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Nur gut neun Stunden nach dem vorangegangenen Start zur Bestückung des Starlink-Netzes startete SpaceX am 24. Juni erneut eine Falcon 9 für diesen Zweck. An Bord befanden sich 20 Einheiten der Gruppe 9-2. Dieses Mal nahm die Mission an der Space Force Basis Vandenberg ihren Anfang. Wie bei den letzten Starts häufiger der Fall, war auch beim aktuellen Mission eine Mischung Stand-Starlinks (sieben Stück) und „Direct-to-Cell-Einheiten“ (13 Satelliten) an Bord. Der Flug war der 350. Einsatz einer Falcon 9. Damit wurden bislang 6.675 Starlinks gestartet, von denen sich noch 6.209 im Orbit befinden.

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Am 23. Juni brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 die 22 Einheiten umfassende Starlink-Gruppe 10-2 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war die Space Force Basis Cape Canaveral. Der Start gelang erst beim dritten Versuch. Zunächst kam es zu einer wetterbedingten Verschiebung am 13. Juni. Beim zweiten Anlauf, am 14. Juni, ereignete sich ein seltener Startabbruch nachdem bereits die Triebwerke gezündet hatten. In der drei Sekunden langen Check-out-Phase zwischen Zündung und Abheben hatten die Computer des Kontrollzentrums eine Fehlfunktion festgestellt. Die war offensichtlich so schwerwiegend, dass der Booster gewechselt werden musste, was neun Tage in Anspruch nahm.

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Die chinesische Raumfahrtagentur brachte am 22. Juni zwei astronomische Forschungssatelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Bei den beiden Einheiten handelt es sich um den Gammastrahlen-Forschungssatelliten SVOM (für: Space Variable Objects Monitor), der gemeinsam von der CNSA (Chinese National Space Agency) und der CNES (Centre Nationales D’études Spatiale) entwickelt und gebaut wurde, und um CATCH-1, einen Röntgenstrahlen-Forschungssatelliten der CNSA. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C eingesetzt.

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In den besseren Tagen für die europäische Raumfahrt wäre dieser Satellit eine typische Ariane 5-Nutzlast gewesen. Nachdem Europas Starttätigkeit aber seit langem weitgehend lahm liegt, ist es jetzt ein Geschäft für SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk brachte jedenfalls am 20. Juni den Satelliten Astra 1P des luxemburgischen Kommunikationsdienstleisters SES S.A. auf eine supersynchrone Transferbahn. Startort war die Cape Canaveral Space Force Station in Florida.

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Am 20. Juni führte der neuseeländisch-amerikanische Startdienstleister Rocket Lab seine 50. Orbitalmission durch. Wie stets vergab das Unternehmen auch für diesen Einsatz einen Slogan. Er lautete „No Time Toulouse“. An Bord des Kleinträgers befanden sich fünf Nanosatelliten von Kinéis. Der Start erfolgte von der Anlage 1B des werkseigenen kleinen Raumflughafens auf der Halbinsel Mahia in Neuseeland. Insgesamt hat Rocket Lab damit 190 Satelliten in den Orbit oder in eine lunare Transferbahn gebracht. Es war der achte Start des Unternehmens in diesem Jahr.

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