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Man muss sich wirklich fragen, was China mit der immensen Zahl von Erdbeobachtungssatelliten anstellt, die das Land seit Jahren startet. Es sind Jahr für Jahr mehrere Dutzend. Am 13. Oktober ging wieder ein Satellit dieser Kategorie in den Orbit. Er trägt die Bezeichnung Huanjing-2E (auch als S-SAR 01 bezeichnet), ist ein Radarbeobachter und soll für das Ministerium für Krisenmanagement eingesetzt werden. Der Start erfolgte vom nordchinesischen Raumfahrtzentrum in Taiyuan aus. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C verwendet.

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Noch vor einigen Jahren war die Proton eine der am häufigsten weltweit eingesetzten Trägerraketen. Zehn oder mehr Starts pro Jahr waren die Regel. Aber in der Zwischenzeit ist es ziemlich ruhig geworden um diesen Träger. In den letzten Jahren, weil er nicht gerade durch Zuverlässigkeit glänzte (auf je 10 Flüge kam in etwa ein Fehlstart), zum anderen, weil er für eine Satellitenkategorie optimiert war, die heute immer weniger gestartet wird und nun kommt noch Russlands unseliger Überfall auf die Ukraine hinzu, der dem Land schlagartig alle  westlichen Kunden kostete. Unter anderem betraf das die europäische ExoMars-Mission mit dem Rosalind Franklin-Rover, der eigentlich im September mit einer Proton M zum Mars hätte starten sollen.

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Das ist bitter. Der erste und wahrscheinlich einzige japanische Orbitalflug des Jahres scheiterte am 12. Oktober. Die acht Kleinsatelliten an Bord gingen dabei verloren. Geplant war es, mit dem Epsilon-Kleinträger zwei Erdbeobachtungssatelliten und sechs Technologiedemonstratoren auf eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Die verunglückte Mission begann am Uchinoura Space Center in der Präfektur Kagoshima. Es war der sechste Einsatz einer Epsilon im Zeitraum von neun Jahren. Die fünf vorausgegangenen Missionen waren erfolgreich verlaufen.

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Russland brachte am 10. Oktober einen Satelliten der Glonass K-Reihe in eine mittelhohe Erdumlaufbahn und verstärkte damit das bestehende Navigationssatelliten-Netz. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung Glonass K1 Nr. 17. Trotz dieser Nummer ist es aber tatsächlich erst die fünfte Einheit der K-Reihe, die in den Orbit geht. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ verwendet. Startort war das nordrussische Kosmodrom Plessezk. Nach dem erfolgreichen Start erhielt die Einheit die militärische Bezeichnung Kosmos 2559.

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China brachte am 9. Oktober das Advanced Spaceborne Solar Observatory (kurz: ASO-S) auf eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug wird auch als Kuafu-1 bezeichnet, nach einem Riesen in der chinesischen Mythologie, der (vergeblich) die Sonne fangen wollte. Dieser Beiname war das Ergebnis eines öffentlichen Namensgebungs-Wettbewerbes für den Satelliten in China. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt. Es ist bereits der zehnte Einsatz für diesen Typ im laufenden Jahr. Startort war das Raumfahrtzentrum Jiuquan in Nordchina.

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SpaceX brachte am 09. Oktober die beiden Kommunikationssatelliten Galaxy 33 und 34 auf eine subsynchrone geostationäre Transferbahn. Eine solche Bahn erlaubt es SpaceX, beide Satelliten gleichzeitig zu starten und trotzdem noch genügend Treibstoffreserven für eine sichere Landung an Bord mitzuführen. Die Mission begann an der Startanlage 40 der Cape Canaveral Space Force Station. Es war der 46. SpaceX-Orbitaleinsatz des laufenden Jahres und der 180. Start einer Falcon 9-Rakete.

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Rocket Lab brachte am 7. Oktober mit einer Trägerrakete des Typs Electron den Satelliten Argos-4 in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Wie bei Rocket Lab üblich bekam die Mission einen Slogan. Der lautete dieses Mal: „Its Argos Up From Here“, ein Spiel mit der englischen idiomatischen Wendung „it’s all downhill from here“ (von hier aus geht’s nur noch bergab). Es war die insgesamt 31. Mission von Rocket Lab seit Bestehen des Unternehmens und der achte Einsatz des laufenden Jahres. Das ist ein Rekord für Rocket Lab für die Anzahl an Starts pro Jahr.

Weiterlesen: Rocket Lab bringt Argos 4 ins All

China brachte am 7. Oktober mit einer Kleinträgerrakete des Typs Langer Marsch 11H zwei Satelliten zur Unterstützung des Beidou-Navigationssystems in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte von einer ferngesteuerten Barke aus, die nur drei Kilometer vor der Küste der 640.000-Einwohnerstadt Haiyang im nördlichen Gelben Meer vor Anker lag.

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Nur sieben Stunden nach dem Start der SpaceX Crew 5-Mission von Cape Canaveral aus schickte SpaceX auf der anderen Seite der USA die Starlink-Mission 4-29 von der Space Force Basis Vandenberg aus ins All. Das ist das bislang kürzeste Intervall zwischen zwei SpaceX-Missionen seit Bestehen des Unternehmens. An Bord befanden sich 52 neue Einheiten der Internet-Konstellation. Es war die 45. Mission von SpaceX im laufenden Jahr.

Weiterlesen: SpaceX schickt Starlink 4-29 von Vandenberg in den Orbit

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