China führte heute den ersten Start für die zukünftig möglicherweise größte Konstellation von Erdbeobachtungssatelliten durch. Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2D brachte dabei vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan aus die ersten vier Einheiten des zukünftig weltumspannenden Systems den Orbit. Bis 2030 soll die Konstellation 138 Satelliten umfassen. Damit wird es möglich sein, jeden Punkt der Erde innerhalb von maximal 10 Minuten nach Eingang einer Anforderung zu fotografieren.

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Eine Atlas V der United Launch Alliance brachte am 2. Oktober den mexikanischen Kommunikationssatelliten Morelos-3 auf eine geostationäre Transferbahn. Das Raumfahrzeug sollte ursprünglich auf einer russischen Proton M gestartet werden, aber aufgrund der schlechten Zuverlässigkeit dieses Trägers wechselte das mexikanische Ministerium für Kommunikation und Transportwesen, der Besitzer des Raumfahrzeugs, den Träger. Die mexikanische Regierung hatte am 16. Mai bei einem der zahlreichen Fehlstarts der Proton M den Satelliten MexSat-1 verloren. Die Mission war auch ein Jubiläum: Es war der 100. Start für die United Launch Alliance, dem Joint Venture von Lockheed und Boeing, das die Trägerraketen Atlas V, Delta II und Delta IV herstellt, vermarktet und betreibt.

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Am 1. Oktober gelang gut sechs Stunden nach dem Start in Baikonur dem russischen Transportraumschiff Progress M-29M ein sicheres Anlegemanöver an der Internationalen Raumstation. Damit ist dies nach zwei fehlgeschlagenen Versorgungsflügen in der ersten Jahreshälfte und einem weiteren Fehlschlag im Oktober letzten Jahres jetzt der dritte erfolgreiche Nachschubeinsatz zur ISS in Folge. Zumindest von der Situation der Verbrauchsgüteran Bord der Station ist damit die Lage für die ISS-Crew weitgehend wieder in normalen Bahnen.

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Am 30. September brachte eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane 5 die beiden Kommunikationssatelliten Sky Muster und ARSAT-2 auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission begann am Startkomplex 3 des Guyana Space Center in Französisch Guyana, besser bekannt unter der Bezeichnung Kourou, der nächstgelegenen Stadt. Es war dies der neunte Start in diesem Jahr für Arianespace und die fünfte Mission einer Ariane 5.

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Bei der fünften chinesischen Orbitalmission in einem Zeitraum von nur 17 Tagen wurde am 30. September ein Navigationssatellit der Beidou-Reihe in eine geostationäre Transferbahn transportiert. Der Start erfolgte vom zentralchinesischen Weltraumbahnhof in Xichiang aus. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B eingesetzt.

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In den frühen Morgenstunden des 28. September brachte die indische Raumfahrtagentur ISRO den ersten eigenen Astronomie-Satelliten des Landes in eine niedrige Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug mit der Bezeichnung "AstroSat" startete zusammen mit sechs weiteren Satelliten an Bord einer Trägerrakete des Typs PSLV von der ostindischen Insel Shriharikota aus.

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Nur knapp drei Tage nach dem Erstflug der Langer Marsch 6 erfolgte am 25. September ein Erstflug einer chinesischen Trägerrakete. Dieses Mal handelte es sich dabei um die Feststoffrakete Langer Marsch 11. Der Start verlief vollständig erfolgreich, und der Träger transportierte vier Kleinsatelliten in einen sonnensynchronen Orbit mit einer Höhe von 480 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 97,3 Grad.

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