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Der derzeit (noch) einzige Wettbewerber für die Starlink-Konstellation von SpaceX liegt gut im Rennen, seit auch dort die Starts jetzt mit einiger Regelmäßigkeit erfolgen. Nach der inzwischen achten Mission von OneWeb verfügt das Konsortium nun über 254 Satelliten im Orbit. Damit ist bereits ein regulärer Betrieb nördlich des 50. Breitengrades möglich. Einen Hinweis darauf gaben das Missionslogo und das Motto der Mission: „Five to 50“. Dies ist eine Anspielung auf die Einsatzbereitschaft in der Arktis und die Tatsache, dass die letzten fünf Flüge perfekt nach Plan abgelaufen waren.

Weiterlesen: Mission acht für One Web erfolgreich

Eine Trägerrakete des Typs Launcher One von Virgin Orbit brachte am 30. Juni bei ihrem ersten Einsatzflug nach zwei vorausgegangenen Testeinsätzen sieben Kleinsatelliten in die Erdumlaufbahn. Die Mission trug zwei Bezeichnungen, nämlich einmal „Launcher One Flight Three“ (da es sich um den dritten Einsatz des Trägers handelte) und „Tubular Bells, Part One“ in Anspielung auf das erste Album des Plattenlabels „Virgin Records“ aus dem Jahre 1973. Virgin Orbit ist Teil von Richard Bransons Virgin Group.

Weiterlesen: Virgin Orbit mit Launcher One beim ersten Einsatzflug erfolgreich

Eine Trägerrakete des Typs Sojus 2.1a brachte am 29. Juni einen Progress-Raumtransporter auf den Weg zur ISS.  Startort war das russische Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung Progress MS-17. In der Terminologie des Betriebs der Internationalen Raumstation wird der Frachter auch als 78P bezeichnet (78 Progress) und bezeichnet somit die 78. Nachschubmission die von Russland im Rahmen des Programms durchgeführt wird.

Weiterlesen: Progress MS-17 auf dem Weg zur ISS

Am 25. Juni brachte Russland mit Pion NKS-01 die erste Einheit einer neuen  Reihe von Marineüberwachungssatelliten in den Orbit. Der Start an Bord einer Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b erfolgte vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk aus. Die Mission begann um 21:50 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 22:50 Uhr Moskauer Zeit) an der Startanlage 43/4 des Raumfahrtzentrums. Knapp zehn Minuten später wurde der Satellit auf einem elliptischen Orbit mit einem Perigäum von 195 Kilometern und einem Apogäum von 499 Kilometern bei einer Bahnneigung zum Äquator von 67 Grad abgesetzt.

Weiterlesen: Russland startet Pion NKS-Marineaufklärer

Am 18. Juni brachte China mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2C ein neues Trio der Yaogan 30-Satellitenreihe in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war der zentralchinesische Raumfahrtbahnhof in Xichang. Der Start war wegen schlechten Wetters um einen Tag verschoben worden. Zusätzlich zu den drei Hauptnutzlasten befand sich als vierter Satellit noch Tianqi-14 an Bord. Es handelt sich dabei um einen experimentellen Kommunikationssatelliten des Pekinger Unternehmen Guodian Gaoke Technogloy Co, Ltd.

Weiterlesen: China startet neues Yaogan 30-Trio

Bei einem Einsatz für die US Space Force brachte SpaceX am 17. Juni einen Satelliten des Global Positioning Systems (GPS) auf eine Transferbahn für einen halbsynchronen Erdorbit. Die Einheit trägt die Bezeichnung GPS III SV-05 „Neil Armstrong“ und ist der fünfte Satellit in einer Serie neuer Navigationssatelliten, die von Lockheed Martin gebaut und von der United Launch Alliance und SpaceX in den Orbit transportiert werden. Es war der 19. Start einer Falcon 9 im aktuellen Jahr. GPS III SV-05 ist die fünfte von insgesamt zehn Einheiten der dritten Generation von GPS-Satelliten.

Weiterlesen: SpaceX bringt GPS III-Satelliten in den Orbit

Am 17. Juni brachte eine zweistufige Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2F das bemannte Raumschiff Shenzhou 12 in eine Erdumlaufbahn. Die Mission nahm am nordwestchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan seinen Anfang. An Bord des Raumschiffs befinden sich die drei Taikonauten Nie Haisheng, Liu Boming und Tang Hongbo. Sie bilden die erste Crew der nationalen chinesischen Raumstation und werden vermutlich etwa 90 Tage an Bord verbringen.

Weiterlesen: Shenzhou 12 fliegt zur chinesischen Raumstation

Northrop Grumman brachte mit einer vierstufigen Minotaur I die zweite geheime Militärnutzlast innerhalb von drei Tagen in den Orbit. Wieder wurde dabei eine Feststoff-Trägerrakete verwendet, die ihre besten Tage im US-Trägerarsenal längst hinter sich hat. Es ist erstaunlich, dass eine Rakete mit derart alten Erst- und Zweitstufentreibsätzen überhaupt verwendet wird. Der letzte zurückliegende Minotaur I-Einsatz erfolgte am 20. November 2013. Es gibt nur einen US-Träger der eine längere Pause zwischen zwei Einsätzen erlebt hat (die Titan II mit einer 23jährigen Pause zwischen Gemini 12 und Titan 23G-1. Dennoch war die Startmission der Minotaur I ein voller Erfolg. Die Mission trug die Bezeichnung NROL-111. Nutzlast waren drei geheime Kleinsatelliten für das National Reconnaissance Office an Bord.

Weiterlesen: Erfolgreicher Einsatz für Minotaur I

Auch die Amerikaner können Überraschungsstarts. Mit nur wenigen Tagen Vorlauf und praktisch keinerlei Informationen im Vorfeld an die Öffentlichkeit startete am 12. Juni 2021 zu nächtlicher Stunde eine Pegasus XL über dem Pazifik vor der Luftwaffenbasis Vandenberg. Die Mission trug die Bezeichnung “Tactically Responsive Launch 2”, kurz: TacRL-2. Der Satellit führt auch einen Eigennamen: Odyssey. Zweck der Mission war es, die Fähigkeit zu demonstrieren, einen neu entwickelten und gebauten Satelliten in sehr kurzer Zeit an den Start zu bringen. Zwei weitere Missionen dieser Art sollen in den nächsten beiden Jahren folgen.

Weiterlesen: Pegasus XL auf unbekannter Mission

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