Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1a brachte am 4. April einen neuen Progress-Nachschubtransporter für die Crew der Internationalen Raumstation in den Orbit. Es ist dies die erste reine Versorgungsmission zur ISS des Jahres 2019 (beim SpX-DM 1-Testflug vor einem Monat wurden allerdings ebenfalls schon 450 Kilogramm Nutzlast zur ISS gebracht). Erstmals wurde dabei ein Raumschiff auf eine "superschnelle" Transferbahn zur Station geschickt. Drei Stunden und 23 Minuten, und nach dem Absolvieren von nur gut zwei Erdumkreisungen, legte die Progress auch schon am Pirs-Modul der ISS an. Das Standardverfahren für einen Transfer zur ISS dauerte bislang zwei Tage.

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Am 1. April schickte Indien seinen EMISAT-Spionagesatelliten auf eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war die Rampe 2 des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Als Träger wurde eine Rakete des Typs PSLV-QL eingesetzt. Die Version QL ist eine neue Variante dieses indischen Standardträgers, der bei diesem Einsatz seinen 47. Flug erlebte, und den es nunmehr in vier Versionen gibt. Als XL mit sechs Feststoff-Zusatzboostern, als QL mit vier Boostern, als DL mit zwei Boostern und als CA ohne Zusatzraketen für die Startunterstützung. In diesem Fall steht das "CA" als "Core Alone". Es gab bislang auch noch die PSLV-G, ebenfalls mit sechs Boostern wie die XL ausgerüstet, diese aber in einer schwächeren Variante.

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Eine Kleinträgerrakete des Typs Rocket Lab Electron brachte in den frühen Morgenstunden des 29. März mitteleuropäischer Zeit einen Satelliten im Auftrag der US-Defense Advanced Research Projects Agency (kurz: DARPA) in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Startkomplex der neuseeländischen "Stammbasis" des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia an der Ostseite der neuseeländischen Nordinsel. Die einzige Nutzlast an Bord war ein Technologie-Demonstrator des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit der Bezeichnung R3D2 (für: Radio frequency Risk Reduction Deployment Demonstration). Es war der insgesamt fünfte Einsatz einer Rocket Lab Electron.

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Am 31. März trat die erste Einheit einer neuen Generation chinesischer Datenrelay-Satelliten ihre Reise in den Orbit an. Startort war die Anlage 2 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B in der Version G2 eingesetzt. Der Start dieses Satelliten war bereits für das vergangene Jahr vorgesehen gewesen, verzögerte sich aber dann aus unbekannten Gründen.

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Am 27. März scheiterte der private chinesische Trägerraketenentwickler One Space mit dem Jungfernflug seines OS-M1 Mikro-Launchers. Das bedeutete, dass ZeroGLab, ebenfalls ein chinesisches Startup, ihren Lingque-1B Satelliten verlor, der sich an Bord der Rakete befand. Mit diesem Fehlschlag scheiterte nach dem Fehlstart von Landspace im Oktober 2018, auch das zweite chinesische Startup innerhalb eines halben Jahres beim Jungfernflug ihrer jeweiligen Trägerraketen.

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