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Erneut erfolgreicher Einsatz der zuverlässigen Delta 2-Trägerrakete. Am Dienstag dem 5. Mai brachte sie vom Startkomplex 2 der Luftwaffenbasis Vandenberg ein Raumfahrzeug mit der sperrigen Bezeichnung "Space Tracking and Surveillance System Advanced Technology Risk Reduction satellite" oder kurz "STSS-ATRR" in eine sonnensynchrone Polarbahn. Hauptaufgabe des Satelliten ist es, die Sensortechnologie zu erproben, die für das amerikanische Raketenabwehrprogramm benötigt wird.

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Mit einer Vorankündigungszeit von weniger als 24 Stunden brachte China am 22. April einen militärischen Aufklärungssatelliten in den Orbit. Die Trägerrakete vom Typ "Langer Marsch 2C" verließ die Startrampe am Raumfahrtzentrum Taiyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi um 3:55 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Start verlief ohne Zwischenfälle und der Satellit mit der Bezeichnung Yaogan 6 erreichte wie vorgesehen seinen sonnensynchronen polaren Orbit in einer Höhe von rund 550 Kilometern.

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Am 14. April, um 17:16 Uhr mitteleuropäischer Zeit begann auch für China das Raumfahrtjahr 2009. Beim ersten Start wurde mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3C (CZ-3C) der Navigationssatellit BeiDou-2 (auch: COMPASS-G2) in einen geostationären Transferorbit gebracht. Die Mission nahm am Weltraumbahnhof Xichang in der Provins Sichuan ihren Anfang. BeiDou-2 ist Chinas zweites Raumfahrzeug in der - nach seiner Fertigstellung - 30 Raumfahrzeuge umfassenden Compass-Konstellation. Damit liegt nun auch China, nach Russland und den USA bei der Errichtung eines Satellitennavigationsnetzes vor Europa, wo sich die ersten Starts der Einsatzsatelliten immer weiter verzögern.

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Gestern habe ich über das politische Umfeld des versuchten nordkoreanischen Satellitenstarts berichtet. Heute nun die technischen Aspekte und die Bewertung des militärischen oder zivilen Status der Mission. 

Dazu gibt es jetzt, einige Tage nach dem Start, bei YouTube erste Filmaufnahmen, welche die bessere Interpretation einiger Engineering-Details zulassen. DigitalGlobe stellt außerdem noch einige sensationelle Fotos zur Verfügung,  (hier und hier) zur Verfügung - aufgenommen vom Satelliten WorldView1 - die den Start der Rakete von Musadan-Ri aus zeigen. Die Bilder sind schon deswegen so sensationell, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet zum Startzeitpunkt einer der wenigen zivilen Erdbeobachtungssatelliten mit hohem Auflösungsvermögen genau über den Startort fliegt, fast so gering ist wie ein Haupttreffer im Lotto.

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Die Hysterie, die Nordkoreas angeblicher Satellitenstart schon weit im Vorfeld auslöste, war kaum noch zu übertreffen. Schon Wochen vor dem Flugversuch drohten Japan und die USA die Rakete abzuschießen, wenn sie sie sich den jeweiligen Ländern nähern sollte. Grund genug, die Fakten darzustellen und den Leser einzuladen, sich selbst ein Bild machen. Der eine oder andere Splitter an "Meinung" mag mir aber gestattet sein.

Als der Start am vergangenen Samstag tatsächlich erfolgt war, steigerte sich das Crescendo weiter. Speziell die japanischen Medien gerierten sich, als wäre ein nuklearer Anschlag nur knapp gescheitert. Presse, Funk, Fernsehen und Internet „beruhigten“ die Bevölkerung in dem sie berichteten es habe keinen „Fallout“ auf Japan gegeben. Eine Wortwahl, bei der mit der Angst vor einer nuklearen Kontamination Kasse gemacht wurde, anstatt die Menschen über das theoretisch mögliche Niedergehen einer ausgebrannten Raketenstufe zu informieren.

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Missionslogo; Credit: ILS Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Breeze M brachte am Freitagabend den 5,9 Tonnen schweren europäischen Nachrichtensatelliten Eutelsat W2A in einen geostationären Transferorbit. Der Start erfolgte von der Rampe 39 der Startanlage 200 in Baikonur, Kasachstan.

Zählt man alle Baureihen dieses Trägertyps mit, dann war dies der 344. Einsatz einer Proton. Pünktlich zu Beginn des Startfensters, um 17:42 Uhr mitteleuropäische Zeit, zündeten die sechs NPO Energomash RD-276 Triebwerke, die einen kombinierten Schub von mehr als 1.000 Tonnen leisten.  

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In der Nacht von Sonntag auf Montag klappte alles wie am Schnürchen. Um 0:47 Uhr mitteleuropäischer Zeit, auf die Minute pünktlich, zündeten die drei Haupttriebwerke der Discovery, wenige Sekunden später gefolgt von den beiden mächtigen Feststoffboostern und brachten die Raumfähre danach innerhalb von achteinhalb Minuten auf eine Erdumlaufbahn.

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Zwei Tage nach dem Start passierte Kepler die Umlaufbahn des Mondes und befindet sich jetzt auf einem heliozentrischen Orbit mit einer Umlaufperiode um die Sonne von 373 Tagen. Seine vorläufige Position wird er in einem Abstand von etwa 15 Millionen Kilometern von der Erde finden. Der Grund für die Wahl einer solaren Umlaufbahn liegt darin, dass die Erde in dieser Entfernung keinen der Zielsterne abschattet und durch die Erde verursachte Gravitationseffekte auf die Bahn der Raumsonde ausgeschlossen sind.

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