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Am 4. Januar brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 den schwedischen Kommunikationssatelliten Ovzon-3 in einen geostationären Transferorbit. Die Mission begann an der Startanlage 40 der Cape Canaveral Space Force Station. Erstmals bei einem Start in eine hochenergetische Umlaufbahn kehrte bei dieser Mission der Booster wieder zum Startplatz zurück.

Der Einsatz begann um 0:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit (also um 18:04 Uhr am Vortag an der US-Ostküste). Für den Einschuss in den Transferorbit wurde 30 Minuten und 27 Sekunden nach dem Liftoff eine zweite Brennphase der zweiten Stufe notwendig, die 57 Sekunden dauerte. 38 Minuten und 36 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe wurde der Satellit freigegeben. Der erzielte Orbit ist leicht supersynchron, mit einem Perigäum von 269 Kilometern und einem Apogäum von 47.368 Kilometern bei einer Bahnneigung von 26,81 Grad. Von hier aus wird er mit seinen elektrischen Bordtriebwerken in einem Zeitraum von mehreren Monaten seine Arbeitsposition im geostationären Gürtel bei 59,7 Grad östlicher Länge einnehmen.

Für diese Mission wurde der Booster 1076 eingesetzt, der damit seinen zehnten Flug absolvierte. Nachdem der Stufe wieder nach Cape Canaveral zurückflog mussten nur die beiden Hälften der Nutzlastverkleidung geborgen werden. Die wurden vom SpaceX-Mehrzweckschiff Bob etwa 430 Kilometer vor der Küste von Cape Canaveral abgeholt.

Ovzon-3 ist eine Breitband-Kommunikationseinheit mit einem Startgewicht von etwa 1.500 Kilogramm. Als erster privater Satellit verfügt er über zwei so genanntes Roll-out-Solar-Arrays von der Art, wie sie auch an der Internationalen Raumstation eingesetzt werden. Im Fall von Ovzone-3 sind die beiden Generatoren im ausgerollt Zustand jeweils zehn Meter lang und erzeugen zusammen eine elektrische Leistung von etwa zehn Kilowatt.

Gebaut wurde Ovzon-3 von Maxar auf Basis der SSL-500-Legion-Plattform. Ursprünglich hätte der Satellit auf der letzten Ariane 5 gestartet werden sollen, die Programmverzögerung bei Maxar führte aber dann dazu, dass letztendlich auf die Falcon 9 „umgebucht“ werden musste.

Bild: Mission-Patch von Ovzon AB für die Mission Ovzon-3. Quelle: Ovzon AB.