Weniger als sechs Stunden nach dem Start einer Kuaizhou-1A startete vom selben Weltraumbahnhof erneut eine Rakete dieses Typs zu einer Orbitalmission. Dieses Mal befanden sich sechs Kleinsatelliten an Bord des Trägers, deren Aufgaben die Überwachung des Schiffsverkehrs, Erdbeobachtung und das „Internet of Things“ betreffen. Dafür wurde eine weitere Startlafette verwendet, die im Komplex 16 stationiert war, dem Bereich, der für die Trägerraketen des Typs Langer Marsch 6 vorgesehen ist. Wie schon der Start sechs Stunden zuvor wurde auch diese Mission von der Expace Technology Corporation gemanagt, einer privatwirtschaftlichen Ausgründung der staatlichen China Aerospace Science & Industry Corporation.

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China stellte am 7. Dezember seine Fähigkeit unter Beweis, innerhalb weniger Stunden vom selben Startgelände aus zwei Trägerraketen in den Orbit zu bringen. Die erste Mission mit einer Trägerrakete des Typs Kuaizhou-1A begann um 3:35 Uhr mitteleuropäischer Zeit am nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan. Für den Start wurde dabei eine fahrbare Abschusslafette verwendet.

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Am 6. Dezember startete zum zehnten Mal insgesamt, und zum sechsten Mal in diesem Jahr, eine Kleinträgerrakete des Typs Rocketlab Electron vom neuseeländischen Startplatz Mahia aus in eine niedrige Erdumlaufbahn. Wie immer bei Rocketlab erhielt der Flug einen eigenwilligen Namen, der dieses Mal „running out of fingers“ lautete, der Missionszahl 10 geschuldet. Bei diesem Einsatz wurden insgesamt sieben Kleinsatelliten in einen niedrigen Erdorbit transportiert. Zweck des Fluges war es auch, erste Versuche für eine unbeschädigte Rückführung der ersten Stufe der Electron durchzuführen, um künftig eine Wiederverwendung des Boosters zu ermöglichen. Es war die sechste Rocketlab-Mission des Jahres.

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Nur 76 Minuten nach dem Start einer RocketLab Electron in Neuseeland und nur etwa 16 Stunden nach dem Start der ISS-Versorgungsmission CRS-19 erfolgte auf der anderen Seite des Globus bereits die nächste Orbitalmission. Dabei entsandte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos das unbemannte Versorgungsschiff Progress MS-13 zur Internationalen Raumstation. Als Trägerrakete kam eine Sojus 2.1a zum Einsatz. Die Mission ist der vierte unbemannte Flug von Russland aus zur Versorgung der ISS. Insgesamt wurden dabei drei Progress-Raumschiffe gestartet, sowie mit Sojus MS-14 ein im Prinzip bemannbares Raumfahrzeug, das aber als unbemannter Frachter eingesetzt wurde.

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Am 5. Dezember brachte SpaceX mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 ein unbemanntes Dragon-Versorgungsraumschiff mit der Bezeichnung CRS-19 auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Die Mission begann an der Startanlage 40 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral. Der Einsatz von CRS-19 wird etwa einen Monat lang dauern.

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