SpaceX brachte am 12. April die inzwischen neunte Gruppe von Starshield-Satelliten, dieses Mal bestehend aus 22 Einheiten, für die so genannte Proliferated Architecture des National Reconnaissance Office (NRO) in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war, wie immer bei Missionen für diesen Zweck, die Vandenberg Space Force Basis in Kalifornien. Der Auftraggeber bezeichnet die Mission als NROL-192. Die Starshield-Satelliten basieren auf der Starlink-Plattform von SpaceX und sind jeweils mit einer Nutzlast von Northrop Grumman ausgerüstet.
Die schnelle Abfolge von Starts der geheimnisvollen TJS-Satellitenreihe hält weiter an. Mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B/E brachte China am 10. April erneut einen vermutlich militärischen geostationären Satelliten der TJS-Reihe in den Orbit. Startort war das Raumfahrtzentrum Xichang in Zentralchina. Es ist der sechste Satellit dieser Reihe, der in den vergangenen gut vier Monaten gestartet wurde. Das ist eine drastische Häufung gegenüber der Startfrequenz der Vergangenheit von Einheiten dieser Serie. Bis dahin lag sie bei etwa einem Start pro Jahr. China bezeichnet die TJS-Satelliten als Kommunikationstestprogramm. Man kann allerdings mit Sicherheit davon ausgehen, dass es sich dabei um Satelliten mit militärischer Aufgabenstellung, wie etwa elektronische Signalaufklärer oder Frühwarnsatelliten handelt.

Am 6. April brachte SpaceX von der Cape Canaveral Space Force Station aus mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die Starlink-Gruppe 6-72 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Mit dieser Mission wurden 28 Einheiten in den Orbit transportiert. Es war der 480. Start einer SpaceX-Trägerrakete seit dem (damals missglückten) ersten Flug einer Falcon 1.