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Den ersten Orbitalstart des Jahres 2020 führte ein Falcon 9 von SpaceX durch. Der Träger lieferte weitere 60 Starlink-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Für diese Mission wurde das „Core“ 1049 verwendet, eine Falcon-Erstufe, die bereits ihren vierten Einsatz erlebte.  Core 1049 war zuletzt für die Starlink-1 Mission im Mai 2019 im Einsatz gewesen.

Weiterlesen: Space X eröffnet Raumfahrtjahr 2020 mit Starlink-3

Beim insgesamt 101. und letzten orbitalen Raumfahrtflug des Jahres 2020 (es gibt unterschiedliche Zählweisen, aber ich berücksichtige nur das, was die Startrampe auch verlassen hat) war Chinas neuer Schwerlastträger, die Langer Marsch 5, bei ihrer dritten Mission zum ersten Mal vollständig erfolgreich. Damit ist der Weg frei für eine ganze Reihe von Missionen, die zum Teil schon seit Jahren in der Warteschleife sind. So steht praktisch die komplette chinesische Raumstation noch auf dem Boden  und wartet auf ihren Transport in den Orbit, eine unbemannte Marsmission soll noch im ersten Halbjahr 2020 gestartet werden und auch die Probenrückführsonde Chang’e 5 zum Mond ist eingelagert und könnte im Prinzip schon seit mehr als einem Jahr ihre Reise zum Mond angetreten haben. Insgesamt sollen 2020 mindestens drei wichtige Missionen mit der Langer Marsch 5 durchgeführt werden.

Weiterlesen: Langer Marsch 5: Beim dritten Anlauf vollständig erfolgreich

Russland brachte am 24. Dezember einen neuen geostationären Wettersatelliten der Elektro-L Reihe in den Orbit. Der Start erfolgte um 13:03 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 18:03 Uhr Ortszeit) am Kosmodrom in Baikonur. Als Trägerrakete wurde eine Proton M Block DM-03 eingesetzt. Es war der fünfte Flug einer Proton M im laufenden Jahr.

Weiterlesen: Neuer geostationärer Wettersatellit für Russland im All

Der orbitale Testflug des  Boeing Starliners, von der NASA als OFT (Orbital Flight Test) bezeichnet, endete nicht mit den gewünschten Resultaten. Die Trägerrakete der United Launch Alliance verrichtete ihren Job zwar perfekt und setzte das Raumfahrzeug exakt auf der vorgesehenen Bahn ab. Der Starliner selbst aber erreichte wegen eines Softwarefehlers und dadurch versursachter inkorrekter Brennmanöver nicht die Internationale Raumstation. Der Starliner ist eines der beiden neuen US-Systeme für die Besatzungstransfers zur Internationalen Raumstation. Das andere bemannte Raumfahrzeug ist der Crew Dragon von SpaceX. Der hat seinen unbemannten Testflug bereits Anfang des Jahres erfolgreich absolviert.

Weiterlesen: Starliner schafft es nicht zur ISS

Eine chinesische Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B brachte am 20. Dezember eine gemischte Ladung von insgesamt neun Satelliten unterschiedlicher Aufgabenstellung auf eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Unter ihnen befand sich auch der erste Satellit Äthiopiens. Der Start erfolgte vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan aus. Für diese Anlage war es bereits der 10. Orbitalstart in 2019. Mehr als jemals zuvor innerhalb eines Jahres.

Weiterlesen: Gemischte Ladung für Langer Marsch 4B

Unter dem Management der Arianespace brachte am 18. Dezember eine Trägerrakete des Typs Sojus ST-A „Fregat M“ insgesamt fünf Satelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Startort war der europäische Weltraumbahnhof in Kourou. Die beiden Hauptnutzlasten an Bord der russischen Trägerrakete waren der Astronomiesatellit CHEOPS des Cosmic Vision Programmes der ESA, sowie der italienische Radar-Erdbeobachtungssatellit COSMO-SkyMed SG1, finanziert von zivilen und militärischen Institutionen Italiens. Es war dies der neunte und letzte Start des Jahres, der von Kourou aus erfolgte.

Weiterlesen: CHEOPS beobachtet die Sterne COSMO-SkyMed die Erde

Bei der 13. und letzten Mission des Jahres für SpaceX brachte am 17. Dezember eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 den Kommunikationssatelliten JCSAT-18/Kacific in eine subsynchrone geostationäre Transferbahn. Der Start des massiven Satelliten markierte die 77. Falcon 9-Mission seit Einführung dieses Trägers im Jahre 2010. Die erste Stufe landete acht Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf dem Bergungsschiff „Of course I still love you“.

Weiterlesen: Schneller „turn around“ am Launch Pad 40 für JCSAT-18

Mit dem Start von Beidou 3M19 und 3M20 ist das chinesische Beidou-Satellitennavigationsnetzes in seiner „Basis-Ausstattung“ komplett. Die beiden letzten Einheiten gehören zur Systemkomponente, die auf mittelhohen Erdumlaufbahnen stationiert wird und mit je acht Satelliten auf drei Bahnebenen belegt wird. Es war dies der siebte Beidou-Start des Jahres. Von nun an werden nur noch Reserve- und Ersatzeinheiten in den Orbit gebracht. Alle orbitalen Positionen auf mittelhohen Bahnen, die für die Abdeckung eines weltweiten Netzes erforderlich sind, sind somit mit Satelliten der dritten Generation besetzt.

Weiterlesen: Beidou 3M19 und 3M20 komplettieren Beidou-Konstellation

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