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Beim – coronabedingt – nur zweiten und auch schon letzten Orbitalstart des Jahres 2020 brachte die indische Raumfahrtagentur ISRO am 17. Dezember mit einer vierstufigen Trägerrakete des Typs PSLV den kleinen Kommunikationssatelliten CMS 1 in einen subsynchronen geostationären Transferorbit. Es war der insgesamt 52. Flug einer Rakete der PSLV-Reihe.

Weiterlesen: PSLV bringt CMS 1 in den Orbit

Beinahe hätte es geklappt. Das US-Raumfahrt-Startup Astra verfehlte am 16. Dezember den Einschuss in eine polare Orbitalbahn nur ganz knapp. Es war der zweite Versuch, die Astra-Rakete in den Orbit zu bringen. Am 11. September war der erste Startversuch schon wenige Sekunden nach dem Liftoff gescheitert. Astra selbst hat drei Erprobungsflüge angesetzt, um seine neu entwickelte Kleinträgerrakete zu qualifizieren.

Weiterlesen: Astra erreicht den Weltraum, nicht aber den Orbit

Am 15. Dezember führte der in Neuseeland ansässige, aber in den USA gemeldete Startdienstleister Rocket Lab seine siebte und letzte Mission in diesem Jahr durch. Dieses Mal war lediglich ein einzelner Satellit an Bord der Rakete, ungewöhnlich für das Unternehmen, das sich auf Mehrfachstarts von Mikro- und Nanosatelliten spezialisiert hat. Das Raumfahrzeug ist nach einer Eulengattung benannt, trägt den Namen Strix-a und ist die erste Einheit einer geplanten Konstellation von 30 Radar-Erdbeobachtungssatelliten des japanischen Unternehmens Synspective.

Weiterlesen: Die Nacht der Eule begann mit Rocketlab

Das mit gletscherhafter Geschwindigkeit ablaufende Testprogramm der Angara-Trägerrakete hat sechs Jahre nach dem Erstflug der Trägerrakete im Dezember 2014 einen weiteren Meilenstein erreicht. Am 14. Dezember erfolgte der zweite Testflug einer Angara 5. An Bord der Rakete befand sich lediglich ein Gewichtsdummy mit der Bezeichnung IPM, der einen großen Kommunikationssatelliten simulieren soll. Eine aktive Nutzlast wollte man nicht riskieren. Das System wurde bei dieser Mission erfolgreich über alle Stufen erprobt, einschließlich des Direkteinschusses in eine geostationäre Erdumlaufbahn.

Weiterlesen: Angara 5 nach sechs Jahren Pause wieder im Einsatz

Wäre SpaceX eine Raumfahrtnation, es würde nach China und noch vor Russland die zweite Position in der Rangliste weltweiter Orbitalstarts einnehmen. Am 13. Dezember startete eine Falcon 9-Rakete zur 25. Mission dieses Jahres für das im kalifornischen Hawthorne ansässige private Raumfahrtunternehmen. 24 dieser Flüge führten dabei auf Orbitalbahnen, ein Einsatz war eine suborbitale Testmission. Alle Flüge waren erfolgreich. Auch für SpaceX ist das ein Rekord. Bisher hatte das Unternehmen noch nie mehr als 21 Flüge in einem Jahr durchgeführt. Insgesamt war es der 102. Einsatz einer Falcon 9.

Weiterlesen: SpaceX absolviert den 25. Falcon 9-Start des Jahres

Eine Trägerrakete des Typs Delta 4 Heavy brachte in den frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit eine klassifizierte Nutzlast mit der Bezeichnung NROL-44 für das National Reconnaissance Office offenbar direkt in eine geostationäre Umlaufbahn. Vorausgegangen waren eine lange Reihe von Verschiebungen, die bis zurück bis zum 27. August reichen, als es einen ersten Startversuch gab. Damals hatten bereits die Triebwerke gezündet, aber dann wurde die Mission dennoch in allerletzter Sekunde abgebrochen. Der Beginn der Startvorbereitungen geht sogar zurück bis in den November 2019, dem Zeitpunkt an dem die Rakete erstmals zur Startrampe hinausgefahren worden war.

Weiterlesen: Delta Heavy bringt Spionagesatelliten auf Beobachtungsposition

Das neu konstruierte Dragon 2-Versorgungsschiff von SpaceX für die Nachschublieferungen zur Internationalen Raumstation ist zu seinem Jungfernflug aufgebrochen. Nach einem reibungslosen Start vom Kennedy Space Center aus ist die Kapsel derzeit auf dem Weg zur ISS und transportiert etwa drei Tonnen Nachschubgüter aller Art dorthin. Die Dragon 2 ist im Grunde eine Variante des Crew Dragon, der inzwischen, Testflüge mitgerechnet, vier Mal im Einsatz war (respektive noch ist).

Weiterlesen: Dragon 2 bringt Nachschub zur ISS

China brachte in den frühen Morgenstunden des 6. Dezember eine wahrscheinlich gemischt militärisch/zivile Nutzlast auf eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichung Gaofen 14 und wird von offizieller Stelle als „Landvermessungs- und Kartografierungssatellit“ bezeichnet. Gestartet wurde er mit einer neuen Version einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B, die damit erstmals für einen Flug in eine niedrige Erdumlaufbahn eingesetzt wurde.

Weiterlesen: Rätsel um chinesischen Erdbeobachtungssatelliten

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