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Die Tage der russischen Kleinträgerrakete Rokot sind gezählt. Bei ihrem wahrscheinlich drittletzten Einsatz brachte sie einen militärischen Geodäsie-Satelliten der Geo-IK-2 Reihe in den Orbit. Diese Einheiten gehören zur dritten Generation russischer Satelliten dieser Aufgabenstellung, die sowohl zivile als auch militärische Anwendung hat.

Weiterlesen: Rokots drittletzter Einsatz erfolgreich

Eine Trägerrakete der United Launch Alliance (ULA) brachte am 22. August einen Navigationssatelliten des US GPS-Systems auf eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Es handelte sich um die letzte Trägerrakete der Delta 4-Medium-Reihe (Delta 4 M). Dieser Typ wird nun nach fast 17 Jahren aus dem Betrieb genommen. Ihren erster Einsatz hatte sie am 20. November 2002, als ein Träger dieses Typs den Kommunikationssatelliten Eutelsat W5 in einen geostationären Transferorbit brachte. Von der Delta 4 werden zukünftig nur noch einige wenige Exemplare der "Delta Heavy" fliegen, allerdings sind auch deren Tage gezählt.

Weiterlesen: Delta 4 Medium geht nach GPS-Start in Rente

Obwohl es sich um eine eher unspektakuläre Testmission handelt, ist es der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos dennoch gelungen, mit dem Start von Sojus MS-14 ein erhebliches weltweites Aufsehen zu erregen. An Bord befindet sich diesmal nämlich nicht eine menschliche Crew, sondern ein humanoider Roboter mit der Bezeichnung "Skybot 850" und dem Spitznamen "Fjodor". Der Hauptzweck der Mission ist es allerdings, das Zusammenspiel neuer oder überarbeiteter Flugsysteme des (normalerweise) bemannten Sojus-MS Raumschiffes mit der zukünftig als Trägerrakete eingesetzten Sojus 2.1a zu testen. Seit Oktober 2002 wurde für die bemannten Einsätze ausschließlich die Sojus FG verwendet.

Weiterlesen: Skybot 850 "Fjodor" auf dem Weg zur ISS

Nur neun Minuten nach dem Start einer Langer Marsch 3B in Zentralchina fand bereits der nächste Satellitenstart statt. Dieses Mal war eine Electron von Rocketlab in das Geschehen involviert. Der Kleinträger brachte von der neuseeländischen Halbinsel Mahia aus vier Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die Mission war der vierte Rocketlab-Flug in diesem Jahr und der achte insgesamt. Wie immer bei Rocketlab bekam auch diese Mission einen Spitznamen, der dieses Mal "Look Ma, No Hands" lautete.

Weiterlesen: Rocketlab Electron wieder erfolgreich

China erprobte am 17. August mit der vierstufigen Jielong-1 zum zweiten Mal in diesem Jahr, und zum vierten Mal innerhalb der letzten zehn Monate, einen neuen Kleinträger. Zwei dieser vier Erstflüge, unter ihnen der aktuelle, waren erfolgreich. Startort war der nordchinesische Weltraumbahnhof Jiuquan. Die Mission wurde von der China Long March Rocket Corporation gemanagt, einer Ausgründung der CALT (China Academy of Launch Vehicle Technology).

Weiterlesen: China erprobt Jielong-1 erfolgreich

Am 8. August brachte eine Atlas-Rakete der United Launch Alliance (ULA) den fünften Satelliten des Advanced Extremely High Frequency (AEHF) Programms der US-Luftwaffe in den Orbit. Diese Satelliten bieten für die US-Streitkräfte und ihre Alliierten störsicheren und verschlüsselten militärischen Datenverkehr. Sie sind das Nachfolgesystem zum Milstar-Kommunikationsnetzwerk, das zwischen 1994 und 2003 errichtet worden ist. Deren Satelliten nähern sich langsam ihrer technischen Altersgrenze und werden nach und nach durch AEHF-Einheiten ersetzt. AEHF wird am Ende eine Konstellation von sechs Satelliten bilden.

Weiterlesen: Atlas 5 startet AEHF-5 von Cape Canaveral

Das ist man bei SpaceX nicht mehr gewöhnt. In einem der selten gewordenen "expendable"-Starts, bei dem der Erststufenbooster nicht geborgen wurde, brachte das Unternehmen am 7. August den israelischen Kommunikationssatelliten AMOS-17 in eine geostationäre Transferbahn. Für eine Falcon 9 Block 5 ist es überhaupt erst das zweite Mal, dass sie als klassische "Wegwerfrakete" eingesetzt wird, aber die hohe Startmasse des Satelliten ließ keine andere Wahl zu. Eingesetzt wurde für diesen Flug "Core 1047.3", also ein Booster, derzuvor schon zwei Einsätze absolviert hatte, und für den es nun der dritte (und letzte) Flug war. Dementsprechend waren auch alle Landevorrichtungen an der Rakete demontiert.

Weiterlesen: Falcon 9 bringt AMOS-17 in den Orbit

Auch der dritte Einsatz einer Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECS in diesem Jahr verlief perfekt. Nach dem Liftoff vom Startkomplex 3 des europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou, in der ersten Sekunde des verfügbaren Startfensters, lieferte die Rakete eine gute halbe Stunde später ihre beiden Nutzlasten exakt im vorgesehenen geostationären Transferorbit ab. Bei den beiden Raumfahrzeugen handelt es sich um den europäischen Datenrelay-Satelliten EDRS-C und den US-Kommunikationssatelliten Intelsat 39. Die Mission trug die Arianespace Bezeichnung VA 249 (Vol Ariane Nr. 249). Es war der 105. Flug einer Ariane 5-Rakete.

Weiterlesen: Perfekte Ariane-Mission VA 249

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