Am 30. Dezember brachte die chinesische Raumfahrtagentur mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B den Erdbeobachtungssatelliten Tianhui 7 auf eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom nordchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan aus.
Die Mission begann um 5:12 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Rampe 2 des Startkomplexes Nr. 4. Die dritte Stufe des Trägers setzte das Raumfahrzeug auf einer Bahn mit einem Perigäum von 489 Kilometern, einem Apogäum von 491 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 97,42 Grad ab.
Über den Satelliten ist wenig mehr zu erfahren, als dass CAST ihn hergestellt hat. Der Informationsmangel weist auf eine zumindest halbmilitärische Nutzung hin. So ist denn auch das offizielle Statement zum Start recht karg, denn es heißt da: „Tianhui-7 wird hauptsächlich für geografische Kartierung, Landressourcenerhebungen und wissenschaftliche Forschung eingesetzt“, eine Standardfloskel, die wortwörtlich gleichlautend häufig bei den Starts militärischer Aufklärungssatelliten verwendet wird.
Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2025 wie folgt aus:
- USA: 174 (davon SpaceX: 165). 1 Fehlschlag (Alpha)
- China: 92. 3 Fehlschläge (Kuaizhou 1A, Zhuque 2, Ceres 1)
- Neuseeland: 18
- Russland: 17
- Europa: 7
- Indien: 5. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
- Japan: 4
- Südkorea: 2. 1 Fehlschlag (Hanbit-Nano)
- Deutschland: 1. 1 Fehlschlag (Spectrum)
- Australien: 1. 1 Fehlschlag (Eris 1)
- Israel: 1
Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich folgendermaßen dar:
- Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 109 (82/27)
- Vandenberg Space Force Base: 65
- Jiuquan: 33
- Wenchang: 20 (institutionell 12/kommerziell 8)
- Xichang: 19
- Mahia: 16
- Taiyuan: 12
- Plessezk: 9
- Guyana Space Centre: 7
- Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 7
- Baikonur: 6
- Satish Dhawan: 5
- Tanegashima: 4
- Wostotschnij: 2
- Andøya: 1
- Bowen Orbital Spaceport: 1
- Palmachin: 1
- Naro Space Center: 1
- Mid Atlantic Regional Spaceport (MARS): 1
- Alcântara: 1
Bild: Startlogo. Quelle: SAST
