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Am 16. Dezember brachte eine Kleinträgerrakete des Typs Langer Marsch 11 den Technologiedemonstrator Shiyan-21 erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte erneut – wie schon zwei Tage zuvor der Start einer Langer Marsch 2D – vom zentralchinesischen Weltraumbahnhof Xichang aus. Es war die 62. Orbitalmission Chinas in diesem Jahr. Damit ist eine neue chinesische Rekordmarke für Starts innerhalb eines Jahres etabliert worden. Es war der 15. Einsatz einer Langer Marsch 11. Alle Flüge verliefen erfolgreich. Die Rakete kann sowohl von Land als auch von einer Meeresplattform aus gestartet werden.

Weiterlesen: Langer Marsch 11 startet Shiyan-21

Das Feuerwerk chinesischer Orbitalstarts hält weiter an. Gerade einmal zehn Stunden nach der vorausgegangenen – aber leider missglückten – Mission mit der Zhuque-2 war das Land der Mitte schon wieder aktiv. Dieses Mal mit einer Langer Marsch 2D von Xichang aus, wobei ein weiteres Terzett der geheimnisvollen Yaogan 35/36-Satelliten gestartet wurde. Dieses Mal Yaogan 36-04A, B und C. Mit bislang 15 Starts ist die Langer Marsch 2D die am zweithäufigsten geflogene Trägerrakete der Welt.

Weiterlesen: China startet erneut drei Yaogan 36-Satelliten

Der Erstflug der chinesischen Trägerrakete Zhuque-2 scheiterte am 14. Dezember nur knapp. Die beiden Hauptantriebsstufen funktionierten offenbar wie vorgesehen, aber die Vernier-Triebwerke der zweiten Stufe, vorgesehen um den endgültigen Einschuss in die vorgesehene Umlaufbahn vorzunehmen, schalteten offenbar entweder deutlich zu früh ab oder nahmen ihren Betrieb gar nicht erst auf. Die Zhuque 2 ist der weltweit erste einsatzbereite Träger, der mit der Treibstoff-/Oxidatorkombination Flüssiges Methan und Flüssiger Sauerstoff arbeitet.

Weiterlesen: Zhuque-2-Erstflug scheitert

Eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane 5 brachte bei ihrem drittletzten Einsatz drei Satelliten in eine geostationäre Transferbahn, nämlich die Kommunikationssatelliten Galaxy 35 und 36 für den Kommunikationsdienstleister Intelsat und den Wettersatelliten MTG-1 für die europäische Wetterbehörde Eumetsat. Der Start erfolgte am Guyana Space Center in Kourou, in Französisch-Guyana. Es war der 115. Einsatz einer Ariane 5. Die offizielle Missionsbezeichnung der Arianespace lautet VA259 für „Vol Ariane Nummer 259“, wobei diese Zählung mit der Ariane 1-Rakete beginnt.

Weiterlesen: Ariane 5 startet drei Satelliten beim drittletzten Einsatz

China brachte am 12. Dezember zwei Satelliten mit der Bezeichnung Shiyan 20A und 20B in einen relativ ungewöhnlichen Orbit, und wieder einmal kann das Rätselraten um den Einsatzzweck von chinesischen Satelliten beginnen. Offensichtlich handelt es sich bei den beiden Raumfahrzeugen um Technologiedemonstratoren. Startort war das nordchinesische Raumfahrtzentrum Jiuquan. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 4C eingesetzt.

Weiterlesen: Rätsel um Shiyan 20A und 20B

Am 11. Dezember sandte SpaceX die privat finanzierte japanische Raumsonde Hakuto R-M1 in Richtung Mond. Das Raumfahrzeug soll im April auf dem Erdtrabanten im „Mare Frigoris“ landen. Die Mission begann um 8:38 Uhr am Startkomplex 40 der Cape Canaveral Space Force Station. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Falcon 9 eingesetzt. Es war der 190. Flug einer Falcon 9-Rakete, die 55. SpaceX-Mission des laufenden Jahres und die 155. Landung eines Falcon 9-Boosters.

Weiterlesen: SpaceX schickt Hakuto-R zum Mond

China führte am 9. Dezember einen neuen Träger in das Startbusiness ein. Die Debütantin war die Jielong 3, was so viel wie „kluger Drache“ bedeutet. Sie startete von Bord der Barke „Tai Rui“ im Gelben Meer, und ihr Erstflug verlief erfolgreich. An Bord der vierstufigen Rakete befanden sich 14 Kleinsatelliten, wovon acht zur Jilin-1-Serie von Erdbeobachtungssatelliten gehörten. Es war der 58. chinesische Orbitalstart des Jahres.

Weiterlesen: Erstflug der Jielong 3 ein voller Erfolg

Eines von Elon Musks Mantras lautet: „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Ganz in diesem Sinne half er seinem derzeit schärfsten Konkurrenten auf dem Markt der Internet-Konstellationen aus der Bredouille. Dieser Konkurrent ist OneWeb, der seine Satellitenflotte eigentlich ausschließlich mit russischen Sojus 2-Raketen in den Orbit bringen wollte. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine und der damit verbundenen vollständigen Abnabelung des Westens von russischen Aufträgen war das nicht länger möglich. So musste das Unternehmen nach anderen Startmöglichkeiten suchen. Die fand sie zum einen in der indischen GSLV Mk. III-Rakete und – zum großen Erstaunen der Raumfahrtwelt – ausgerechnet beim Erzrivalen SpaceX. Der erklärte sich ohne größere Umschweife bereit, den Großteil der noch ausstehenden Satelliten für die Phase 1 der OneWeb-Konstellation mit seinen Falcon 9-Trägerraketen zu starten.

Weiterlesen: SpaceX unterstützt OneWeb

China brachte am 8. Dezember mit Gaofen 5-01A einen weiteren Erdbeobachtungssatelliten für das CHEOS-Programm in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Dieses Programm (das Akronym steht für „China High Resolution Earth Observation System“) ist das Gegenstück zum europäischen Kopernikus-Programm. Startort war der Weltraumbahnhof Taiyuan im Norden des Landes. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt. Es war der 57. Orbitalstart des Jahres in China. Es war auch der 14. Start einer Rakete des Typs Langer Marsch 2D in diesem Jahr.

Weiterlesen: Chinas CHEOS Programm bekommt Zuwachs

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