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Indiens Raumfahrt schloss am 19. Dezember ein sehr erfolgreiches Jahr mit dem perfekten Start einer verbesserten Version der GSLV Mark II-Rakete ab. Es war der insgesamt siebte indische Orbitalstart in diesem Jahr. GSLV steht dabei für "Geosynchronous Satellite Launch Vehicle". In der Mark II-Variante ist der Träger die zweitstärkste indische Orbitalrakete nach der GSLV Mark III. Dieses Mal brachte sie den Kommunikationssatelliten GSAT 7A für die indische Luftwaffe auf einen supersynchronen Transferorbit. Es ist der schwerste Satellit, der jemals mit einer eigenen indischen Trägerrakete in den Orbit gebracht wurde.

Weiterlesen: GSLV Mark II beschließt indisches Raumfahrtjahr

Die zweite Einsatzmission der Rocketlab Elektron innerhalb eines Montas stand ganz im Zeichen der NASA. Die hatte die Mission komplett gekauft und ließ vom Privatanbieter RocketLab insgesamt 13 Cubesats starten. Die Mission begann am privaten Spaceport des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia in Neuseeland, die etwa 380 Kilometer südwestlich von Auckland liegt. Dort befindet sich auch das Hauptkontrollzentrum des Unternehmens. Die Mission bekam die inoffizielle Bezeichnung "This One's for Pickering", nach Sir William Pickering, der in Neuseeland geboren wurde und später das NASA-Team leitete, das Explorer 1 entwickelte und baute, den ersten US-Satelliten. Später wurde Pickering Direktor des Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Weiterlesen: Elektron fliegt für Sir William Pickering

Nur gut einen halben Tag nach dem Start einer Langer Marsch 2D vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan startete am 7. Dezember vom zentralchinesischen Startplatz Xichang aus die Landesonde Chang’e 4 zum Mond. Das Raumfahrzeug soll kurz nach dem Jahreswechsel im 186 Kilometer durchmessenden Von Kármán-Krater in der südlichen Hemisphäre der Mondrückseite niedergehen und dort einen Rover mit der Bezeichnung Yutu 2 aussetzen, der die nähere Umgebung des Landeplatzes erkunden wird. Der Rover könnte dabei über einen Zeitraum von einem Jahr oder mehr eine Strecke von bis zu zehn Kilometer erforschen.

Weiterlesen: Chang’e 4 unterwegs zum Mond

Am 7. Dezember brachte China vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan eine Reihe kleinerer Nutzlasten in einen polaren, sonnensynchronen Orbit. Bei den beiden primären Nutzlasten handelt es sich um SaudiSAT 5A und 5B. Zusätzlich waren noch zehn chinesische Mikro- und Nanosatelliten an Bord. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt. Es war der 35. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres.

Weiterlesen: China bringt SaudiSAT 5A und 5B in den Orbit

Eine Trägerrakete des Typs SpaceX Falcon 9 brachte am 5. Dezember das Dragon-Raumschiff CRS-16 für die Versorgung der Internationalen Raumstation in den Orbit. Es war die zweite SpaceX-Mission innerhalb von nur 48 Stunden. Der Rückflug des Boosters zum Cape misslang dieses Mal allerdings, weil einer der vier Grid-Fins für die Steuerung der Rakete ausfiel. Aus Sicherheitsgründen steuerte der Booster daher nicht die Landezone 1 in Cape Canaveral an, sondern ging - wie in diesem Fall vorgesehen -  einige hundert Meter vor dem Strand im Wasser nieder. Die Mission war der 65. Einsatz einer Falcon 9.

Weiterlesen: Falcon 9 schickt CRS-16 zur ISS

Eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA brachte am 4. Dezember die beiden Kommunikationssatelliten GSAT-11 und GEO-KOMPSAT-2A auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission mit der Arianespace-Nummer VA 246 nahm am Ariane-Startkomplex 3 (ELA-3) in Kourou ihren Anfang. Es war der 10. Arianespace-Einsatz des laufenden Jahres, und der sechste, bei der eine Ariane 5 eingesetzt wurde. GSAT-11 und GEO-KOMPSAT-2A sind insgesamt die Satelliten Nummer 589 und 590, die unter der Federführung von Arianespace in den Weltraum transportiert wurden.

Weiterlesen: Ariane 5 transportiert GSAT-11 und GEO-KOMPSAT-2A ins All

Am 3. Dezember brachte eine Trägerrakete des Typs SpaceX Falcon 9 im Rahmen einer so genannten "Rideshare-Mission" nicht weniger als 65 Satelliten auf einmal in den Orbit. Wobei die Zahl nicht vollständig klar ist, und vor allem auch nicht die Zählweise. Die Mission trägt die Bezeichnung SSO-A (für: Sun Synchronous Orbiter - A). Die Satelliten stammen von 34 verschiedenen Betreibern und aus 17 verschiedenen Ländern. Sie waren an einem speziellen Absetz-System der Firma Spaceflight Incorporated montiert, das aus zwei freifliegenden Trägerelementen und einer Struktur besteht, die an der zweiten Stufe der Rakete befestigt war. Bei der ersten Stufe des eingesetzten Trägers handelte es sich um "Core 1046", ein Block 5-Booster der erstmals einen dritten Einsatz erlebte.

Weiterlesen: Falcon 9 bringt 65 Satelliten in den Orbit

Der 100. Orbitalstart des Jahres 2018 war gleichzeitig die Rückkehr der Sojus FG als Einsatzträger für bemannte Raumfahrzeuge. Die Rakete transportierte das Raumschiff Sojus MS-11 mit Crewmitgliedern aus Russland, den USA und Kanada problemlos in den Orbit. Dieser bemannte Start erfolgte weniger als zwei Monate nach dem Fehlstart von Sojus MS-10, bei dem die Crew nach einer Fehlfunktion der Trägerrakete bei der Stufentrennung vom Rettungssystem der Sojus-Raumkapsel in Sicherheit gebracht wurde.

Weiterlesen: Sojus FG befördert Sojus MS-11 sicher in den Orbit

Russland führte am 29. November einen der letzten Starts mit der Rokot-Trägerrakete durch. Ausgerüstet mit einer Briz-KM Oberstufe brachte der Träger drei militärische Datenrelay-Satelliten der Strela 3M-Reihe in den Orbit. Es handelt sich dabei um die Flugeinheiten 16 – 18 des Systems, das auch als Rodnik bezeichnet wird. Der Start erfolgte von der Anlage 133/3 des nordrussischen Weltraumbahnhofs Plesetzk. Nach dem erfolgreichen Start erhielten die drei Vehikel die Bezeichnung Kosmos 2530 – 2532.

Weiterlesen: Rokot bringt Rodniks in den Orbit

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