Bei der 16. Transporter-Mission von SpaceX brachte eine Rakete des Typs Falcon 9 119 Kleinsatelliten und CubeSats in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war die Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Mit den verschiedenen Rideshare-Programmen von SpaceX wurden bislang schon über 1600 Kleinsatelliten gestartet.
Die Mission begann um 13:02 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 4E des Weltraumbahnhofs. Mit insgesamt vier Brennmanövern der zweiten Stufe flog die Rakete zwei verschiedene Bahnen an, zunächst in etwa 570 Kilometern Höhe, danach in 510 Kilometern Höhe. Beide Male betrug die Inklination 97,4 Grad. Die Absetzaktivitäten für die erste Gruppe von Satelliten begannen 54 Minuten und 39 Sekunden nach dem Liftoff und endeten 70 Minuten und 12 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe. Danach erfolgte der Bahnwechsel der Oberstufe. Zwischen zwei Stunden und 16 Minuten nach dem Missionsbeginn und zwei Stunden 32 Minuten wurde dann die zweite Gruppe abgesetzt.
Zur Unterstützung des Einsatzes wurde der Booster 1093 verwendet, der damit seinen 12. Flug absolvierte. Ihre Jungfernmission absolvierte diese Stufe am 7. April 2025 beim Start der Starlink-Gruppe 11-11. Die Einheit landete acht Minuten und 33 Sekunden nach Missionsbeginn auf dem autonomen Bergungsschiff Of Course I Still Love You, das 640 Kilometer südöstlich des Startortes im Pazifik stationiert war.
Bord der Falcon 9 befanden sich die folgenden Satelliten:
- ION SCV Astounding Alexandra, ein Space-Tug des italienischen Unternehmens D-Orbit.
- Vigoride 7. Ebenfalls ein Space-Tug. Von der US-Firma Momentus Space.
- Arcadia 10. Ein Radar-Erdbeobachtungssatellit der US-Firma Capella Space.
- FGN-100-d3. Ein Technologiedemonstrator von Fergani Space aus der Türkei.
- Von K2 Space aus den USA. Payload hosting.
- 3 x Hawk 14. Von HawkEye 360 aus den USA. Signalaufklärer.
- HotSat-2. Von SatVu aus England. Erdbeobachtung.
- 6 x ICEYE 6 aus Norwegen. Von ICEYE. Erdbeobachtung.
- 8 x IRIDE-MS1-EAGLET 2. Jeweils 25 Kilogramm schwere Erdbeobachtungssatelliten der Italienischen Weltraumorganisation ASI.
- Mimir 1. Payload hosting. Von Space Norway aus Norwegen.
- Nusat 53 und 54. Erdbeobachtungssatelliten von Satellogic aus Argentinien.
- Ein 130 Kilogramm schwerer Testsatelliten für ein neuartiges Hall-Effekt-Triebwerk der NASA.
- Spacevan-002 von Exotrail aus Frankreich. Ein Space Tug.
- 3 x Vindlér 2.0. Von der Sierra Nevada-Corporation aus den USA. Erdbeobachtung.
- Winnebago-6 von Varda Space aus den USA. Eine Wiedereintrittskapsel.
- CubeSat von ArkEdgeSpace aus Japan. Kommunikation.
- AiglonSat-1. 1 Unit-CubeSat mit einem Gewicht von 1,7 Kilogramm vom schweizerischen Aiglon-College. Ausbildung.
- AISSat-4. CubeSat der norwegischen Weltraumagentur. Schiffstracking.
- BRO 19. CubeSat von Unseelabs aus Frankreich. Radiofrequenzspektrum-Monitoring
- Black Kite-2. CubeSat von Rapidtek Technologies und der taiwanesischen Weltraumagentur. Kommunikation.
- 6Unit-CubeSat der Universität Boulder in Colorado. Erdmagnetfeldmessung.
- DecimalSat-1. CubeSat von OCULLOSPACE aus den USA und Singapur. DNA-Digitaldatenspeicherung.
- DISCO-2. 2Unit-CubeSat des dänischen Studenten-CubeSat Programms der Universitäten Kopenhagen und Aarhus. Klimaforschung.
- CubeSat aus Rumänien. Vom Raumfahrtinstitut des INFLPR. Technologiedemonstrator.
- 3 x ERMIS. Zwei 6Unit-CubeSats und ein 8Unit-CubeSat von der Nationaluniversität von Griechenland. Erdbeobachtung und Internet of Things.
- FEMTO-1 aus Spanien vom ARQUIMEA-Forschungszentrum. Technologiedemonstrator für elektrische Antriebe.
