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Galaxyzoo 2Ärgern Sie sich auch über das Wetter und darüber, dass Sie auf den Komten Lulin erst ein paar flüchtige Blicke werfen konnten? Entspannen Sie sich, gehen Sie stattdessen mal in den Zoo und helfen Sie Wissenschaftlern, 250.000 Galaxien zu klassifizieren.

Im Galaxy Zoo 2 gibts neues Futter für Himmelsfreunde: 250.000 der hellsten und interessantesten Galaxien warten auf eine nähere Begutachtung und Klassifizierung. Wie man beim 1. Durchlauf gesehen hat, haben hier auch Laien die Möglichkeit, interessante Objekte zu entdecken.

Zur Klassifizierung braucht man kein astronomisches Fachwissen (Englischkenntnisse allerdings schon). Jeder kann mitmachen. Auf einer Einführungsseite wird die Methode erklärt, dann kann man sich gleich selbst versuchen und die Richtigkeit seiner Klassifizierung überprüfen.

Warum die Arbeit mit Laien? Wie sich herausgestellt hat, ist die automatisierte Klassifizierung mit Computerprogrammen nicht zuverlässig. Die Einteilung, die Menschen am Bildschirm machen, ist wesentlich zuverlässiger. Kevin Schawinski rief das Projekt ins Leben, nachdem er für seine Doktorarbeit 50.000 Objekte klassifizieren musste. Dafür rekrutierte er auch Freiwillige und machte die Erfahrung, dass sich viel mehr Menschen dafür interessierten als angenommen - wohl eine ähnliche Erfahrung, die Tom Sawyer beim Streichen eines Zaunes machte.

Bei "Zoo 2" geht es nun ans "Eingemachte", also auch ins Innere der Galaxien. Für dieses Projekt wurden nur die hellsten und interessantesten Galaxien ausgewählt. Freiwillige sollen Fragen beurteilen wie: Ist das Zentrum besonders groß? (Das würde auf eine vorangegangene Kollision hinweisen). Gibt es einen zentralen Balken? Wie dicht sind die Spiralarme gewunden? Diese und andere Fragen sollen unser Verständnis der Natur und Entwicklung von Galaxien erweitern. Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch einfach mal vorbei!

Nox