Unter dem Management der Arianespace brachte am 18. Dezember eine Trägerrakete des Typs Sojus ST-A „Fregat M“ insgesamt fünf Satelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Startort war der europäische Weltraumbahnhof in Kourou. Die beiden Hauptnutzlasten an Bord der russischen Trägerrakete waren der Astronomiesatellit CHEOPS des Cosmic Vision Programmes der ESA, sowie der italienische Radar-Erdbeobachtungssatellit COSMO-SkyMed SG1, finanziert von zivilen und militärischen Institutionen Italiens. Es war dies der neunte und letzte Start des Jahres, der von Kourou aus erfolgte.

Die Mission trägt die Arianespace-Kennung VS 23 (für: Vol Sojus Nummer 23). Das gesamte Nutzlastgewicht inklusive des Adapters beträgt 3.250 Kilogramm. Die gesamte Flugsequenz der Rakete dauert vier Stunden und 13 Minuten.

Der Liftoff erfolgte um 9:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 5:54 Uhr Ortszeit in Guyana. 22 Minuten und 43 Sekunden später wurde COSMO-Skymed als erste der fünf Nutzlasten in einem sonnensynchronen polaren Orbit in 620 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 97,81 Grad zum Äquator freigesetzt. Danach erfolgten zwei weitere Brennmanöver der Fregat M, um CHEOPS  zwei Stunden und 24 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe abzusetzen auf einer nahezu kreisförmigen Bahn in 700 Kilometern Höhe freizugeben. Danach senkte die Fregat die Höhe der Umlaufbahn und setzte die drei Sekundärnutzlasten in etwa 510 Kilometernn Höhe ab.

Der beim Start 273 Kilogramm schwere CHaracterising ExOPlanets Satellite, oder kurz CHEOPS, ist ein Gemeinschaftsvorhaben der ESA und der Schweizerischen Raumfahrtagentur SSO. Er soll die Bildung von extrasolarer Planeten beobachten und deren Masse, Dichte und Größe bestimmen. CHEOPS wird dabei nicht auf der Suche nach bislang unbekannten neuen Planeten gehen, sondern bereits bekannte Exoplaneten näher unter die Lupe nehmen. CHEOPS gehört zu den so genannten “S Class Missions” der ESA. Der Satellit entstand auf Basis der spanischen SEOSAT-Plattform. Hauptauftragnehmer war Airbus Defence and Space in Spanien. Die Haupt-Nutzlast an Bord ist ein 32-Zentimeter Spiegelteleskop

Der beim Start 2.205 Kilogramm schwere COSMO-SkyMed entstand auf der PRISMA-Plattform. Er ist die erste der zwei Einheiten bestehenden Nachfolgekonstellation für die ursprünglich vier Satelliten starke COnstellation of small Satellites for the Mediterranean basin Observation-SkyMed. Er wird deshalb auch als COSMO-SkyMed Second Generation, oder CSG 1 bezeichnet. Hergestellt wurde das Raumfahrzeug von Thales Alenia in Italien. Betrieben wird es von der italienischen Raumfahrtagentur ASI. Er wird für seine Beobachtungen ein SAR-Radar einsetzen, das im S-Band und im X-Band arbeitet.

Neben diesen beiden Hauptnutzlasten befanden sich auch noch drei europäische Cubesats mit an Bord, nämlich:

  • Den sieben Kilogrammm schweren Technologiesatelliten OPS-Sat, ein 3-Unit-Cubesat, der ESA
  • Den sieben Kilogramm schweren astrophysikalischen Forschungssatelliten EyeSat der CNES, ein 3-Unit-Cubesat, und
  • Den 30 Kilogramm schweren französischen Datenrelay-Satelliten ANGELS (Argos Neo on a Generic Economical and Light Satellite) der von CNES und NEXEYA entwickelt und gebaut wurde

Bild: Startposter der Mission VS23; Credit: Arianespace