- Flylab 1 und 2. CubeSats von der ONERA in Frankreich. Technologiedemonstratoren.
- FOSSASat 2E25. 3Unit-CubeSat von FOSSA Systems aus Spanien. Internet of things.
- GARAI B - Innosat Unamuno. CubeSat von SATLANTIS in Spanien. Erdbeobachtung.
- GEMS2-Amethyst. CubeSat von Weather Stream in den USA. Meteorologie.
- GENIE N1-ATLAS. CubeSat der Novi-Space Incorporated in den USA. Technologiedemonstrator.
- Ghost Rider. CubeSat. Hersteller, Herstellerland und Einsatzzweck unbekannt.
- HADES-SA. CubeSat von der spanischen AMSAT. Technologiedemonstrator.
- CubeSat. Hersteller, Herstellerland und Einsatzzweck unbekannt.
- Helloworld-1. CubeSat von der Upkoi Inc. aus den USA. Technologiedemonstrator.
- Io-1. CubeSat von Iota-Technologies aus England. Erdmagnetfeldmessung.
- JACK-002 aus Südkorea. CubeSat. Hersteller und Einsatzzweck unbekannt.
- 9 x Lemur 2. CubeSats von Spire Global in den USA. Internet of Things.
- Lilium-4 aus Taiwan. 6Unit-CubeSat von SATORO. Amateurfunk.
- LUNA-2. CubeSat. Hersteller, Herstellerland und Einsatzzweck unbekannt.
- Griechischer CubeSat von Planetek Hellas. Technologiedemonstrator.
- Out Of The Box. CubeSat von Space Locker aus Frankreich. Payload Hosting.
- PARUS-6U1. CubeSat aus Taiwan von Taipeh Tech. Bildung.
- 3Unit-CubeSat von AUTh aus Griechenland. Technologiedemonstrator für optische Kommunikation und Laserlinks.
- 4Unit-CubeSat aus den USA von Aethero. Technologiedemonstrator für AI-Computing im All.
- Sharjah-Sat-2. Ein elf Kilogramm schwerer CubeSat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Von der Sharjah Akademie für Astronomie, Weltraumwissenschaften und Technologie. Erdbeobachtung.
- SM-1.2. CubeSat. Hersteller, Nationalität und Einsatzzweck unbekannt.
- Spinny One. Pocket Cube von Hydra Space Systems in England.
- CubeSat aus England von Quantum Communications Hub. Quantenschlüsselaustausch.
- MicroSat-2. CubeSat aus Taiwan von Tron Future Tech. Technologiedemonstrator.
- TES-23. Ein CubeSat des Ames Research Center der NASA. Ein Technologiedemonstrator für Formationsflüge. Der Vigoride 7 Space Tug bildet dabei das passive Ziel.
- 6 x ThinSat (auch: (Dream Big Constellation). 6 0,5 CubeSats von sechs US-Universitäten. Bildung.
- TORO 3. CubeSat aus Taiwan von Pyras Technology. Ozeanografie.
- TROOP-F3. 1Unit-CubeSat der US-Firma Near Space Launch. Nutzlastträger.
- Unicorn 2S und 2R. PocketCubes der britischen Firma Alba Orbital. Erdbeobachtung.
- VegaFly-1. PocketCube aus Vietnam vom Vega Space and Geospace Institute. Bildung.
- VIREON 1 und 2. CubeSats aus Schweden von AAC Clyde Space. Erdbeobachtung.
Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2026 wie folgt aus:
- USA: 40 (davon SpaceX: 38)
- China: 18. 2 Fehlschläge (Langer Marsch 3B/E, Ceres 2)
- Neuseeland: 5
- Russland: 4
- Indien: 1. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
- Europa: 1
- Japan: 1. 1 Fehlschlag (KAIROS)
- Deutschland: 0.
- Australien: 0.
- Israel: 0
- Südkorea: 0
Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich wie folgt dar:
- Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 21 (21/0)
- Vandenberg Space Force Basis: 19
- Jiuquan: 6
- Mahia: 5
- Wenchang: 3 (institutionell 1/kommerziell 2)
- Xichang: 2
- Baikonur: 2
- Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 2
- Plessezk: 2
- Taiyuan: 2
- DeFu-15001: 1
- Guyana Space Centre: 1
- Satish Dhawan: 1
- Tanegashima: 0
- Andøya: 0
- Wostotschnij: 0
- Bowen Orbital Spaceport: 0
- Palmachin: 0
Bild: SpaceX
