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Beim ersten Arianespace-Start des Jahres 2017 brachte am 28. Januar eine Rakete des Typs Sojus ST-B den spanischen Kommunikationssatelliten Hispasat 36W1 auf eine geostationäre Transferbahn. Es war dies das erste Mal, dass eine Rakete der Sojus-Reihe vom Guyana Space Center aus für den Start eines geostationären Kommunikationssatelliten eingesetzt wurde. Gleichzeitig war es der 16. Start einer Sojus vom europäischen Raumflughafen aus.

Weiterlesen: Sojus ST-B startet Hispasat 36W1

Japan brachte am 24. Januar den militärischen Kommunikationssatelliten DSN-2 erfolgreich auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission nahm am Raumfahrtzentrum Tanegashima um 8:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 16:44 Uhr Ortszeit) zu Beginn eines 78 Minuten langen Startfensters ihren Anfang. Als Träger wurde eine H-IIA in der Version 204 eingesetzt. Das ist die leistungsfähigste Variante dieses japanischen Standardträgers. Einer japanischen Tradition folgend wurde der Satellit nach dem erfolgreichen Start umbenannt und bekam den Namen "Kirameki 2".

Weiterlesen: Japan startet militärischen Kommunikationssatelliten

Die United Launch Alliance (ULA) brachte in den frühen Morgenstunden des 21. Januar (mitteleuropäischer Zeit) einen Frühwarnsatelliten der US-Luftwaffe in einen geostationären Transferorbit. Als Träger wurde eine Atlas 5 401 verwendet. Startort war Cape Canaveral. Es war dies der 68. Einsatz einer Atlas V. Alle Flüge waren von Seiten der Missionserfüllung her gesehen erfolgreich.

Weiterlesen: Dritter SBIRS-Frühwarnsatellit im Orbit

Die Entwicklung sehr kleiner Trägerraketen ist problematisch. Sie werden in der Regel mit kleinen Budgets von kleinen Institutionen entwickelt und können häufig nicht die rigorosen Test- und Simulationsprogramme durchlaufen, denen Großträger vor ihrem Erstflug unterzogen werden. Praktisch alle Vorhaben dieser Art sind in der Vergangenheit gescheitert. Dies war vor gut einem Jahr bei der amerikanischen "Super Strypi" nicht anders, einem nur 28 Tonnen schweren Feststoffträger, und so war es auch am 14. Januar mit der japanischen SS-520, die im Erfolgsfalle mit einer Startmasse von nur 2,6 Tonnen zum kleinsten Satellitenträger aller Zeiten geworden wäre.

Weiterlesen: Japanischer Kleinstträger scheitert

Am 13. Januar kehrte die Falcon 9 von SpaceX wieder erfolgreich in den aktiven Dienst zurück. Der Start war der erste, seit ein Träger dieses Typs am 1. September zwei Tage vor einem geplanten Start bei der Betankung für einen statischen Brenntest völlig unvermittelt explodierte. Bei dieser "return-to-flight" Mission transportierte die Falcon 9 insgesamt 10 Satelliten der Iridium NEXT-Konstellation in den Orbit. Nicht nur der Transport in den Orbit verlief problemlos, auch die Landung der ersten Stufe auf einem unbemannten Bergungsschiff im Pazifik war vollständig erfolgreich.

Weiterlesen: Falcon 9 wieder erfolgreich im Einsatz

China führte nach dem ersten Orbitalstart des Jahres am 5. Januar nur vier Tage später auch die zweite Raumfahrtmission des neuen Jahres durch. Bei diesem Einsatz kam ein leichter Feststoffträger des Typs Kuaizhou-1A (KZ-1A) zum Einsatz. Die Nutzlast bestand aus dem Erdbeobachtungssatelliten Jilin Liniye-1 und den beiden Cubesats Xingyun Shiyan 1 und Kaidun-1. Startort war das Gelände des Weltraumbahnhofs Jiuquan.

Weiterlesen: Und gleich noch einmal China

China absolvierte im Raumfahrtjahr 2016 am 28. Dezember mit dem Start der beiden Superview 1-Erderkundungssatelliten die letzte Raumfahrtmission des vergangenen Jahres und am 5. Januar 2017 auch gleich den ersten Start des neuen Raumfahrtjahres. Auch das bestätigt die zunehmende Dominanz Chinas in der Raumfahrt. 2016 hatte das Land gleichauf mit den USA die meisten Starts absolviert. Russland das bei der Zahl der Starts jahrzehntelang stets vorne gelegen hatte, nahm nur noch die dritte Position ein.

Weiterlesen: China eröffnet Raumfahrtjahr 2017

Die letzte Orbitalmission des Jahres 2016 wurde von der Volksrepublik China durchgeführt. Das ergibt das erstaunliche Bild, dass die USA in diesem Jahr mit 23 Missionen im Ranking knapp vor China (22 Missionen) liegen, und danach erst Russland kommt, das in diesem Jahr nur 19 Flüge durchgeführt hat, und damit zum ersten Mal seit 17 Jahren nicht den ersten Platz in der Startstatistik einnimmt. China hätte beinahe ebenso viele Starts wie die USA zu verzeichnen gehabt, verschob aber eine zunächst für den 30. Dezember geplante Mission auf dem 5. Januar 2017. Allerdings gibt es für China einen kleinen Wermutstropfen in diesen an sich positiven Nachricht, denn die letzte Mission des Jahres kann nur als Teilerfolg gewertet werden, weil die drei Satelliten an Bord auf einer zu niedrigen Umlaufbahn abgeliefert wurden.

Weiterlesen: Trotz Rekord unbefriedigender Jahresabschluss für China

Arianespace schloss das Raumfahrtjahr 2016 mit einer erfolgreichen Mission des Schwerlastträgers Ariane 5 ECA ab. Bei diesem insgesamt elften Einsatz des Unternehmens in diesem Jahr wurden am 21. Dezember vom europäischen Startzentrum in Kourou die beiden Kommunikationssatelliten Star One D1 und JSCAT-15 auf eine geostationäre Transferbahn transportiert. Die Mission war der zweite Flug in diesem Jahr, bei dem eine Ariane 5 beim selben Start gleich zwei Satelliten des Herstellers Space Systems Loral (SSL) in den Orbit brachte. Der Einsatz trug die Bezeichnung VA 234, für „Vol Ariane Nr. 234“ und bezeichnete damit den 234. Flug einer Trägerrakete der Ariane-Familie. Es war der 90. Einsatz einer Ariane 5 und der 76. erfolgreiche Ariane 5-Flug in ununterbrochener Reihenfolge.

Weiterlesen: Erfolgreicher Jahresabschluss für Arianespace

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