- ein orientalisches Weltraummärchen?
Das Land hieß einmal Persien. Man denkt an: Sassaniden und Seleukiden, Kalifen und Schahs, Diwan und Damavand, Tee und Teppiche. Das Land heißt heute Iran. Das klingt nach Zensur, Erdöl und Atomprogramm.
Und jetzt noch das: Raumfahrt im Land des Zarathustra.
Am 9. Januar brachte SpaceX bei der Mission Starlink 6-96 erneut 29 Satelliten für die Internet-Konstellation in den Orbit. Startort war der Komplex 40 der Cape Canaveral Space Force Station. Starlink bedient derzeit über neun Millionen Abonnenten weltweit. Zu Beginn der Woche hatte SpaceX 10.868 Starlink-Satelliten gestartet, von denen aber bereits 1445 wieder in die Erdatmosphäre eingetreten sind. 8170 Einheiten befinden sich in ihrem Einsatzorbit oder sind auf dem Weg dahin.
Am 4. Januar brachte SpaceX bei der Mission Starlink 6-88 erneut 29 Satelliten für die Internet-Konstellation in den Orbit. Startort war der Komplex 40 der Cape Canaveral Space Force Station. Der Start war einer der eher selteneren Fälle, bei denen SpaceX einen brandneuen Booster einsetzt.
Die erste Orbitalmission des neuen Jahres wickelte – wie könnte es anders sein – SpaceX ab. Dabei brachte das Unternehmen mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die dritte von insgesamt vier Einheiten der italienischen Cosmo-SkyMed Konstellation der zweiten Generation (kurz: CSG) in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war die Space Force Basis Vandenberg in Kalifornien. Zwei der drei bisher gestarteten Einheiten wurden von Falcon 9-Raketen gestartet. Die vierte Einheit soll mit einer Vega C im kommenden Jahr in den Orbit geschickt werden.
Der letzte Orbitalstart des Jahres 2025 wurde von China durchgeführt. Am 30. Dezember brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 7A zwei Militärsatelliten der Shijian-Reihe in eine geostationäre Transferbahn. Die beiden Einheiten tragen die Bezeichnungen Shijian 29A und 29B. Startort war der institutionelle Teil des Raumfahrtzentrums Wenchang am Gelben Meer. Die Mission war der 93. Orbitaleinsatz des laufenden Jahres und damit ein Rekordjahr für China. Insgesamt erlebte dieses Jahr 323 Orbitalmissionen, von denen 315 erfolgreich verliefen.

Die China Meteorogical Association (oder kurz: CMA) brachte am 26. Dezember einen geostationären Wettersatelliten in eine Transferbahn. Das neue Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung Fengyun-4C. Unter den Fengyun-Satelliten gibt es sowohl geostationäre Satelliten als auch solche, die sich auf polaren sonnensynchronen Erdumlaufbahnen in niedriger Höhe bewegen. Startort der aktuellen Mission war das Raumfahrtzentrum Xichang in Zentralchina. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B/E eingesetzt.
