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Am 22. Februar war SpaceX wieder einmal an einer Raumfahrterstleistung mit großer Zukunftswirkung und erheblicher öffentlicher Anteilnahme beteiligt. An diesem Tag brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 Block 5 nicht nur einen indonesischen Kommunikationssatelliten und eine experimentelle Nutzlast der US-Luftwaffe auf eine supersynchrone Transferbahn für einen geostationären Orbit, sondern transportierte bei derselben Mission auch den ersten privaten Mondlander weltweit ins All. Alle drei Raumfahrzeuge wurden auf derselben Transferbahn abgeliefert. Für zwei davon ist es der Absprungpunkt für einen geostationären Orbit, für das Dritte, den israelischen Mondlander Beresheet, ist es der Startpunkt für die Weiterreise zum Mond.

Weiterlesen: Falcon 9 bringt Beresheet auf den Weg zum Mond

Russlands erster Satellitenstart des Jahres 2019 erfolgte am 21. Februar. Als Träger wurde eine Sojus 2-1b "Fregat" eingesetzt. Der Start erfolgte vom Kosmodrom in Baikonur aus. Nutzlast war der von Reshetnew für Ägypten gebaute Erdbeobachtungssatellit EgyptSat-A. Es war, wie leider so oft in der russischen Raumfahrt, eine knappe Sache. Eine Weile war es unklar, ob das Raumfahrzeug im korrekten sonnensynchronen Orbit abgeliefert wurde, nachdem es zu einer deutlichen Minderleistung der dritten Stufe des Trägers gekommen war. Letztendlich erreichte das Raumfahrzeug aber dank der Reserven der Fregat-M Oberstufe die vorgesehene Umlaufbahn.

Weiterlesen: Knapper Erfolg für Russland und EgyptSat-A

Am 5. Februar eröffnete auch Europa das Raumfahrtjahr 2019. Eine Ariane 5 ECA brachte an diesem Tag vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou aus die beiden Kommunikationssatelliten Hellas Sat 4/SaudiGeoSat-1 und GSAT-31 in eine geostationäre Transferbahn. Die Mission läuft auch unter der Bezeichnung VA 247 (für: vol Ariane Nr. 247). Es war der 103. Einsatz einer Ariane 5.

Weiterlesen: Ariane 5 bringt Hellas Sat 4 und GSAT-31 in den Orbit

Am 5. Februar scheiterte auch der zweite iranische Versuch innerhalb von nur drei Wochen, einen Satelliten in einen Erdorbit zu bringen. Dieses Mal war eine Trägerrakete des Typs Safir am Fehlschlag beteiligt. Der Satellit "Dousti" der Technischen Universität Sharif ging verloren. Dousti ist 52 Kilogramm schwer und sollte Erdbeobachtung mit einem Auflösungsvermögen von 30 Meter pro Bildpunkt durchführen.

Weiterlesen: Der Iran scheitert noch einmal

Am 24. Januar brachte eine indische Trägerrakete des Typs PSLV vom Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der ostindischen Insel Shriharikota den militärischen Aufklärungssatelliten MICROSAT-R und den Technologiedemonstrator Kalamsat in polnahe Erdumlaufbahnen. Der Träger flog dabei erstmals in einer neuen Variante, der Version DL, mit der eine Lücke im Leistungsspektrum der bisher existierenden Varianten der PSLV geschlossen wird. Die Mission war insgesamt der 46. Einsatz einer PSLV. Bis auf zwei waren alle Flüge erfolgreich.

Weiterlesen: Erstflug für Indiens PSLV-DL

China startete am 21. Januar mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 11 vier Kleinsatelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war das Raumfahrtzentrum Jiuquan in Nordchina. Bei den Raumfahrzeugen handelt es sich um zwei weitere Einheiten der Jilin-Konstellation für Hyperspektralbeobachtungen der Erde, sowie um zwei Technologie-Cubesats. Es war der insgesamt sechste Start eines Trägers des Typs Langer Marsch 11.

Weiterlesen: Jilin-Konstellation wird weiter ausgebaut

Nach wochenlangen Verzögerungen brachte am 19. Januar eine Delta Heavy der United Launch Alliance den mysteriösen Aufklärungssatelliten NRO-L71 des National Reconnaissance Office (NRO) in eine recht ungewöhnliche, stark südlich geneigte Erdumlaufbahn. Eine Reihe technischer Probleme und unpassendes Wetter hatten den Start immer wieder verzögert. Allein im Dezember gab es insgesamt vier vergebliche Versuche, NRO-L71 auf den Weg zu bringen.

Weiterlesen: NRO-L71 startet von Vandenberg

Eine vierstufige japanische Epsilon-Rakete brachte am 18. Januar sieben Kleinsatelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Es war der insgesamt vierte Einsatz einer Rakete dieses Typs seit seiner Einführung im Jahre 2013. Der Start der 26 Meter langen Epsilon erfolgte um 1:50 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Uchinura Raumfahrtzentrum in West-Japan. Das entspricht 9:50 Uhr japanischer Standardzeit. Mit insgesamt sieben Brennmanövern der vierten Stufe gab der Träger seine Nutzlasten in einer kreisförmigen Umlaufbahn in etwa 500 Kilometern Höhe, bei einer Bahnneigung von 97,2 Grad zu Äquator frei.

Weiterlesen: Epsilon bringt sieben Satelliten in den Orbit

Der Iran unternahm am 15. Januar nach einer vierjährigen Pause wieder den Versuch, einen Satelliten mit einer eigenen Trägerrakete zu starten. Dieser Versuch scheiterte, nachdem die dritte Stufe des Simorgh-Launchers eine nicht näher erläuterte Fehlfunktion erlitt. Das Raumfahrzeug, ein Erdbeobachtungssatellit mit der Bezeichnung Payam-e Amirkabir (auch AUTSAT 1), ging verloren.

Weiterlesen: Irans Simorgh-Rakete scheitert

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