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Die indische Raumfahrtagentur ISRO brachte am 11. Dezember zehn Raumfahrzeuge aus fünf Nationen auf eine niedrige Erdumlaufbahn. Hauptnutzlast war der Aufklärungssatellit RISAT-2BR1 für die indischen Streitkräfte. Als Trägerrakete wurde ein PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) eingesetzt. Für diese Typenreihe war es der 50. Einsatz. Startort war, wie immer bei indischen Weltraumunternehmen, das Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der ostindischen Insel Shriharikota. Für diesen Standort war es der 75. Orbitalstart.

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Russland brachte am 11. Dezember eine neue Einheit der Glonass-Konstellation in eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom nordrussischen Raumfahrtzentrum Plesetzk aus. Als Träger wurde eine Sojus 2.1a Rakete mit einer Fregat M-Oberstufe eingesetzt. Der Satellit trägt die Bezeichnung Uragan-M 759. Insgesamt ist es der 49. Glonass M-Satellit und der 139. Satellit, seit die erste Einheit des Systems im Oktober 1982 gestartet wurde. Nach dem erfolgreichen Absetzen bekam er die Bezeichnung Kosmos 2544.

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Weniger als sechs Stunden nach dem Start einer Kuaizhou-1A startete vom selben Weltraumbahnhof erneut eine Rakete dieses Typs zu einer Orbitalmission. Dieses Mal befanden sich sechs Kleinsatelliten an Bord des Trägers, deren Aufgaben die Überwachung des Schiffsverkehrs, Erdbeobachtung und das „Internet of Things“ betreffen. Dafür wurde eine weitere Startlafette verwendet, die im Komplex 16 stationiert war, dem Bereich, der für die Trägerraketen des Typs Langer Marsch 6 vorgesehen ist. Wie schon der Start sechs Stunden zuvor wurde auch diese Mission von der Expace Technology Corporation gemanagt, einer privatwirtschaftlichen Ausgründung der staatlichen China Aerospace Science & Industry Corporation.

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China stellte am 7. Dezember seine Fähigkeit unter Beweis, innerhalb weniger Stunden vom selben Startgelände aus zwei Trägerraketen in den Orbit zu bringen. Die erste Mission mit einer Trägerrakete des Typs Kuaizhou-1A begann um 3:35 Uhr mitteleuropäischer Zeit am nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan. Für den Start wurde dabei eine fahrbare Abschusslafette verwendet.

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Nur 76 Minuten nach dem Start einer RocketLab Electron in Neuseeland und nur etwa 16 Stunden nach dem Start der ISS-Versorgungsmission CRS-19 erfolgte auf der anderen Seite des Globus bereits die nächste Orbitalmission. Dabei entsandte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos das unbemannte Versorgungsschiff Progress MS-13 zur Internationalen Raumstation. Als Trägerrakete kam eine Sojus 2.1a zum Einsatz. Die Mission ist der vierte unbemannte Flug von Russland aus zur Versorgung der ISS. Insgesamt wurden dabei drei Progress-Raumschiffe gestartet, sowie mit Sojus MS-14 ein im Prinzip bemannbares Raumfahrzeug, das aber als unbemannter Frachter eingesetzt wurde.

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Am 6. Dezember startete zum zehnten Mal insgesamt, und zum sechsten Mal in diesem Jahr, eine Kleinträgerrakete des Typs Rocketlab Electron vom neuseeländischen Startplatz Mahia aus in eine niedrige Erdumlaufbahn. Wie immer bei Rocketlab erhielt der Flug einen eigenwilligen Namen, der dieses Mal „running out of fingers“ lautete, der Missionszahl 10 geschuldet. Bei diesem Einsatz wurden insgesamt sieben Kleinsatelliten in einen niedrigen Erdorbit transportiert. Zweck des Fluges war es auch, erste Versuche für eine unbeschädigte Rückführung der ersten Stufe der Electron durchzuführen, um künftig eine Wiederverwendung des Boosters zu ermöglichen. Es war die sechste Rocketlab-Mission des Jahres.

Weiterlesen: „Running out of Fingers“ erfolgreich

Weniger als einen Tag nach dem Start von Cartosat 3 in Indien brachte auch China einen weiteren Erdbeobachtungssatelliten in eine polare Umlaufbahn. Der Start erfolgte an der Startanlage 9 des Weltraumbahnhofs Taiyuan in Nordchina. Als Träger wurde eine Langer Marsch 4C-Rakete eingesetzt. Der Satellit, Gaofen 12, gehört zum CHEOS-Programm Chinas (für: China High-definition Earth Observation System), das dem europäischen Kopernikus-System vergleichbar ist. Es war der 29. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres.

Weiterlesen: China bringt Gaofen 12 in den Orbit

Indien brachte am 27. November die erste Einheit einer neuen Generation von Erdbeobachtungssatelliten in den Orbit. Als Trägerrakete wurde eine PSLV-XL eingesetzt, der stärksten von mehreren Versionen dieses Trägertyps. Mit an Bord waren noch 13 Nanosatelliten. Es war der insgesamt 49. Einsatz einer PSLV über alle Versionen.

Weiterlesen: PSLV ist mit Cartosat 3 und 13 Cubesats erfolgreich

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