Beim zweiten Start innerhalb von nur 22 Stunden brachte China ein Satellitentrio unbekannter Zweckbestimmung in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die Mission begann am zentralchinesischen Raumfahrtzentrum Xichang. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt. Es war der 21. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres.

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Die schlechten Nachrichten zuerst: Bis zum ersten europäischen Orbitalstart des Jahres 2022 dauerte es fünf Monate und 22 Tage. Zu diesem Zeitpunkt hatten andere Nationen bereits 68 Weltraummissionen durchgeführt. Ein deutlicher Hinweis auf den betrüblichen Status der europäischen Raumfahrt. Als es dann endlich zum ersten europäischen Orbitalstart des Jahres kam, durften die Zuseher wieder einen der in der Raumfahrtgemeinde schon berüchtigten verkorkst-überbemühten und sterbenslangweiligen Livestreams der Arianespace betrachten.

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Beim ersten Flugversuch am 21. Oktober letzten Jahres hatte Südkorea mit seiner Nuri-Rakete den Orbit noch knapp verfehlt. Beim zweiten Testeinsatz der südkoreanischen Eigenentwicklung, am 21. Juni, verlief aber alles nach Plan und das „Korea Space Launch Vehicle II (KSLV-II)“ wie es offiziell bezeichnet wird, erreichte die vorgesehene Umlaufbahn. Die etwas inoffiziellere, aber häufiger gebrachte Bezeichnung „Nuri“ bedeutet auf Koreanisch so viel wie „Welt“.

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Nach einem Fehlstart im Dezember vergangenen Jahres meldete sich die chinesische Kuaizhou 1A-Kleinträgerrakete mit einem erfolgreichen Orbitalstart wieder in den aktiven Dienst zurück. Bei der aktuellen Mission am 22. Juni brachte sie dabei eine mysteriöse Nutzlast mit der Bezeichnung Tianxing-1 in eine sehr niedrige Erdumlaufbahn. Aus China verlautbarte, dass es sich dabei um einen „Testsatelliten“ handle, dessen Zweck die „Erforschung der Weltraum-Bedingungen“ sei. Diese Erläuterung wird in China häufig verwendet, wenn man sich nicht zum Einsatzzweck eines Raumfahrzeugs äußern will.

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Am 19. Juni führte SpaceX zum dritten Mal innerhalb von nur 36 Stunden einen Orbitalstart durch. Offiziell wurde dabei nur ein einzelnes Raumfahrzeug, nämlich die Globalstar 2-Flugeinheit Nummer 15, in die Umlaufbahn transportiert. Tatsächlich befanden sich aber noch Nutzlasten für US-Regierungsorganisationen an Bord des Trägers, wie erst einige Zeit nach dem Start bekannt wurde. Die Kommentatorin des Starts berichtete während der ganzen Startmission jedoch lediglich von Globalstar 2.

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