Der Fehlstart einer VEGA-Trägerrakete der Arianespace führte am 11. Juli zu einem der schwersten Versicherungsschäden in der Geschichte der Raumfahrt. Etwa zwei Minuten nach dem Liftoff vom VEGA Launch Complex in Kourou erlosch aus noch ungeklärter Ursache der Feststofftreibsatz der zweiten Stufe und die Rakete stürzte in den Atlantik. Mit ihr der Falcon Eye 1-Aufklärungssatellit, den Airbus SAS für die Vereinigten Arabischen Emirate gebaut hatte. Es war der erste Fehlstart einer VEGA. Vierzehn vorausgegangene Missionen waren erfolgreich verlaufen.

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Russland führte am 10. Juli einen überraschenden Orbitalstart durch, bei dem vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk aus vier klassifizierte Satelliten auf eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurden. Für die Mission wurde die relativ selten eingesetzte Sojus 2.1v Volga verwendet, ein Träger der unteren Mittelklasse. Der Start kam insofern überraschend, weil es auch in Russland in den letzten Jahren üblich war, militärische Starts lange im Vorfeld anzukündigen.

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Beim dritten Einsatz in diesem Jahr brachte eine Rocketlab Electron sieben Satelliten in den Orbit. Der Start erfolgte vom Launch Complex 1 des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia, die auf der neuseeländischen Nordinsel liegt. Ab Ende dieses Jahres will Rocketlab auch Flüge von der US-Basis in Wallops Island in Virginia durchführen. Diese Anlage wird dann die Bezeichnung Lauch Complex 2 tragen. Die aktuelle Mission war insgesamt der siebte Einsatz einer Electron. Alle Einsätze, mit Ausnahme des Erstfluges, waren erfolgreich.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ brachte am 5. Juli insgesamt 33 Satelliten in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war der sibirische Weltraumbahnhof Wostotschny. Hauptnutzlast an Bord des Trägers war der Wettersatellit Meteor M 2-2. Das Raumfahrzeug ist die Ersatzeinheit für ein baugleiches Fluggerät, das bei einem Fehlstart im Jahre 2017 verloren ging. Es war der vierte Start von Wostotschny aus, seit dieses Raumfahrtzentrum im Jahr 2016 seinen Dienst aufnahm. Bislang ist dort allerdings nur eine einzige Rampe in Betrieb, eben die für die Sojus-Raketen.

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Zum zweiten Mal innerhalb von nur elf Wochen setzte SpaceX am 25. Juni eine Falcon Heavy für eine Startmission ein. Dieser Träger ist derzeit die schwerste und leistungsstärkste Trägerrakete der Welt. Der Flug war der komplexeste Einsatz, den SpaceX bisher absolviert hatte. Die Mission trug den Titel Space Test Program 2 (STP-2), lief unter der Leitung der US-Luftwaffe, und umfasste 24 zivile und institutionelle Nutzlasten, die auf unterschiedlichen Bahnen abgesetzt werden mussten.

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