Orbit

Nach einer Pause von fast sechs Jahren brachte Russland am 25. Oktober wieder einen Navigationssatelliten der Glonass K-Reihe in den Orbit. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ eingesetzt. Startort war das nordrussische Raumfahrtzentrum in Plessezk. Nach dem erfolgreichen Start erhält das Raumfahrzeug die militärische Bezeichnung Kosmos 2547.

Weiterlesen: Nach langer Pause wieder ein Glonass-K

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