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Eine chinesische Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B brachte am 20. Dezember eine gemischte Ladung von insgesamt neun Satelliten unterschiedlicher Aufgabenstellung auf eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Unter ihnen befand sich auch der erste Satellit Äthiopiens. Der Start erfolgte vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan aus. Für diese Anlage war es bereits der 10. Orbitalstart in 2019. Mehr als jemals zuvor innerhalb eines Jahres.

Weiterlesen: Gemischte Ladung für Langer Marsch 4B

Unter dem Management der Arianespace brachte am 18. Dezember eine Trägerrakete des Typs Sojus ST-A „Fregat M“ insgesamt fünf Satelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Startort war der europäische Weltraumbahnhof in Kourou. Die beiden Hauptnutzlasten an Bord der russischen Trägerrakete waren der Astronomiesatellit CHEOPS des Cosmic Vision Programmes der ESA, sowie der italienische Radar-Erdbeobachtungssatellit COSMO-SkyMed SG1, finanziert von zivilen und militärischen Institutionen Italiens. Es war dies der neunte und letzte Start des Jahres, der von Kourou aus erfolgte.

Weiterlesen: CHEOPS beobachtet die Sterne COSMO-SkyMed die Erde

Bei der 13. und letzten Mission des Jahres für SpaceX brachte am 17. Dezember eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 den Kommunikationssatelliten JCSAT-18/Kacific in eine subsynchrone geostationäre Transferbahn. Der Start des massiven Satelliten markierte die 77. Falcon 9-Mission seit Einführung dieses Trägers im Jahre 2010. Die erste Stufe landete acht Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf dem Bergungsschiff „Of course I still love you“.

Weiterlesen: Schneller „turn around“ am Launch Pad 40 für JCSAT-18

Mit dem Start von Beidou 3M19 und 3M20 ist das chinesische Beidou-Satellitennavigationsnetzes in seiner „Basis-Ausstattung“ komplett. Die beiden letzten Einheiten gehören zur Systemkomponente, die auf mittelhohen Erdumlaufbahnen stationiert wird und mit je acht Satelliten auf drei Bahnebenen belegt wird. Es war dies der siebte Beidou-Start des Jahres. Von nun an werden nur noch Reserve- und Ersatzeinheiten in den Orbit gebracht. Alle orbitalen Positionen auf mittelhohen Bahnen, die für die Abdeckung eines weltweiten Netzes erforderlich sind, sind somit mit Satelliten der dritten Generation besetzt.

Weiterlesen: Beidou 3M19 und 3M20 komplettieren Beidou-Konstellation

Die indische Raumfahrtagentur ISRO brachte am 11. Dezember zehn Raumfahrzeuge aus fünf Nationen auf eine niedrige Erdumlaufbahn. Hauptnutzlast war der Aufklärungssatellit RISAT-2BR1 für die indischen Streitkräfte. Als Trägerrakete wurde ein PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) eingesetzt. Für diese Typenreihe war es der 50. Einsatz. Startort war, wie immer bei indischen Weltraumunternehmen, das Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der ostindischen Insel Shriharikota. Für diesen Standort war es der 75. Orbitalstart.

Weiterlesen: PSLV bringt indischen Militärsatelliten in den Orbit

Russland brachte am 11. Dezember eine neue Einheit der Glonass-Konstellation in eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom nordrussischen Raumfahrtzentrum Plesetzk aus. Als Träger wurde eine Sojus 2.1a Rakete mit einer Fregat M-Oberstufe eingesetzt. Der Satellit trägt die Bezeichnung Uragan-M 759. Insgesamt ist es der 49. Glonass M-Satellit und der 139. Satellit, seit die erste Einheit des Systems im Oktober 1982 gestartet wurde. Nach dem erfolgreichen Absetzen bekam er die Bezeichnung Kosmos 2544.

Weiterlesen: Uragan-M Nr. 759 frischt Glonass-Konstellation auf

Weniger als sechs Stunden nach dem Start einer Kuaizhou-1A startete vom selben Weltraumbahnhof erneut eine Rakete dieses Typs zu einer Orbitalmission. Dieses Mal befanden sich sechs Kleinsatelliten an Bord des Trägers, deren Aufgaben die Überwachung des Schiffsverkehrs, Erdbeobachtung und das „Internet of Things“ betreffen. Dafür wurde eine weitere Startlafette verwendet, die im Komplex 16 stationiert war, dem Bereich, der für die Trägerraketen des Typs Langer Marsch 6 vorgesehen ist. Wie schon der Start sechs Stunden zuvor wurde auch diese Mission von der Expace Technology Corporation gemanagt, einer privatwirtschaftlichen Ausgründung der staatlichen China Aerospace Science & Industry Corporation.

Weiterlesen: Kuaizhou-1A startet erneut

China stellte am 7. Dezember seine Fähigkeit unter Beweis, innerhalb weniger Stunden vom selben Startgelände aus zwei Trägerraketen in den Orbit zu bringen. Die erste Mission mit einer Trägerrakete des Typs Kuaizhou-1A begann um 3:35 Uhr mitteleuropäischer Zeit am nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan. Für den Start wurde dabei eine fahrbare Abschusslafette verwendet.

Weiterlesen: Kuaizhou-1A bringt Jilin Gaofeng 02B in den Orbit

Nur 76 Minuten nach dem Start einer RocketLab Electron in Neuseeland und nur etwa 16 Stunden nach dem Start der ISS-Versorgungsmission CRS-19 erfolgte auf der anderen Seite des Globus bereits die nächste Orbitalmission. Dabei entsandte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos das unbemannte Versorgungsschiff Progress MS-13 zur Internationalen Raumstation. Als Trägerrakete kam eine Sojus 2.1a zum Einsatz. Die Mission ist der vierte unbemannte Flug von Russland aus zur Versorgung der ISS. Insgesamt wurden dabei drei Progress-Raumschiffe gestartet, sowie mit Sojus MS-14 ein im Prinzip bemannbares Raumfahrzeug, das aber als unbemannter Frachter eingesetzt wurde.

Weiterlesen: Progress MS-13 bringt Nachschub zur ISS

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