Kuiper 1 – Starlink 250
In den frühen Morgenstunden des 29. April nahm Amazon die Bestückung der weltweit vierten Internet-Großkonstellation auf. An diesem Tag startete die United Launch Alliance die erste Gruppe von 27 Satelliten der Kuiper-Konstellation in eine niedrige Erdumlaufbahn. Als Träger wurde eine Atlas V der Version 551 eingesetzt. Startort war der Komplex 41 der Cape Canaveral Space Force Station. Die Bezeichnung der Mission war KA-01 (für: Kuiper-Atlas 01). Nach genau 250 Starlink-Missionen folgt somit nun die Lieferung 1 für Kuiper.
Am 28. April brachte SpaceX mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 von der Space Force Basis Vandenberg aus die 27 Satelliten der Starlink-Gruppe 11-9 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Einsatz wurde vom Booster 1063 unterstützt, der ältesten Erststufe von SpaceX. Sie hatte ihren ersten Einsatz bereits im November 2020 beim Start des europäische-amerikanischen Umweltbeobachtungssatelliten Sentinel 6A.
Ein deutlicher Hinweis darauf, dass nicht nur SpaceX Internetkonstellationen errichtet, war am 28. April der Start der dritten Gruppe der chinesischen SatNet Leo-Konstellation. Dabei wurden mit einer Großrakete des Typs Langer Marsch 5B zehn Guowang-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn transportiert. Der Träger war für diesen Zweck mit einer YZ-2-Oberstufe ausgerüstet. Startort war das Raumfahrtzentrum Wenchang auf der Insel Hainan. Es war erst der sechste Einsatz einer Langer Marsch 5B überhaupt.
Am 28. April brachte SpaceX von der Cape Canaveral Space Force Station aus mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die Starlink-Gruppe 12-23 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Mit dieser Mission wurden 23 Einheiten in den Orbit transportiert. Darunter waren wieder einmal 13 Stück der Direct-to-cell-Variante mit an Bord. Es war der 250. Einsatz einer Falcon 9 der ganz oder überwiegend dem Aufbau der Starlink-Konstellation gewidmet ist.
Die dichte Startfolge chinesischer Trägerraketen des Typs Langer Marsch 3B/E hält an. Am 27. April brachte eine Einheit dieses Typs den Relaysatelliten Tianlian E (auch Tianlian 2-05) in eine geostationäre Transferbahn. Startort war das Raumfahrtzentrum Xichang in Zentralchina.
Die chinesische Raumfahrtagentur sandte am 24. April das bemannte Raumschiff Shenzhou 20 auf den Weg zur chinesischen Raumstation Tiangong. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2F/G eingesetzt. Startort war das Raumfahrtzentrum Jiuquan in Nordwestchina. Die Crew besteht aus dem Kommandanten Chen Dong, für den es der dritte Flug in die Umlaufbahn ist. Mit ihm unterwegs sind die beiden Bordingenieure Chen Zhongrui und Wang Jie, für die es jeweils die erste Mission ist. Die Besatzung wird sechs Monate an Bord der Tiangong verbringen und im Oktober zurückkehren.
Die Bandwagon-Missionen von SpaceX sind, ähnlich wie die Transporter-Einsätze, in der Regel dazu bestimmt, eine große Anzahl von Kleinnutzlasten in einen vordefinierten Orbit zu bringen. Hinsichtlich der „großen Anzahl“ war die Mission Bandwagon 3 am 22. April jedoch eine krasse Ausnahme, denn an Bord befanden sich lediglich drei Satelliten. Und von denen gehörte auch nur einer, nämlich der zwölf Kilogramm schwere 6Unit-CubeSat Tomorrow S7 zum üblichen Kundenkreis.
SpaceX brachte am 21. April 2025 mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 einen Cargo Dragon auf eine Transferbahn zur Internationalen Raumstation. Startort war die Anlage 39A des Kennedy Space Centers. An Bord des unbemannten Logistik-Raumschiffs befanden sich neben den üblichen Versorgungsgütern für die Crew der ISS auch drei Kleinsatelliten, die später von dort aus abgesetzt werden sollen, sowie ein komplexes, 230 Kilogramm schweres ESA-Experiment, mit der Bezeichnung ACES, eine Vorrichtung die an der Außenhülle des Columbus-Moduls der Raumstation angebracht werden soll, und das der Kalibrierung einer neu entwickelten Atomuhr für wissenschaftliche Zwecke dient.