Die außerordentlich hohe Startfrequenz chinesischer Nutzlasten hält weiter an. Beim bereits vierten Orbitalstart innerhalb von nur zehn Tagen brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 11 insgesamt sechs Satelliten in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Die Mission begann um 5:12 Uhr mitteleuropäischer Zeit am nordchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan.

An Bord befanden sich die Serieneinheiten Nummer sieben und acht der Konstellation von Jilin- Erdbeobachtungssatelliten, die von der Chang Guang Satellite Technology Co. Ltd. entwickelt und gebaut wurden. Vier weitere Einheiten sollen im März mit einem Kuaizhou-1A Träger gestartet werden, ebenfalls einer relativ kleinen Feststoffrakete. Die Raumfahrzeuge der Jilin-Serie wiegen pro Einheit etwa 210 Kilogramm.

Die anderen vier Satelliten an Bord der Langer Marsch 11 waren – allerdings ist das noch nicht mit letzter Sicherheit bekannt -  Xiaoxang-2, ein acht Kilogramm schwerer 6Unit-Cubesat,  Quantutong-1, ebenfalls ein 6Unit-Cubesat, KIPP 1, ein 3Unit-Cubesat von etwa fünf Kilogramm Gewicht und Zhou Enlai, ein zwei Kilogramm schwerer 2Unit-Cubesat.

Die Langer Marsch 11 ist ein leichter, vierstufiger, ausschließlich mit festen Treibstoffen betriebener Träger, der aus der Interkontinentalrakete DF-31 abgeleitet wurde. Wie bei dieser erfolgt auch der Start der Langer Marsch 11 aus einem Silo, der für die zivilen Starts aber oberirdisch aufgestellt wird. Die Rakete kam zum dritten Mal zum Einsatz. Der Start am 18. Januar war die insgesamt 100. Orbitalmission, die am Raumflughafen Jiuquan ihren Anfang nahm.

Bild: Die beiden Jilin-Satelliten werden mit der Rakete integriert. Credit: ChinaNews