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NASA/JPL Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der zehnte Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.

Seit zwei Tagen schon regnet es in heftigen Intervallen, und der Himmel über Rom, caput mundi, ist schwer und wolkenverhangen. Ich sitze in der Schreibstube des Palastes des Augustus. Von hier, vom Palatin aus (von dem sich übrigens das Wort Palast ableitet), hat man einen herrlichen Blick über das Forum, auch an solchen grauen Tagen. Und es kommt mir der Gedanke, dass Wolken und Niederschlag mehr sind als die natürlichen Feinde der Sternkunde.

Weiterlesen: Römische Elegien X: Nubifer

Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light) Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der neunte Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.

Als ich vor kurzem abends über das Forum spazierte, schien der Vollmond halbhoch aus südöstlicher Richtung. Sein silbernes Licht ließ alle Gebäude und Säulen Schatten werfen, den Tempel des Saturn, das Heiligtum der Venus Cloacina, die Curia, nicht aber das gewaltige Colosseum am Fußende des Forums, denn das gibt es noch nicht. Das wird Vespasian erst in sechzig Jahren bauen lassen.

Weiterlesen: Römische Elegien IX: Lux noctis

Credit: Stellarium 0.8.2 (http://www.stellarium.org) Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der achte Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.

An den ersten Märzabenden kann man die Sterne des Winters und die des Frühlings gleichzeitig sehen. Das reiche Funkeln des Winterhimmels verschiebt sich nach Westen, und es ist Zeit, sich von einem der schönsten Sterne zu verabschieden: Aldebaran im Sternbild Stier.

Weiterlesen: Römische Elegien VIII: Vigilia

Faunus Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der siebente Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.

Das Ende des Monats Februar naht. Februus war bei unseren etruskischen Vorfahren die Gottheit der Reinigung. Wir Römer haben uns da angehängt. Die Gottheit hilft den Körper bei Krankheiten zu reinigen. Ist praktischer Weise auch Gottheit der Toten. Hat natürlich auch eigene Tempel, derer gleich drei, am Palatin, Esquilin und am Vicus Longus. Zu Ehren Febris’ feiern wir die Februalia, die mit den berühmten Lupercalia zusammenfallen, die wiederum Faunus geweiht sind. Es ist nicht so einfach für einen homo modernus da durchzublicken.

Weiterlesen: Römische Elegien VII: Februus et Faunus

John William Strutt, 3. Baron von Rayleigh Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der sechste Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.

Es weht der Tramontana. Der kalte Wind von Norden fegt über Latium und Rom, die größte Stadt des ganzen Erdkreises. Uns ist bis auf die Knochen kalt an solchen Tagen im Februar, und doch wärmt die Sonne unsere Gemüter. Der Tageshimmel ist klar und leuchtend blau und verheißt sternklare Nächte.

Weiterlesen: Römische Elegien VI: Caeruleus

Venus im sichtbaren Licht; Credit: NASA Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der fünfte Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.

Ihr werdet es nicht glauben, ich bin baden gegangen. Ein paar Tagesreisen von Rom entfernt liegt Saturnia mit seiner heißen Quelle. Eine Wohltat! Da sprudelt schwefelhaltiges Wasser beständig aus den Tiefen der Erde, achthundert Liter in einer einzigen Sekunde, gestern ebenso wie heute (und morgen).

Weiterlesen: Römische Elegien V: Sulphuris

Credit: NASA, ESA and AURA/Caltech Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der vierte Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr.  

Letztens sprach ich vom Eisvogel. Erinnert ihr euch?

Mein Freund Publius Ovidius Naso erzählt uns von Alkyone, die nach ihrem Tod in einen Eisvogel verwandelt wird. Es ist natürlich alles wegen der Liebe. Ihr Gatte Keyx kommt im Sturm um, Alkyone erbittet nichtsahnend seine Heimkehr, der Traumgott Morpheus erzählt ihr im Schlaf die Wahrheit, und so weiter und so fort.
Weiterlesen: Römische Elegien IV: Pleiades

Eisvogel (Alcedo atthis); Credit: Lukasz Lukasik / Wikipedia Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der dritte Brief aus dem alten Rom. Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus.

Euer Internationales Jahr der Astronomie beschäftigt mich. Denn ihr seid nicht allein.

Habt ihr gewusst, dass euer vielbesungenes Jahr 2009 auch das Internationale Jahr der Naturfaser ist? Das Internationale Jahr der Naturfaser? (Repetitio delectat, Entschuldigung). IYNF kürzt der Naturfaserfreak das ab. Nicht das ihr glaubt, wir würden im Alten Rom "Freak" sagen, aber das Englische ist in eurer Zeit ja lingua universalis. Ich glaube, ich würde es delirus nennen.

Weiterlesen: Römische Elegien III: Fibra et Alcedo

Credit: Ulrich Würdemann / www.ondamaris.de Salve Spacefreak, Ave Astronom, dies ist der zweite Brief aus dem alten Rom.

Man nennt mich Marcus Tullius Astrum, Sterndeuter am Hof des Augustus, und ich begleite euch durchs astronomische Jahr. Ein Gruß aus fernen Gefilden sei euch gewiss!

Ferne Gefilde... das weckt Sehnsucht. Meine Reisen nach Sizilien kommen mir in den Sinn. Sicilia! Der Traum vom Süden für den Römer. Sizilien war die erste römische Provinz: unterworfen und mit einem Prätor versehen. Kann man sich als moderner Pauschaltourist gar nicht mehr vorstellen.

Weiterlesen: Römische Elegien II: Pluvia