Bei der 13. und letzten Mission des Jahres für SpaceX brachte am 17. Dezember eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 den Kommunikationssatelliten JCSAT-18/Kacific in eine subsynchrone geostationäre Transferbahn. Der Start des massiven Satelliten markierte die 77. Falcon 9-Mission seit Einführung dieses Trägers im Jahre 2010. Die erste Stufe landete acht Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf dem Bergungsschiff „Of course I still love you“.

Der Einsatz begann um 1:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der SpaceX-Startanlage 40 in Cape Canaveral. Die Mission stellte den bislang schnellsten „turn-around“ für diese Startrampe dar, denn von hier aus hatte SpaceX nur elf Tage zuvor die ISS Versorgungsmission CRS 19 in den Orbit gebracht. 33 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe wurde JCSAT-18/Kacific im Orbit freigegeben.

Die erste Stufe der bei dieser Mission eingesetzten Rakete, Booster 1056.3, erlebte beim aktuellen Einsatz ihren dritten Flug. Die Zahl 56.3 bedeutet dabei, dass es sich um die 56. produzierte Falcon 9 Rakete handelt, die ihren dritten Einsatz erlebt. Der Jungermflug von B1056 fand bei der Mission CRS-17 im Mai dieses Jahres statt.

Der Name der Nutzlast - JCSAT-18/Kacific-1 - deutet schon darauf hin, dass sie zwei verschiedenen Unternehmen gehört. Die eine ist die „SKY Perfect JSAT Corporation“, die andere ein Startup mit der Bezeichnung „Kazific Broadband Satellites“. Beide Unternehmen haben ihren Firmensitz in Singapur. Der Satellit, gebaut auf Basis der Boeing 702 Satellitenplattform, soll Breitband-Dienste im Ka-Band (Kazific) und Ku-Band (JCSAT) für den ostasiatischen und pazifischen Raum einschließlich Australien und Neuseeland bis an die Westgrenze von Alaska bereitstellen.

Die Gesamtmasse des Satelliten betrug beim Start 6.956 Kilogramm. Damit ist er einer der schwersten Kommunikationssatelliten weltweit und liegt in dieser Gewichtsklasse am oberen Ende der Leistungsfähigkeit einer Falcon 9. Eine Rückkehr der ersten Stufe nach Cape Canaveral ist bei diesen Anforderungen nicht möglich, und so unternahm der Booster eine „downrange landing“. Dabei wird kein Umkehrmanöver durchgeführt. Vielmehr fliegt der Booster auf seiner ballistische Kurve weiter und landet dann auf einem unbemannten Bergungsschiff im Atlantik. Zusätzlich musste bei dieser schweren Nutzlast auch das Apgoäum der Orbitalbahn auf subsynchrone Werke gesenkt werden. Die erreichten Bahnparameter lagen schließlich bei einem Perigäum von 273 Kilometern, einem Apogäum von 20.324 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 26,9 Grad.

Auch die beiden Hälften der Nutzlastverkleidung konnten geborgen werden, wenngleich es wegen der schweren See den Bergungsschiffen nicht möglich war, sie direkt mit Netzen aus der Luft aufzufangen.

Bild: Startlogo der JCSAT-18/Kacific Mission; Credit: SpaceX