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Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Blok DM-03 brachte am 12. Juli das deutsch-russische Röntgenteleskop Spektr-RG auf den Weg zum Librationspunkt L2 des Erde-Sonne-Systems. Der Start erfolgte um 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 81/24 des russischen Weltraumbahnhofs Baikonur. Die Nutzlast wurde gut zwei Stunden nach dem Start von der Blok DM-03 Oberstufe ausgesetzt.

Weiterlesen: Proton-M startet Spektr-RG

Der Fehlstart einer VEGA-Trägerrakete der Arianespace führte am 11. Juli zu einem der schwersten Versicherungsschäden in der Geschichte der Raumfahrt. Etwa zwei Minuten nach dem Liftoff vom VEGA Launch Complex in Kourou erlosch aus noch ungeklärter Ursache der Feststofftreibsatz der zweiten Stufe und die Rakete stürzte in den Atlantik. Mit ihr der Falcon Eye 1-Aufklärungssatellit, den Airbus SAS für die Vereinigten Arabischen Emirate gebaut hatte. Es war der erste Fehlstart einer VEGA. Vierzehn vorausgegangene Missionen waren erfolgreich verlaufen.

Weiterlesen: VEGA scheitert mit Falcon Eye 1

Russland führte am 10. Juli einen überraschenden Orbitalstart durch, bei dem vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk aus vier klassifizierte Satelliten auf eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurden. Für die Mission wurde die relativ selten eingesetzte Sojus 2.1v Volga verwendet, ein Träger der unteren Mittelklasse. Der Start kam insofern überraschend, weil es auch in Russland in den letzten Jahren üblich war, militärische Starts lange im Vorfeld anzukündigen.

Weiterlesen: Russischer Überraschungsstart mit vier Geheimsatelliten

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ brachte am 5. Juli insgesamt 33 Satelliten in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war der sibirische Weltraumbahnhof Wostotschny. Hauptnutzlast an Bord des Trägers war der Wettersatellit Meteor M 2-2. Das Raumfahrzeug ist die Ersatzeinheit für ein baugleiches Fluggerät, das bei einem Fehlstart im Jahre 2017 verloren ging. Es war der vierte Start von Wostotschny aus, seit dieses Raumfahrtzentrum im Jahr 2016 seinen Dienst aufnahm. Bislang ist dort allerdings nur eine einzige Rampe in Betrieb, eben die für die Sojus-Raketen.

Weiterlesen: Sojus 2.1b bringt 33 Satelliten in den Orbit

Beim dritten Einsatz in diesem Jahr brachte eine Rocketlab Electron sieben Satelliten in den Orbit. Der Start erfolgte vom Launch Complex 1 des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia, die auf der neuseeländischen Nordinsel liegt. Ab Ende dieses Jahres will Rocketlab auch Flüge von der US-Basis in Wallops Island in Virginia durchführen. Diese Anlage wird dann die Bezeichnung Lauch Complex 2 tragen. Die aktuelle Mission war insgesamt der siebte Einsatz einer Electron. Alle Einsätze, mit Ausnahme des Erstfluges, waren erfolgreich.

Weiterlesen: Auch der dritte Rocketlab-Flug in 2019 erfolgreich

Zum zweiten Mal innerhalb von nur elf Wochen setzte SpaceX am 25. Juni eine Falcon Heavy für eine Startmission ein. Dieser Träger ist derzeit die schwerste und leistungsstärkste Trägerrakete der Welt. Der Flug war der komplexeste Einsatz, den SpaceX bisher absolviert hatte. Die Mission trug den Titel Space Test Program 2 (STP-2), lief unter der Leitung der US-Luftwaffe, und umfasste 24 zivile und institutionelle Nutzlasten, die auf unterschiedlichen Bahnen abgesetzt werden mussten.

Weiterlesen: Falcon Heavy meistert komplexe Mission

In den frühen Morgenstunden des 25. Juni kehrte das russische Raumschiff Sojus MS-11 nach einer Einsatzdauer von 204 Tagen wieder zur Erde zurück.  Die Landung in der Steppe von Kasachstan erfolgte um 4:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit. An Bord der Landekapsel befanden sich der Sojus-Kommandant Oleg Kononenko, die NASA-Astronautin Anne McClain und der kanadische Astronaut David Saint-Jacques von der Canadian Space Agency. Das Ende der Mission hatte bereits am 23. Juni mit der Übergabe des Kommandos an Bord der ISS begonnen. Neuer Kommandant der Raumstation ist nun der Roskosmos-Kosmonaut Alexei Owtschinin.

Weiterlesen: Sojus MS-11 kehrt zur Erde zurück

China tat am 24. Juni einen weiteren Schritt zur Vervollständigung seines Beidou-Navigationssatellitensystems. Der Start des neuen Raumfahrzeugs mit der Bezeichnung Beidou-3I2 (auch als Beidou 45 bezeichnet) erfolgte von der Startanlage 3 des Weltraumbahnhofs Xichang in Zentralchina. Als Trägerrakete wurde eine Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt. Beidou-3I2 ist Teil des geostationären Elementes der Phase 3 des Systems und wird auf einer inklinierten Bahn eingesetzt. Insgesamt soll es drei Raumfahrzeuge auf inklinierten Bahnen geben. Beidou-3I2 ist die zweite Einheit dieser Art.

Weiterlesen: Weiterer Baustein für Chinas Beidou-System im All

Eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA brachte am Abend des 20. Juni die beiden Kommunikationssatelliten AT&T T-16 und Eutelsat 7C in den Orbit. Die Mission mit der Arianespace-Bezeichnung VA 248 begann am Anfang des 47-Minuten langen Startfensters um 23:43 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18:43 Uhr Ortszeit in Guayana). Startort war der  Startkomplex 3 des Europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana. Es war der insgesamt 104. Einsatz einer Ariane 5, und der 71. Flug mit der ECA-Version dieses Trägers. VA 248 war die zweite Mission einer Ariane 5 in diesem Jahr.

Weiterlesen: Ariane 5 bringt AT&T T-16 und Eutelsat 7C in den Orbit

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