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Schürfgraben auf dem Mars; Credit: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona/Texas A&M University Wenn man Eis auf dem Mars findet, ist es ähnlich, wie wenn eine gute Fußballmannschaft ein Match gewinnt: man rechnet damit, es geschieht wenig überraschend, und es wird trotzdem frenetisch gefeiert.

Die Raumsonde Phoenix hat mit ihrer Schaufel weiße Brocken freigelegt, wobei einige Wissenschaftler die Vermutung geäußert hatten, dass es sich bei diesen auch um Salz handeln könnte. Nun, vier Tage später, sind etliche der freigelegten Brocken verschwunden. So schnell würde Salz nicht verschwinden.

Somit ist klar: Bei dem weißen Material kann es sich nur um Eis handeln. Auf diesem animierten Bild ist die Veränderung zwischen den beiden Aufnahmen deutlich zu sehen - die weißen würfelgroßen Brocken in dem von der Schaufel geschürften Loch sind auf dem zweiten Bild verschwunden.

Ebenfalls heute morgen stieß die Schaufel des Roboters in einem anderen Sürfgraben in der gleichen Tiefe wie im ersten Graben auf eine harte Schicht und ging nach drei vergeblichen Versuchen weiterzugragen in eine Warteposition - das ist das vorgesehene Verhalten für diesen Fall. Die Wissenschaftler hoffen und erwarten, dass es sich auch bei dieser Schicht um Eis handelt.

Das Projektteam der Sonde hatte zwischenzeitlich mit einem Datenverarbeitungsproblem zu Phoenix schickte viele Daten doppelt. Demnächst wird ein Software-Ergänzung zur Sonde geschickt, um den Fehler zu beheben. Bis dahin werden alle wissenschaftlichen Daten jeden Marsabend zur Erde geschickt und nicht in der Sonde gespeichert. Für derartige Zwischenfälle ist ein Zeitpuffer von 30 Tagen vorgesehen, von denen nun einer verbraucht wurde, das Missionsteam liegt also weiterhin im Zeitplan.

Artikel auf der Phoenix-Missionsseite

Nox