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Credit: NASA Mit einer perfekten Landung beendete Commander Charlie Hobaugh am Freitag um 9:44 Uhr ostamerikanischer Ortszeit die Shuttle Mission STS 129 auf der Landebahn 33 des Kennedy Space Centers. Selbst altgediente Veteranen des Raumfähren-Programms können sich nicht erinnern, jemals eine so reibungslose Mission erlebt zu haben. Bereits der Start am 16. November von der Startrampe 39A gelang pünktlich auf die Sekunde zum Monate zuvor geplanten Zeitpunkt. Beim Aufstieg in den Orbit wurde kein einziges wesentliches "Schadensereignis" registriert: keine einzige der sonst üblichen Abplatzungen der Schaumstoffisolierung, die potentiell sehr gefährlich werden können, wie die Columbia-Katastrophe zeigte.

 Credit: NASA
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Während der knapp elftägigen Mission selbst verlief alles vollständig nach Plan. Drei Außenbordmanöver und der Transfer von 13 Tonnen Ersatzteilen für die Raumstation gingen zu 100 Prozent erfolgreich über die Bühne.

Die Atlantis war dieses Mal mit nur sechs Besatzungsmitgliedern gestartet, anstelle der sonst üblichen sieben. Den freien Platz beanspruchte - nur für den Rückflug - Nicole Stott, die nach 90 Tagen Aufenthalt auf der ISS von der Atlantis abgeholt wurde. Stott ist die letzte Astronautin, die vom Shuttle sowohl zur Station hingebracht als auch wieder zurückgeholt wurde.

Bill Gerstenmeier, Chef des bemannten Raumfahrtprogramms der NASA bezeichnete denn auch den Flug als "Just an amazing mission".

Atlantis brachte nicht nur die erwähnten Ersatzteile zur ISS sondern transportierte auch mehr als eine Tonne Material wieder zurück zur Erde. Unter anderem eine defekte Wasseraufbereitungsanlage. Die nächste Raumfähre - Endeavour - soll im Februar eine Ersatzeinheit zur Station bringen.

Glücklicherweise ist der Wasserverbrauch an Bord der Station derzeit ohnehin geringer als sonst. Nach dem Abschied von Nicole Stott waren für einige Tage nur noch fünf Besatzungsmitglieder an Bord waren. Diese Zahl reduziert sich in den nächsten Tagen weiter am 1. Dezember Roman Romanenko, Robert Thirsk und Frank de Winne mit Sojus TMA-15 zur Erde zurückkehren. Danach werden Jeffrey Williams und Maxim Surajev für drei Wochen alleine an Bord der Station verbleiben bis schließlich am 20. Dezember Oleg Kotov, Timothy Creamer und Soichi Noguchi zur Station starten werden. Die normale Besatzungsstärke wird erst im kommenden Mai wieder erreicht. Dann werden Alexander Skortzov, Michael Kornijenko und Tracy Caldwell mit Sojus TMA-18 starten.

Astra