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SpaceX unternahm am 3. Mai 2026 eine Rideshare-Mission die dieses Mal nicht unter den üblichen Programmtiteln Bandwagon oder Transporter lief. Der Flug und seine Bahnparameter wurden durch die Hauptnutzlast definiert, den südkoreanischen Erdbeobachtungssatelliten CAS500, der in einen sonnensynchronen polaren Erdorbit transportiert wurde. Seine Masse war so gering, dass an Bord der Falcon 9 noch 45 weitere – sehr viel kleinere – Nutzlasten mitgeführt werden konnten, was den Einsatz dann am Ende doch zu einer klassischen Rideshare-Mission machte.

Der Einsatz begann um 9:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 4E des Weltraumbahnhofs. Die Bahndaten für die einzelnen Nutzlasten sind leicht abweichend, da die Falcon 9-Oberstufe zwei etwas unterschiedliche Orbits anflog. Für die zweite Stufe bedeutete die Mission einen komplexen Ablauf mit insgesamt fünf Brennmanövern. Zwei Stunden und 30 Minuten nach dem Liftoff wurde mit Earth Daily 7 der letzte Satellit abgesetzt. Der durchschnittliche Orbit dürfte bei etwa 530 Kilometern bei einer Bahnneigung zum Äquator von etwa 97,8 Grad gelegen haben.

Als Träger für diese Mission wurde die Einheit 1071 verwendet. Das kombinierte Gewicht der 46 Nutzlasten war gering genug, um eine Rückkehr des Boosters zum Startplatz und dort eine Landung auf den 300 Meter von der Startrampe entfernte Landing Zone 4 zu ermöglichen, wo sie nur sieben Minuten und 34 Sekunden nach dem Liftoff landete. Für den Booster war es die 33. Mission. Seinen ersten Einsatz hatte er bereits im Februar 2022 bei der Mission NROL-87.

Die Hauptnutzlast – bezeichnet als CAS500-2 (für Compact Advanced Satellite 500, wobei die Zahl für das Gewicht in Kilogramm steht) - ist die zweite Einheit einer Serie von drei fortschrittlichen Erdbeobachtungssatelliten der südkoreanischen Raumfahrtagentur KARI. Bei den anderen Satelliten handelt es sich um die folgenden Einheiten:

  • Busansat, ein südkoreanischer Mikrosatellit. Eine Gemeinschaftsentwicklung der Stadt Busan und der Korea Aerospace Administration (KASA)
  • Drishti, von GalaxEye aus Indien. Ein Erdbeobachtungssatellit.
  • 6 x Earth Daily. Sechs Erdbeobachtungssatelliten des kanadischen Unternehmens Earth Daily.
  • Eyecore 1 aus Polen. Von Eyecore. Ein Erdbeobachtungssatellit.
  • 2 x ECEYE-X, aus Finnland, Polen und Portugal. Gebaut vom finnischen Mikrosatellitenentwickler ECEYE. Erdbeobachtungssatelliten.
  • 7 x IRIDE-MS2-HEO. Je 70 Kilogramm schwere Mikrosatelliten der italienischen Raumfahrtagentur. Erdbeobachtungssatelliten.
  • Jackal Autonomous Orbital Vehicle von True Anomaly aus den USA.
  • JEN-1. Ein britischer Technologiedemonstrator von OrbAstro.
  • Lynk Tower 7 und 8. Von Lynk Global aus den USA. Kommunikation.
  • Pelican 7, 8 und 9. Drei je 100 Kilogramm schwere Erdbeobachtungssatelliten von Planet Labs in den USA.
  • Balkan-2. Ein CubeSat von EnduroSat aus Bulgarien.
  • BRO-21. Ein 8Unit-CubeSat aus Frankreich von Unseenlabs für Radiofrequenz-spektrum-Monitoring.
  • 3 x BSLT. CubeSats von Basalt Space aus den USA. Einsatzzweck unbekannt.
  • 4 x FOREST. 8Unit-CubeSats von OroraTech in München. Erdbeobachtung.
  • 3Unit-CubeSat von der Universität von Calgary. Sonnenphysik.
  • Gemini-Pollux. CubeSat der National Cheng Kung University in Taiwan. Amateurfunk.
  • 8Unit-CubeSat von EMTEC SPACE aus Griechenland und der ESA. Technologiedemonstrator.
  • 6Unit-CubeSat aus Spanien von Aistech Space. Erdbeobachtung.
  • ICARUS 2.0-RAVEN. 6Unit-CubeSat von TALOS und der Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland. Umweltbeobachtung.
  • PEARL 1A und 1B. CubeSats von der National Central University. Für Ausbildungszwecke.
  • QUBE-II. ein 8Unit-CubeSat vom DLR in Deutschland. Technologiedemonstrator.
  • 8Unit-CubeSat aus Griechenland von EMTECH-SPACE und der ESA. Technologiedemonstrator.
  • CubeSat von der Wichita State University. Sonnenphysik.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2026 wie folgt aus:

  1. USA: 60 (davon SpaceX: 53). 1 Fehlschlag (New Glenn)
  2. China: 25. 3 Fehlschläge (Langer Marsch 3B/E, Ceres 2, Tianlong-3)
  3. Russland: 8
  4. Neuseeland: 6
  5. Europa: 2
  6. Indien: 1. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
  7. Japan: 1. 1 Fehlschlag (KAIROS)
  8. Deutschland: 0.
  9. Australien: 0.
  10. Israel: 0
  11. Südkorea: 0

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich wie folgt dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 32 (30/2)
  2. Vandenberg Space Force Basis: 28
  3. Jiuquan: 9
  4. Mahia: 6
  5. Plessezk: 5
  6. Wenchang: 4 (institutionell 1/kommerziell 3)
  7. Taiyuan: 4
  8. Dongfanghang Tiangang: 3
  9. Xichang: 3
  10. Baikonur: 3
  11. Guyana Space Centre: 2
  12. DeFu-15001: 1
  13. Satish Dhawan: 1
  14. Tanegashima: 0
  15. Andøya: 0
  16. Wostotschnij: 0
  17. Bowen Orbital Spaceport: 0
  18. Palmachin: 0

Bild: SpaceX