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Start Progress M.01M; Credit: Energia Am frühen Morgen des 26. November wurde eine verbesserte Version des bewährten Progress-Frachtraumschiffes zur Internationalen Raumstation gestartet. Die unbemannte Progress 31P, wie sie in der Zählfolge der Internationalen Raumstation heißt, hob am 26.11. um 14:38 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom zentralasiatischen Raumflughafen Baikonur in Kasachstan ab.

Der Start des neuen Frachters verlief planmäßig. Kurz nach dem Erreichen der Umlaufbahn gelang es aber zunächst nicht, eine der beiden der Antennen des Dockingsystems auszufahren.

 Beladen Progress M-01 M2; Credit: Roskosmos
 Integration mit Träger; Credit: Energia
 Integration mit Träger; Credit: Energia
 Rollout; Credit: Roskosmos
 Rollout; Credit: Roskosmos
 Start; Credit: Energia

Als das Raumfahrzeug nach einer Erdumkreisung wieder in den Erfassungsbereich der russischen Missionskontrolle kam, wurde das Entfaltkommando von der Bodenstation an den Frachter übermittelt (das erste Mal war es Bestandteil der automatischen Entfaltsequenz).  Dieses Mal fuhr die Antenne aus.

Progress M-01M ist das vierte Modell in der Reihe in der Reihe des aus der Sojus 7K-T abgeleiteten russischen Raumfrachters. Die zuletzt eingesetzte Version trug die Bezeichnung Progress M1. Die neue Version ist mit einem wesentlich verbesserten digitalen Computersystem ausgerüstet. Das Raumfahrzeug wiegt gut 50 Kilogramm weniger als die bisherigen Versionen. Dieser Gewichtsvorteil kann direkt in zusätzliche Fracht umgesetzt werden.

Mit Progress M-01M/31P wird 2.423 Kilogramm an Fracht zur ISS transportiert. Davon bestehen 820 Kilogramm aus Treibstoff, 210 Liter Wasser und der Rest sind Ausrüstungsgegenstände, Nahrung, Kleidung und ähnliches.

Das Raumfahrzeug legte am Sonntag um 9:23 Uhr am Pirs-Modul der der Station an, nur wenige Stunden vor der geplanten Landung des Shuttles Endeavour, der seinerseits die Station am Freitag verlassen hatte. Das Docking-Manöver wurde vom ISS-Bordingenieur Juri Lonchakov auf den letzten 20 Metern per Fernsteuerung manuell durchgeführt. Ob dies in Zusammenhang mit der nach dem Start nicht ausgefahrenen Navigationsantenne steht, ist noch ungeklärt. Das Fernsteuersystem mit dem das geschah, trägt die Bezeichnung TORU. Das russische Kontrollzentrum empfahl Lonchakov bereits vor zwei Tagen, unmittelbar nach den Entfaltschwierigkeiten mit der Antenne, seine Fertigkeiten auf diesem Gebiet schon einmal aufzufrischen, da die Wahrscheinlichkeit für ein solches Manöver recht hoch sei. Das manuelle Anlegemanöver klappte denn auch einwandfrei.

Astra