Header

Mars PanoramaZum ersten Mal ist es gelungen, Wasser auf dem Mars direkt mit einem Landeroboter nachzuweisen. Nach einigen Problemen bei der Probennahme gelang es der Sonde Phoenix,  Eis aus einer Bodenprobe in seinem Analyseofen zu verdampfen. Nun wurde die Mission um weitere fünf Wochen verlängert.

Normalerweise wäre sie Ende August ausgelaufen. Der neuerliche Erfolg aber wird die NASA bewogen haben, Phoenix noch nicht in Rente zu schicken: Zum ersten Mal gelang der Sonde der Nachweis von Wasser auf dem Roten Planeten. Nach etlichen Schwierigkeiten in den letzten Tagen, bei denen etwa der klebrige Marsboden nicht in von der Schaufel des Roboters in den Probenofen fallen wollte, ist dies die ersehnte Erfolgsmeldung.

In einer Bodenprobe aus etwa fünf Zentimetern Tiefe fanden die Forscher Eis. Bereits bei der ersten Untersuchung mit dem Analyseofen TEGA (Thermal and Evolved-Gas Analyzer) gab es keinen Zweifel mehr – es handelt sich um gefrorenes Wasser. „Zum ersten Mal haben wir Marswasser berührt und geschmeckt,“ so William Boynton, Chefwissenschaftler von TEGA von der University of Arizona. Ernsthafte Zweifel an der Existenz von Wasser dicht unterhalb der Marsoberfläche gab es aber schon seit 2001 nicht mehr. Damals hatte der Orbiter Mars Oddysey das Wassereis von einer Umlaufbahn um den Planeten aus nachgewiesen.

Die Wissenschaftler interessiert nun, ob und wie das Wasser eventuell schmelzen kann und ob es die Rohmaterialien für biologisches Leben enthält. Der Zustand der Landesonde sei gut, so Michael Meyer, Chef des NASA-Marsprogramms. Nun wolle man die Gelegenheit wahrnehmen, einen der interessantesten Orte auf unserem Nachbarplaneten weiter zu untersuchen.

Bild: 360°-Panorama der Phoenix-Landestelle (NASA)

Kanopus