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Eine Kuaizhou-1A-Trägerrakete des privaten chinesischen Startdienstleisters ExPace erlitt am 15. Dezember einen Fehlschlag. Dabei gingen die beiden Satelliten GeeSat 1A und 1B verloren. Es war die 51. chinesische Orbitalmission in diesem Jahr, insgesamt der 16 Flug einer ExPace-Rakete und bereits der dritte, der als Fehlschlag endete. Ein zweiter Start mit einer Kuaizhou-1A war für den 17. Dezember geplant. Dieser Einsatz wird sich nun mit einiger Sicherheit verzögern, bis die Fehleranalyse abgeschlossen ist.

Weiterlesen: Nummer 51 endet als Fehlschlag

China führt derzeit etwa 40 Prozent der weltweiten Orbitalstarts durch. In diesem Sinne erfolgte am 13. Dezember die 50. chinesische Satellitenmission des laufenden Jahres. Zum Vergleich dazu: Europa hat in diesem Jahr fünf Satellitenstarts durchgeführt. Bei dieser „Jubiläumsmission“ brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B einen Datenrelay-Satelliten der Tianlian-Reihe in den Orbit. Diese Satelliten unterstützen die chinesischen Raumfahrtinstitutionen beim direkten Funkkontakt zu ihren Raumfahrzeugen oder der bemannten Raumstation. China kann damit zusehends auf Relay-Schiffe und terrestrische Bodenstationen verzichten.

Weiterlesen: 50. Start des Jahres für China

Die Einsätze der russischen Proton M-Trägerrakete werden zusehends seltener. Startete sie in der Vergangenheit bis zu einem Dutzend Mal pro Jahr, gab es in diesem Jahr nur zwei Missionen. Beim ersten Flug des Jahres, am 21. Juli, wurde dabei das Nauka-Modul der ISS in eine niedrige Erdumlaufbahn transportiert. Beim ihrem zweiten Einsatz brachte eine Proton M am 13. Dezember die russischen Kommunikationssatelliten Ekspress-AMU3 und Ekspress-AMU7 auf eine geostationäre Transferbahn. Startort war das Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan.

Weiterlesen: Proton M transportiert zwei Ekspress-AMU in den Orbit

Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B brachte am 10. Dezember zwei elektronische Aufklärungssatelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Die beiden Raumfahrzeuge tragen die Bezeichnungen Shijian-6 05A und 05B. Startort war der nordchinesische Weltraumbahnhof Jiuquan. Es war der 49. chinesische Orbitalstart des laufenden Jahres und der 400. Start einer Trägerrakete der Langer Marsch-Familie.

Weiterlesen: Langer Marsch 4B bringt elektronische Aufklärer ins All

SpaceX brachte am 9. Dezember im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde NASA und der nationalen italienischen Raumfahrtbehörde ASI ein Röntgenteleskop in eine ungewöhnliche Umlaufbahn. Die Bezeichnung des Satelliten lautet IXPE (für: Imaging X-ray Polarimetry Explorer). Der Start erfolgte von der historischen Startanlage 39A des Kennedy Space Centers aus.

Weiterlesen: SpaceX bringt IXPE auf äquatorialen Orbit

Rocket Lab führte am 9. Dezember den sechsten und letzten Orbitalstart des Unternehmens in diesem Jahr durch. Die Mission fand nur drei Wochen nach dem vorausgegangenen Einsatz statt. Das ist die bislang kürzeste Zeit zwischen zwei Einsätzen bei Rocket Lab. Dieses Mal wurden Black Sky 14 und 15, zwei Satelliten des Erdbeobachtungs-Dienstleisters Black Sky, in den Orbit transportiert. In der Rocket Lab-üblichen Manier bekam auch diese Mission einen Eigennamen. Der lautete diesmal „A Data with Destiny“.

Weiterlesen: Rocket Lab startet erneut zwei Satelliten für Black Sky

Im Auftrag des US-Unternehmens Space Adventures brachte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos das bemannte Raumschiff Sojus MS-20 auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Die Crew besteht aus einem russischen Karriere-Kosmonauten und zwei japanischen Weltraumtouristen. Die drei zahlenden Gäste an Bord der ISS werden dort zwölf Tage verbringen.

Weiterlesen: Sojus MS-20 bringt zwei Privatastronauten zur ISS

Nur wenige Stunden nach dem Start einer Ceres 1 in China waren wieder die USA mit einem Orbitalstart an der Reihe. Dabei brachte eine Atlas 5-Trägerrakete der United Launch Alliance  (ULA) im Rahmen der Mission STP-3 (für: Space Test Program) zwei Technologiesatelliten der US Space Force direkt in einen geostationären Orbit. Es war der insgesamt 90. Start einer Rakete des Typs Atlas 5. Startort war der Space Launch Complex 41 auf der Cape Canaveral Space Force Station.

Weiterlesen: STP-3 direkt im geostationären Orbit

Eine vierstufige Trägerrakete des Typs Ceres 1 des privaten chinesischen Startdienstleisters  Galactic Energy brachte am 7. Dezember fünf Kleinsatelliten auf eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Startort war das nordchinesische Raumfahrtzentrum Jiuquan. Es ist bei zwei Starts dieses neuen chinesischen Kleinträgers der zweite Erfolg. Die Rakete wird auch als Gushenxing-1 bezeichnet, was ein chinesisches Pendant für Ceres (Gott der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus) wäre. Gemeint ist hier aber wahrscheinlich eher der Zwergplanet Ceres.

Weiterlesen: Auch zweiter Einsatz der Ceres 1 erfolgreich

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