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Am 6. Dezember startete zum zehnten Mal insgesamt, und zum sechsten Mal in diesem Jahr, eine Kleinträgerrakete des Typs Rocketlab Electron vom neuseeländischen Startplatz Mahia aus in eine niedrige Erdumlaufbahn. Wie immer bei Rocketlab erhielt der Flug einen eigenwilligen Namen, der dieses Mal „running out of fingers“ lautete, der Missionszahl 10 geschuldet. Bei diesem Einsatz wurden insgesamt sieben Kleinsatelliten in einen niedrigen Erdorbit transportiert. Zweck des Fluges war es auch, erste Versuche für eine unbeschädigte Rückführung der ersten Stufe der Electron durchzuführen, um künftig eine Wiederverwendung des Boosters zu ermöglichen. Es war die sechste Rocketlab-Mission des Jahres.

Weiterlesen: „Running out of Fingers“ erfolgreich

Weniger als einen Tag nach dem Start von Cartosat 3 in Indien brachte auch China einen weiteren Erdbeobachtungssatelliten in eine polare Umlaufbahn. Der Start erfolgte an der Startanlage 9 des Weltraumbahnhofs Taiyuan in Nordchina. Als Träger wurde eine Langer Marsch 4C-Rakete eingesetzt. Der Satellit, Gaofen 12, gehört zum CHEOS-Programm Chinas (für: China High-definition Earth Observation System), das dem europäischen Kopernikus-System vergleichbar ist. Es war der 29. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres.

Weiterlesen: China bringt Gaofen 12 in den Orbit

Indien brachte am 27. November die erste Einheit einer neuen Generation von Erdbeobachtungssatelliten in den Orbit. Als Trägerrakete wurde eine PSLV-XL eingesetzt, der stärksten von mehreren Versionen dieses Trägertyps. Mit an Bord waren noch 13 Nanosatelliten. Es war der insgesamt 49. Einsatz einer PSLV über alle Versionen.

Weiterlesen: PSLV ist mit Cartosat 3 und 13 Cubesats erfolgreich

Die Ariane-Mission VA 250 (Vol Ariane 250) war für die Arianespace und die ArianeGroup im Speziellen, aber auch allgemein für die europäische Raumfahrt ein Grund zum Feiern. Es war der 250. Start einer Ariane Rakete (seit dem Erstflug der Ariane 1 am 24.12.1979) und traf damit auch fast exakt das 40jährige Jubiläum des Erststarts einer Ariane. Bei dieser besonderen Mission brachte eine Ariane 5 ECA die beiden Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F5 und TIBA-1 in eine geostationäre Transferbahn. Der Start war, wie immer bei europäischen Satellitenmissionen, vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guyana aus erfolgt.

Weiterlesen: Jubiläumsstart für Ariane

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1v „Volga“ brachte am 25. November vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk aus einen Militärsatelliten unbekannten Auftrages in den Orbit. Das offizielle Statement nach dem Start lautete recht lakonisch, dass die Rakete eine „Nutzlast befördere, welche für Aufgaben des Verteidigungsministeriums“ konzipiert worden sei.

Weiterlesen: Sojus 2.1v bringt militärische Geheimnutzlast in den Orbit

Mit dem neuerlichen Start zweier chinesischer Navigationssatelliten nähert sich das Beidou-System seiner Fertigstellung. Die Mission von Beidou 3M-21 und 3M-22 (auch: Beidou 50 und 51) erfolgte vom Satellitenstartzentrum Xichang aus. Als Trägerrakete wurde eine Langer Marsch 3B GZ/Y-1 verwendet. Die beiden Raumfahrzeuge gehören zum Segment der Konstellation, das auf mittelhohen Orbits eingesetzt wird. Es war der sechste Start des Jahres zur Vervollständigung der Beidou-Konstellation.

Weiterlesen: Beidou-Konstellation nahezu komplett

Beim zweiten chinesischen Orbitalstart innerhalb von weniger als drei Stunden brachte China am 13. November vom Raumfahrtzentrum Taiyuan aus fünf Erdbeobachtungssatelliten in eine Erdumlaufbahn mit niedriger Inklination. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 6 eingesetzt. Dieser Typ erlebte damit seinen insgesamt dritten Einsatz. Als Missionszweck der Satelliten wird „Fernerkundung“ angegeben, ohne dass aber Details bekannt wurden, welcher Art diese „Fernerkundung“ ist. Vermutungen gehen dahin, dass es sich um elektronische Aufklärung handelt.

Weiterlesen: Zweiter chinesischer Start innerhalb von drei Stunden

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