Header

Nach fast dreijähriger Pause (der letzte vorausgegangene Start fand im März 2023 statt) war am 12. Februar wieder eine russische Trägerrakete des Typs Proton M aktiv. Der Träger brachte den Wettersatelliten Elektro-L Nr. 5 direkt in einen geostationären Orbit. Um das leisten zu können, war die Proton mit einer Block DM-03-Orbitaleinheit als vierte Stufe ausgerüstet. Startort war das Kosmodrom Baikonur.

Das Startgewicht für Elektro-L Nr. 5 wird mit 2356 Kilogramm angegeben. An Bord der Rakete befand sich noch eine kleinere Zusatznutzlast mit der Bezeichnung OChR (auch als Jam-e Jam 1 bezeichnet). Dabei handelt es sich um einen Kommunikationssatelliten für den Iran (der aber in Russland gefertigt wurde). Er dürfte ein Gewicht von etwa 150 Kilogramm aufweisen. Das maximale Nutzlastgewicht der Kombination Proton M Block DM-03 für einen Direkteinschuss in den geostationären Orbit dürfte etwa 3500 Kilogramm betragen.

Die Mission begann um 9:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 81/24 des Weltraumbahnhofs. Der Aufstieg in den geostationären Orbit dauerte sechs Stunden und 45 Minuten und erforderte mehrere Brennmanöver der Block-DM. Danach wurde Elektro-L Nr. 5 freigegeben und etwa neun Minuten darauf auch OChR.

Die Produktion der Proton ist seit Jahren eingestellt. Es sind aber gegenwärtig noch zehn Raketen eingelagert, die alle in den kommenden drei bis vier Jahren verbraucht werden sollen. Es wird von offizieller Seite behauptet, dass all diesen Raketen bereits Nutzlasten zugeordnet sind. In der Kombination mit der Block-DM-03-Oberstufe war die aktuelle Mission bereits der letzte Start. Zukünftig wird diese Einheit nur noch auf der Angara-Rakete zum Einsatz kommen und ausschließlich von Plessezk oder Wostotschnij aus fliegen.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2026 wie folgt aus:

  1. USA: 16 (davon SpaceX: 16)
  2. China: 10. 2 Fehlschläge (Langer Marsch 3B/E, Ceres 2)
  3. Neuseeland: 2
  4. Indien: 1. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
  5. Russland: 2
  6. Europa: 0
  7. Japan: 0
  8. Deutschland: 0.
  9. Australien: 0.
  10. Israel: 0
  11. Südkorea: 0

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich folgendermaßen dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 7 (7/0)
  2. Vandenberg Space Force Base: 9
  3. Jiuquan: 4
  4. Wenchang: 2 (institutionell 1/kommerziell 1)
  5. Xichang: 1
  6. Mahia: 2
  7. Taiyuan: 1
  8. DeFu-15001: 1
  9. Plessezk: 1
  10. Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 1
  11. Baikonur: 1
  12. Guyana Space Centre: 0
  13. Satish Dhawan: 1
  14. Tanegashima: 0
  15. Andøya: 0
  16. Wostotschnij: 0
  17. Bowen Orbital Spaceport: 0
  18. Palmachin: 0

Bild: Roskosmos