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Die insgesamt 15. Starlink-Mission von SpaceX am 24. Oktober brachte gleich mehrere Rekorde für das Unternehmen. Zunächst war es der 100. erfolgreiche Einsatz der Firma. Die Zählung erfolgreicher Missionen beginnt dabei im September 2008. Damals erreichte eine Falcon 1 – nach drei vorausgegangenen Fehlschlägen – als erstes privat entwickeltes und finanziertes Trägersystem weltweit die Erdumlaufbahn. Die aktuelle Mission beinhaltete auch die 63. erfolgreiche Landung eines Boosters nach dem Einsatz, und es war die 43. Mission, bei der eine "gebrauchte" Rakete verwendet wurde.

Weiterlesen: 60 neue Starlinks bei 100. erfolgreicher SpaceX-Mission

Die drei Mitglieder der Sojus MS-16 Crew kehrten am 22. Oktober nach 195 Tagen und 18 Stunden im Orbit wieder sicher zur Erde zurück. Chris Cassidy, Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner umkreisten in dieser Zeit die Erde 3.136mal. Cassidy hat damit bei seinen nunmehr insgesamt drei Raumflügen 378 Tage im Weltraum verbracht. Iwanischin, bei dem es ebenfalls der dritte Einsatz war, sogar 476 Tage. Für Iwan Wagner war es die erste Mission gewesen.

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SpaceX führt Starlink-Starts am laufenden Band durch. Am 18. Oktober brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 erneut 60 der Satelliten in den Orbit. Startort war wieder der historische Startkomplex 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums in Florida, von dem aus schon Apollo 11 auf die Reise zum Mond ging. Es war die 18. SpaceX-Mission in diesem Jahr, die 14. Starlink-Mission insgesamt und die 13. mit operationellen Satelliten an Bord.

Weiterlesen: SpaceX startet erneut 60 Starlinks

Am 14. Oktober startete Roskosmos das bemannte Raumschiff Sojus MS-17 zur Internationalen Raumstation. Die Mission hat in mehrfacher Hinsicht einen historischen Charakter. Zum einen war es das schnellste Rendezvous in der Geschichte der ISS, bei dem zwischen dem Verlassen der Startrampe und dem Anlegen an der Station nur gut drei Stunden lagen. Zum anderen war es die wahrscheinlich letzte Mission, bei der die Vereinigten Staaten für einen Sitz im Sojus-Raumschiff bezahlen mussten.

Weiterlesen: Ultraschnelles Rendezvous und historische Mission

China brachte am 11. Oktober einen Erdbeobachtungssatelliten auf eine geostationäre Transferbahn. Von dort er sich in den nächsten Tagen auf eine feste Position im geostationären Gürtel begeben. Der Satellit trägt die Bezeichnung Gaofeng 13. Es wird vermutet, dass es sich bei der Einheit um eine verbesserte Version von Gaofeng 4 handelt, der am 28. Dezember 2015 gestartet worden war. Der Start erfolgte um 18:57 Uhr vom zentralchinesischen Raumfahrtzentrum Xichang aus. Als Träger wurde eine Langer Marsch 3B/G3 eingesetzt.

Weiterlesen: Chinesischer Aufklärungssatellit für den geostationären Orbit

Northrop Grumman (NG) brachte am 3. Oktober ein neues Nachschub-Raumschiff auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS). Die Mission begann am Mid-Atlantic-Regional Spaceport in Virginia. Wie immer bei NG erhielt auch das aktuelle Raumfahrzeug den Namen einer verstorbenen Person, die sich um die Raumfahrt verdient gemacht hat. In diesem Fall wurde die Cygnus auf den Namen „S.S. (für: Space Ship) Kalpana Chawla“ benannt, nach einer US-Astronautin indischer Abstammung, die bei der Columbia-Katastrophe ums Leben gekommen war.

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Die russischen Streitkräfte brachten am 28. September drei Satelliten der Gonets-Reihe in den Weltraum. Startort war das nordrussische Raumfahrtzentrum in Plessezk. Als Träger wurde eine Sojus 2.1b „Fregat M“ eingesetzt. Da die Rakete damit bei weitem nicht ausgelastet war, konnten noch zusätzlich 19 internationale so genannte „rideshare“-Nutzlasten mitgenommen werden.

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China brachte am 27. September bei einem Überraschungsstart erneut zwei Satelliten in eine polare Erdumlaufbahn. Die Mission war ld weder angekündigt worden, noch wurden  die international üblichen „NOTAMS“ veröffentlicht, um den Luft- und Seeverkehr zu unterrichten. Normalerweise werden solche Ankündigungen auch von China im Vorfeld von Satellitenstarts ausgegeben. Bei den beiden Raumfahrzeugen handelt es sich um die Meeresüberwachungssatelliten Huanjing-2A und 2B.

Weiterlesen: Überraschungsstart mit Huanjing-2A und 2B