China brachte in den frühen Morgenstunden des 31. Juli vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan aus den zivilen Erdbeobachtungssatelliten Gaofen 11 erfolgreich in einen Übergangsorbit für eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Als Träger für das Raumfahrzeug wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 4B eingesetzt. Es war die 22. chinesische Raumfahrtmission des laufenden Jahres.

Weiterlesen: Gaofen-11 startet von Taiyuan

Das Wettrennen um Platz 1 in der Startliste des Jahres 2018 hält an, und am 28. Juli ist erneut China in Führung gegangen. Beim 21. chinesischen Start in diesem Jahr brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B zwei neue Navigationssatelliten des Beidou-Systems in eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Startort war der Komplex 3 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang.

Weiterlesen: China bringt zwei neue Navigationssatelliten in den Orbit

Die Ariane 5 ES, die Variante der europäischen Großträgerrakete mit einem wiederzündbaren Oberstufentriebwerk, war in den letzten Jahren nur noch gelegentlich im Einsatz gewesen. Bei ihrem nun unwiderruflich letzten Flug, am 25. Juli, brachte eine Rakete dieses Typs vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou aus vier neue Einheiten der Galileo-Navigationssatellitenserie in den Orbit. Insgesamt die Flugeinheiten 23-26 (wenn man die Testsatelliten zu Beginn des Programms dazuzählt). Die einzige verbliebene Version, die nun bis zur Außerdienststellung der Ariane 5 betrieben wird, ist die Variante Ariane 5 ECA.

Weiterlesen: Letzter Einsatz für Ariane 5 ES mit vier Galileos

Nur drei Tage nach dem vorausgegangenen Start in Cape Canaveral war SpaceX erneut im Einsatz. Dieses Mal von der Westküste der USA aus, von wo eine Falcon 9 Block 5 Trägerrakete eine Ladung IridiumNEXT Satelliten in den Orbit brachte. Es war die siebte von acht geplanten Missionen für Iridium. Alle verliefen erfolgreich.

Weiterlesen: SpaceX bringt siebten IridiumNEXT-Zehnerpack in den Orbit

Am 9. Juli 2018 führte der russische Raumfrachter Progress MS-09 das schnellste Rendezvous  in der Geschichte der Internationalen Raumstation durch. Zwischen dem Start in Baikonur und dem Anlegen am Pirs-Modul vergingen weniger als vier Stunden und es wurden nur zweieinhalb Erdumkreisungen benötigt. Es war bereits der dritte Anlauf für die Durchführung eines superschnellen Rendezvous und diesmal klappte es. Eigentlich sollten auch Progress MS-07 und MS-08 einen derart schnellen Transfer durchführen. Bei beiden Missionen musste der Start aber jeweils wenige Sekunden vor dem Liftoff abgebrochen werden. Beim jeweils zweiten Startversuch waren dann die perfekten Ausgangsbedingungen nicht mehr gegeben, und die Transporter mussten dann das zweitägige Standard-Rendezvousverfahren mit 36 Erdorbits anwenden. Bedingungen für ein superschnelles Rendezvous ergeben sich nicht zufällig, sondern müssen viele Wochen im Voraus sorgfältig geplant werden.

Weiterlesen: Superschnelles Vier-Stunden-Rendezvous