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Sternfeld, das Kepler beobachtet Sehen Sie sich das Eingangsbild einmal genau an. Was erkennen Sie da? Es ist nicht so ohne weiteres und auf Anhieb erkennbar, aber den astronomisch vorgebildeten Lesern wird schnell klar: Es ist eine kleine Himmelsregion zwischen den Sternbildern Leier und Schwan, in der Mitte zwischen Wega und Deneb. Diese Himmelsregion wird von nun an unter permanenter Beobachtung stehen, und zwar durch Amerikas neueste Raumsonde. Mehr als dreieinhalb Jahre lang wird sie ununterbrochen auf diese eine Stelle am Himmel starren. Aber beginnen wir von vorne...

Weiterlesen: Kepler sucht nach neuen Welten (Teil 1)

OCO Artists Impression; Credit: NASAWahrscheinlich wurde der Orbital Sciences Taurus XL (Version 3110) ihre leptosome Startfrequenz zum Verhängnis. Bei einem Träger, der nur alle Jubeljahre einmal eingesetzt wird (der bislang letzte Flug erfolgte im Mai 2004), kann nun mal keine Routine im Handling erzielt werden.  Und so kam es beim erst fünften Start dieser bodengestützten Version der Pegasus zum zweiten Mal zum Scheitern der Mission.

Weiterlesen: Taurus versagt - Umweltsatellit verloren

Für die Proton könnte das - von der Anzahl der geplanten Starts her betrachtet - ein richtig gutes Jahr werden, wenn nicht wie in jedem der vergangenen drei Jahre wieder ein Fehlstart die Statistik und damit auch die Höhe der Versicherungsprämien versaut. Beim ersten Einsatz des Jahres, der gleichzeitig eine Reihe von Erstleistungen für diesen Träger mit sich brachte, klappte aber alles wie am Schnürchen und die schwere russische Rakete führte mit zwei Kommunikationssatelliten einen direkten Einschuss in die geostationäre Umlaufbahn durch. Dies ist eine Spezialität der Proton M Breeze M, die einen sehr komplexen, mehr als neun Stunden langen Flugverlauf mit vier großen Brennmanövern der Oberstufe erfordert.

Weiterlesen: Proton eröffnet das kommerzielle Raumfahrtjahr

Am 10. Februar, um 7:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete vom russischen Raumfahrtzentrum Baikonur eine Trägerrakete des Typs Sojus U mit dem unbemannten Versorgungsraumschiff Progress M-66 zur Internationalen Raumstation. Für diese - und für weitere Missionen in der Zukunft - wurde der für viele Jahre stillgelegte Komplex 31 "wiederbelebt". Zuletzt war diese Anlage im Oktober 1992 (für den Start von Progress M-15  verwendet worden. Die zunehmend häufigeren Missionen zur Internationalen Raumstation machen die "Entmottung" dieser alten Sojus-Startanlage notwendig.

Weiterlesen: Progress M-66 erreicht ISS

Im September 2003 sah es noch nach einem Totalschaden aus. Im Satelliten-Integrationsraum bei Lockheed in Sunnivale war es zum Super-DAU gekommen, dem "Dümmsten aller Anzunehmenden Unfälle". Die Techniker hatten schlichtweg vergessen, ihren superteuren neuen Wettersatelliten NOAA-N Prime auf einem Drehtisch festzuschrauben, bevor sie an ihm arbeiten wollten. Ohne zu prüfen ob er gesichert ist, betätigten sie die Kippvorrichtung des Drehtisches, und "rumms" lag das Raumfahrzeug, teuer wie sein Gewicht in Platin und Edelsteinen, auf dem Zement des Hallenbodens. Die Gesamtkosten für den Satelliten kamen am ende auf 564 Millionen Dollar. Gut 150 Millionen Dollar davon zahlte nicht der Auftraggeber, sondern Lockheeds Montageversicherung.

Weiterlesen: Totalschaden wiederbelebt

Am 30. Januar startete Russland den Forschungssatelliten CORONAS-Foton mit einer Trägerrakete des Typs Tsyklon 3 erfolgreich in eine Erdumlaufbahn. Coronas-Foton ist der dritte Forschungssatellit der CORONAS-Reihe (CORONAS = Complex Orbital Observations Near-Earth of Activity of the Sun) die sich mit Auswirkungen physikalischer Ereignisse der Sonne auf die Erde und die Erdatmosphäre beschäftigen. Der erste Satellit, CORONAS-I wurde am 2. März 1994 gestartet, die zweite Einheit am 21. Juli 2001. CORONAS-Photon ist Teil eines internationalen Programms mit der Bezeichnung "Living with a Star".

Weiterlesen: Mit CORONAS Abschied von der Tsyklon 3

Heute in den frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit wurde das Raumfahrtjahr 2009 mit einem spektakulären „Schuss“ eröffnet. Bei einem der sehr seltenen Delta IV-Heavy Starts, der derzeit schwerste unbemannten Trägerrakete weltweit, wurde ein hochgeheimer Spionagesatellit direkt in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht. Die Luftwaffe bezeichnet die Mission schlicht als NROL-26 (National Reconnaissance Office Launch No. 26).

Weiterlesen: Delta IV Heavy eröffnet Raumfahrtjahr

Russland brachte am 25. Dezember vom Kosmodron in Baikonur drei neue Satelliten der Glonass-Serie in einen mittelhohen Erdorbit. Dieser Start ist ein weiterer Schritt beim Ausbau des gleichnamigen russischen Navigationssatellitennetzes.  Im derzeitigen Ausbaustadium ist bereits die Durchführung eines vollständigen Navigationsdienstes in Russland möglich. Die weitere Bestückung des Netzes wird in den nächsten beiden Jahren fortgeführt, danach steht das Glonass-Netz weltweit zur Verfügung. Glonass ist das Gegenstück zum amerikanischen Global Positioning System (GPS).

Weiterlesen: Zu guter letzt noch einmal Russland

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