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Eine Kleinträgerrakete des Typs Rocket Lab Electron brachte in den frühen Morgenstunden des 29. März mitteleuropäischer Zeit einen Satelliten im Auftrag der US-Defense Advanced Research Projects Agency (kurz: DARPA) in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Startkomplex der neuseeländischen "Stammbasis" des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia an der Ostseite der neuseeländischen Nordinsel. Die einzige Nutzlast an Bord war ein Technologie-Demonstrator des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit der Bezeichnung R3D2 (für: Radio frequency Risk Reduction Deployment Demonstration). Es war der insgesamt fünfte Einsatz einer Rocket Lab Electron.

Weiterlesen: Rocket Lab Electron startet Nutzlast für DARPA

Am 27. März scheiterte der private chinesische Trägerraketenentwickler One Space mit dem Jungfernflug seines OS-M1 Mikro-Launchers. Das bedeutete, dass ZeroGLab, ebenfalls ein chinesisches Startup, ihren Lingque-1B Satelliten verlor, der sich an Bord der Rakete befand. Mit diesem Fehlschlag scheiterte nach dem Fehlstart von Landspace im Oktober 2018, auch das zweite chinesische Startup innerhalb eines halben Jahres beim Jungfernflug ihrer jeweiligen Trägerraketen.

Weiterlesen: One Space scheitert mit OS-M1 beim Jungfernflug

Am 22. März fand eine nahezu rein italienische Orbitalmission statt. Dabei brachte eine  Trägerrakete des Typs Vega, die weitgehend unter italienischer Leitung entwickelt und gebaut wird, den italienischen Satelliten PRISMA auf eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. PRISMA ist ein Erdbeobachtungssatellit der italienischen Raumfahrtagentur ASI (Agenzia Spaziale Italiana) der von OHB Italia, dem italienischen Ableger der deutschen OHB System AG in Tortona (zwischen Genua und Mailand) konstruiert und gebaut wurde. Die Mission fand unter der Leitung der Arianespace statt, für die PRISMA das insgesamt 600. Raumfahrzeug war.

Weiterlesen: Vega transportiert PRISMA in den Orbit

Eine Trägerrakete des Typs Delta 4 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 17. März den insgesamt 10. Wideband Global SATCOM (kurz: WGS 10) der US-Luftwaffe auf eine geostationäre Transferbahn. Für diese Satelliten-Typenreihe (Bezeichnung: WGS Block II-Follow-on) war es ursprünglich der letzte Start. Doch nun sieht es so aus, als würde die US-Luftwaffe, der Kunde des Raumfahrzeugs, noch zwei weitere Einheiten kaufen. Für die eingesetzte Trägerrakete, die Delta 4-Medium, war es der vorletzte Einsatz. Die WGS-Raumfahrzeuge sind Gefechtsfeld-Satelliten. Sie dienen der Funk- und Videoverbindung mit den Kampfeinheiten und sie übertragen Daten an und von Marschflugkörper und Drohnen direkt in die Kommandozentralen.

Weiterlesen: Delta 4 startete Kommunikationssatelliten für die US-Luftwaffe

Fünf Monate nachdem Alexei Owtschinin und Nick Hague beim Start von Sojus MS-10 einen haarsträubenden Notfall nur dank des perfekt funktionierenden Rettungssystems ihres Raumschiffs überlebten, gelangten die beiden nun sicher in den Orbit. Bei ihrem zweiten Startversuch, dieses Mal mit Sojus MS-12, wurden sie von der US-Astronautin Christina Koch begleitet. Der Start verlief völlig problemlos, und nur sechs Stunden später legte das Raumschiff am Rassvet-Modul der ISS an.

Weiterlesen: Im zweiten Anlauf die Raumstation erreicht

Nach dem Ende der traditionellen langen Urlaubspause um das chinesische Neujahrsfest herum werden jetzt die chinesischen Orbitalstarts wieder aufgenommen. Dies geschah mit dem Start von Chinasat-6C von der Startrampe 3 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Die Mission stellte gleichzeitig ein Jubiläum dar, denn es war der 300. Start einer Rakete der Langer Marsch-Familie. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B eingesetzt.

Weiterlesen: China beendet Neujahrsfest mit Chinasat-6C

Wenn die weitere Mission so glatt verläuft wie der Start, dann sind die Tage gezählt, in denen die USA nicht in der Lage waren, von eigenem Boden aus mit eigenen Raumschiffen den Weltraum zu erreichen. Dann sind auch die Zeiten der Abhängigkeit von Russland vorbei. Am 2. März begann der Jungfernflug des ersten der beiden Raumschifftypen des US-Commercial Crew Development Programms, des SpaceX Crew Dragon, auch Dragon 2 genannt. Der Start zu diesem als SpX-DM1 (SpaceX Demo Mission 1) bezeichneten sechstägigen Testflug verlief perfekt. Auch das Andockmanöver an die ISS, nur einen Tag später, verlief völlig problemlos.

Weiterlesen: Der Crew-Dragon hat Flügel

Am 22. Februar war SpaceX wieder einmal an einer Raumfahrterstleistung mit großer Zukunftswirkung und erheblicher öffentlicher Anteilnahme beteiligt. An diesem Tag brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 Block 5 nicht nur einen indonesischen Kommunikationssatelliten und eine experimentelle Nutzlast der US-Luftwaffe auf eine supersynchrone Transferbahn für einen geostationären Orbit, sondern transportierte bei derselben Mission auch den ersten privaten Mondlander weltweit ins All. Alle drei Raumfahrzeuge wurden auf derselben Transferbahn abgeliefert. Für zwei davon ist es der Absprungpunkt für einen geostationären Orbit, für das Dritte, den israelischen Mondlander Beresheet, ist es der Startpunkt für die Weiterreise zum Mond.

Weiterlesen: Falcon 9 bringt Beresheet auf den Weg zum Mond

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