Nach einer kurzen Periode mit insgesamt neun Besatzungsmitgliedern auf der ISS, wurde nach dem Abkoppeln und der Rückkehr von Sojus MS-12 am 3. Oktober wieder die "normale" Besatzungsstärke hergestellt. Zusammen mit dem Sojus-Commander (und scheidendem Kommandanter der Expedition 60) Alexei Owtschinin kehrten auch der US-Astronaut Nick Hague und der erste Astronaut der Arabischen Emirate Hassa al-Mansuri zur Erde zurück.

Für al-Mansuri war es ein kurzer Aufenthalt. Er war erst acht Tage zuvor mit dem Raumschiff Sojus MS-15 zur ISS gekommen. Hague und Owtschinin hatten dagegen insgesamt knapp 203 Tage im Orbit verbracht und die Erde dabei 3.248mal umkreist. Owtschinin hat damit insgesamt bei zwei Aufenthalten auf der ISS 375 Tage im Orbit verbracht.

Die beiden hatten im Oktober 2018 mit Sojus MS-10 einen dramatischen Flugabbruch erlebt, als die Abtrennung eines Boosters ihrer Sojus-Trägerrakete misslang. Damals waren sie vom perfekt arbeitenden Flugrettungssystem unbeschadet in Sicherheit gebracht worden, worauf sie ihre Reise im März dieses Jahres erneut antreten konnten.

Nach der Rückkehr der drei Raumfahrer hat nun der Italiener Luca Parmitano das Kommando über die Internationale Raumstation.

Bild: Blick ins Moskauer Kontrollzentrum während der Landung von Sojus MS-12; Credit: Roskosmos