Nur drei Tage nach dem Start dreier Erdbeobachtungssatelliten von Taiyuan aus, brachte China am 24. November erneut ein Satellitentrio in den Orbit. Dieses Mal erfolgte der Start vom Raumfahrtzentrum Jiuquan in der südlichen Mongolei aus. Bei der Mission Yaogan 30-02 wurden drei Raumfahrzeuge mit einem nicht näher spezifizierten Einsatzzweck gestartet. Die Yaogan-Serie umfasst militärisch genutzte Forschungs- und Einsatzsatelliten aller Art. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C eingesetzt.

Die Mission begann um 19:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 2:10 Uhr Ortszeit am 25. November) an der Startanlage LC3 des Raumfahrtzentrums.

Aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein Satellitenterzett handelt und aufgrund der Bahndaten kann man mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass es sich bei der Mission Yaogan 30-02 um eine SIGINT-Mission handelt. Die Raumfahrzeuge wurden in die gleiche Bahn gebracht, wie die drei Satelliten der Yaogan 30-01 Mission, nämlich in einen annähernd kreisförmigen Orbit in 600 Kilometern Höhe.  Ein wenig verwirrend ist allerdings die niedrige Inklination dieser Konstellation mit einer Bahnneigung zum Äquator von nur 35 Grad. Immerhin genügt das, um die weltweit bevölkerungsreichsten Zonen zu überfliegen.

Die Satelliten wurden vom Kleinsatellitenzentrum der Chinesischen Akademie der Wissenschaften entwickelt und gebaut. Gewicht und Abmessungen sind unbekannt, doch dürfte es sich dabei aufgrund ihrer Herkunft um kleinere Einheiten handeln welche die Nutzlastkapazität des Trägers, sie liegt bei der eingeschlagenen Bahn bei etwa 2.000 Kilogramm, nicht vollständig nutzt.

Bild: Die Langer Marsch 2C mit den drei Yaogan 30-02 Satelliten wartet auf den Start; Credit: ChinaNews