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Die Rakete mit der weltweit längsten Einsatzhistorie hat am 22. Februar ihre letzte Mission absolviert. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos brachte an diesem Tag mit der 787. Sojus U das ISS-Versorgungsschiff Progress MS-05 auf eine Erdumlaufbahn. Die Sojus U war 43 Jahre lang im Einsatz. Diese heute älteste Version der Sojus wird nicht länger gebaut, weil dafür wesentliche Komponenten des Flugführungssystems aus der Ukraine kommen. Die erste Einsatzmission der Sojus U erfolgte am 18. Mai 1973. Die Rakete trug bei ihrer Abschiedsmission ein Logo zu Ehren von Sergei Koroljows 110. Geburtstag. In Koroljows OKB-1 wurde die Sojus einst entwickelt.

Weiterlesen: Abschiedsvorstellung für die Sojus U

SpaceX hat am 20. Februar die erste Mission von der historischen Startanlage 39A des Kennedy Space Centers das unbemannte Versorgungsraumschiff Dragon CRS-10 in eine Erdumlaufbahn gebracht. Das Raumfahrzeug soll am 23. Februar an der Internationalen Raumstation (ISS) anlegen. Die erste Stufe der Falcon 9 führte gut sieben Minuten nach dem Liftoff eine erfolgreiche Landung in der nur drei Kilometer vom Startort entfernten "Landing Zone 1" durch.

Weiterlesen: SpaceX nimmt historische Startanlage 39A wieder in Betrieb

Die europäische Raketen-Betreibergesellschaft Arianespace führte am 14. Februar die erste Mission einer Ariane 5 im Jahres 2017 durch. Die Rakete startete dabei von der Anlage 3 des Guyana Space Center, in der Nähe der Stadt  Kourou in Französisch Guyana.  An Bord des Trägers befanden sich die beiden Kommunikationssatelliten SKY Brasil-1 und Telkom-3S. Der Flug trug die Bezeichnung VA 235 (für: Vol Ariane No. 235) und war die zweite von 12 Arianespace-Missionen, die in diesem Jahr mit Trägern der Typen Vega, Sojus und Ariane 5 geplant sind. Der erste Arianespace-Einsatz war vor gut zwei Wochen erfolgt, als eine Sojus ST-B den Kommunikationssatelliten Hispasat 36W-1 ins All brachte.

Weiterlesen: Ariane 5 bringt SKY Brasil-1 und Telkom-3S in den Orbit

Beim ersten Arianespace-Start des Jahres 2017 brachte am 28. Januar eine Rakete des Typs Sojus ST-B den spanischen Kommunikationssatelliten Hispasat 36W1 auf eine geostationäre Transferbahn. Es war dies das erste Mal, dass eine Rakete der Sojus-Reihe vom Guyana Space Center aus für den Start eines geostationären Kommunikationssatelliten eingesetzt wurde. Gleichzeitig war es der 16. Start einer Sojus vom europäischen Raumflughafen aus.

Weiterlesen: Sojus ST-B startet Hispasat 36W1

Japan brachte am 24. Januar den militärischen Kommunikationssatelliten DSN-2 erfolgreich auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission nahm am Raumfahrtzentrum Tanegashima um 8:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 16:44 Uhr Ortszeit) zu Beginn eines 78 Minuten langen Startfensters ihren Anfang. Als Träger wurde eine H-IIA in der Version 204 eingesetzt. Das ist die leistungsfähigste Variante dieses japanischen Standardträgers. Einer japanischen Tradition folgend wurde der Satellit nach dem erfolgreichen Start umbenannt und bekam den Namen "Kirameki 2".

Weiterlesen: Japan startet militärischen Kommunikationssatelliten

Die United Launch Alliance (ULA) brachte in den frühen Morgenstunden des 21. Januar (mitteleuropäischer Zeit) einen Frühwarnsatelliten der US-Luftwaffe in einen geostationären Transferorbit. Als Träger wurde eine Atlas 5 401 verwendet. Startort war Cape Canaveral. Es war dies der 68. Einsatz einer Atlas V. Alle Flüge waren von Seiten der Missionserfüllung her gesehen erfolgreich.

Weiterlesen: Dritter SBIRS-Frühwarnsatellit im Orbit

Die Entwicklung sehr kleiner Trägerraketen ist problematisch. Sie werden in der Regel mit kleinen Budgets von kleinen Institutionen entwickelt und können häufig nicht die rigorosen Test- und Simulationsprogramme durchlaufen, denen Großträger vor ihrem Erstflug unterzogen werden. Praktisch alle Vorhaben dieser Art sind in der Vergangenheit gescheitert. Dies war vor gut einem Jahr bei der amerikanischen "Super Strypi" nicht anders, einem nur 28 Tonnen schweren Feststoffträger, und so war es auch am 14. Januar mit der japanischen SS-520, die im Erfolgsfalle mit einer Startmasse von nur 2,6 Tonnen zum kleinsten Satellitenträger aller Zeiten geworden wäre.

Weiterlesen: Japanischer Kleinstträger scheitert

Am 13. Januar kehrte die Falcon 9 von SpaceX wieder erfolgreich in den aktiven Dienst zurück. Der Start war der erste, seit ein Träger dieses Typs am 1. September zwei Tage vor einem geplanten Start bei der Betankung für einen statischen Brenntest völlig unvermittelt explodierte. Bei dieser "return-to-flight" Mission transportierte die Falcon 9 insgesamt 10 Satelliten der Iridium NEXT-Konstellation in den Orbit. Nicht nur der Transport in den Orbit verlief problemlos, auch die Landung der ersten Stufe auf einem unbemannten Bergungsschiff im Pazifik war vollständig erfolgreich.

Weiterlesen: Falcon 9 wieder erfolgreich im Einsatz

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