Eine Atlas 5 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 17. Oktober den Advanced Extremely High Frequency 4 (AEHF-4) Kommunikationssatelliten der US-Luftwaffe in einen geostationären Transferorbit. Die Mission begann um 6:15 Uhr mitteleuropäischer (0:15 Uhr US-Ostküstenzeit) Zeit an der Startanlage 41 der Cape Canaveral Luftwaffenbasis in Florida. Die Mission war der insgesamt 79. Start einer Atlas 5 seit dem Erstflug dieses Typs im August 2002.

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China baut sein Navigationssatellitensystem in schnellem Tempo weiter aus. Am 14. Oktober brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B/Y1 mit Beidou 3M15 und 3M16 zwei weitere Einheiten des Beidou-Systems in eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Die Satelliten tragen auch die Bezeichnung Beidou 39 und 40, entsprechend der Zählnummer seit dem ersten Start eines Beidou-Satelliten im Oktober 2000. Es war der 28. Orbitalstart Chinas in diesem Jahr und es waren die Navigationssatelliten Nummer 14 und 15 dieses Jahres. Die beiden neuen Einheiten sind Mitglieder der Phase 3 des Ausbaus der Konstellation.

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China brachte am 9. Oktober erneut zwei Satelliten der Yaogan-Reihe in den Orbit. Startort für Yaogan 32-01 und 32-02 war die Rampe 94 des Startkomplexes 43 am nordchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C mit einer neu entwickelten Oberstufe verwendet. Nach offiziellen chinesischen Angaben werden die beiden Raumfahrzeuge für Beobachtungszwecke des chinesischen Landwirtschaftsministeriums verwendet. Die Nachrichtenagentur Xinhua gab aber auch bekannt, dass die Einheiten für „Forschungen des elektromagnetischen Umfeldes und andere Technologietests“ verwendet werden sollen. Man kann allerdings davon ausgehen, dass wie bei früheren Satelliten der Yaogan-Serie, auch die neuen Einheiten hauptsächlich militärischen Zwecken dienen.

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Am 11. Oktober startete die russische Raumfahrtagentur Roskosmos das bemannte Raumschiff Sojus MS-10 mit dem Kosmonauten Alexej Owtschinin und den NASA-Astronauten Nick Hague zur Internationalen Raumstation. Aber schon zwei Minuten nach dem Verlassen der Startrampe kam es zu einem dramatischen Flugabbruch, als nach einer fehlerhaften Trennung einer der Booster die Zentralstufe der Trägerrakete beschädigt wurde. Das perfekt funktionierende Rettungssystem des Raumschiffs brachte die beiden Besatzungsmitglieder jedoch knapp 20 Minuten nach dem Liftoff sicher auf den Boden zurück. NASA-Administrator Jim Bridenstine war vor Ort Zeuge der dramatischen Vorgänge.

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Der Start des argentinischen Radar-Beobachtungssatelliten SAOCOM 1A führte wieder einmal zu einer Erstleistung für den US-Startdienstleister SpaceX. Nach dem Start vom Komplex 4E der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien kehrte die erste Stufe des Trägers sieben Minuten und 45 Sekunden nach dem Liftoff auf eine Landeplattform (als "Landing Zone 4" bezeichnet) nur wenige hundert Meter von der Startstelle entfernt zurück. Damit hat SpaceX bislang 30 Landungen der ersten Stufe durchgeführt. 18 davon auf Bergungsschiffen, 11 auf den beiden Landepads in Cape Canaveral und nunmehr auch eine auf der Luftwaffenbasis Vandenberg.

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